"Ich fand das Studium Wirtschaft und Recht als eine Art Studium Generale wirklich super."

Öffentliches Wirtschaftsrecht | Studium Wirtschaft und Recht

Folge 240 deines Jura-Podcasts zu Job, Karriere und Examensthemen.

In Episode 240 lernt Ihr Mandy Beck kennen, die im Düsseldorfer Büro von Orth Kluth als Anwältin arbeitet. Wie hat ihr Wirken in der Kommunalpolitik ihre Entscheidung, Jura zu studieren, beeinflusst? Warum hat sie sich nach ihrem Studium in Wirtschaft und Recht entschieden, ein Jurastudium draufzupacken? Inwieweit werden in einer solchen Konstellation bisherige Leistungen angerechnet? Wie kam es dazu, dass sie heute im öffentlichen Wirtschafts- und Vergaberecht aus Kanzleisicht berät? Antworten auf diese Fragen sowie eine sehr persönliche Perspektive aus Anwältinnensicht erhaltet Ihr in dieser Folge von IMR. Viel Spaß!

Inhalt:

  • 00:00 Sponsor: Orth Kluth
  • 00:36 Vorstellung Mandy
  • 04:09 Entscheidung, Jura draufzupacken
  • 07:00 LL.M. in Bristol
  • 15:31 Öffentliches Wirtschaftsrecht & Vergaberecht
  • 18:53 Praxisbeispiel: DB Infrago AG
  • 21:19 Was Mandy bei der Kanzleiwahl wichtig war
  • 23:15 Kommunalpolitik im Stadtrat

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Transkript


Marc Ohrendorf 0:03:00
Ja, okay.
Mandy Beck 0:03:01
Genau und deswegen, ich durfte mich dann da wirklich komplett bedienen, habe gegoogelt, was ich spannend finde und Wirtschaft und Recht hat mich dann total angesprochen, weil ich war immer schon Fan davon, dass es sowas gibt wie so Studium Generale, so dass man wirklich ein breites Bild bekommt von Themen, die ja einfach wichtig sind. Und der Studiengang dann in Münster, also ich wollte eh nicht so weit weg von meiner Heimat, meine Heimat ist auch in Nordrhein-Westfalen und anderthalb Stunden entfernt von der Heimat klang nach einer guten Distanz. Und genau, hab dann da angefangen zu studieren. Wir haben immer so ein bisschen gesagt, best of both worlds. Also man hatte dann Statistik 1, 2, 3 mit den Wirtschaftswissenschaftlern, also den BWLern, VWLern und Wirtschaftsinformatikern, aber genauso gut eben Schuldrecht 1, 2, 3 mit den Vorjuristen. Und man hat dann einfach ein gutes Bild bekommen. Und nach dem Bachelor stand dann doch die Entscheidung an. Jura ja, nein. Also Jura weitermachen ja, nein. Oder vielleicht irgendwie mein geplanter einjahres Master im Ausland. Und Jura hat mir einfach immer mehr Spaß gemacht. Also ja, ich habe gerade dann im Schwerpunktbereich, also man macht dann in diesem Bachelor auch ganz normal den Schwerpunktbereich, wie die Feuerjuristen das dann eben gemacht haben. Und da fand ich es total spannend. Die Fächer haben mir einfach wahnsinnig viel Spaß gemacht. Ich hatte ein Eigeninteresse, da zu recherchieren. Und dementsprechend war das dann eine ganz bewusste Entscheidung, Jura weiterzumachen. Man wird dann da ins fünfte Fachsemester eingestuft, was total super war. Das ist ja cool. Ja, mega. Man muss dann im Jurastudium noch Strafrecht nachholen und einige Grundlagenfächer, das hatte man dann natürlich im Bachelor nicht. Aber man hatte was in der Tasche, was natürlich auch super war. Und dann ging es eben weiter mit den Vorjuristen in die Vorbereitung für das erste Staatsexamen und von da an, ja, war ich dann Juristin.
Marc Ohrendorf 0:07:17
Wo?
Mandy Beck 0:11:28
Ich bin dann irgendwann aus England zurückgekommen und habe, weil ich mir eben gar nicht sicher war, ob ich das Referendariat machen möchte, noch mal zwei Jahre, habe ich angefangen in der Großkanzlei zu arbeiten, um einfach mal Jura in der Praxis zu lernen. Und das hat mir Spaß gemacht und ich glaube, das hat auch erstmal den nötigen Abstand zum Lernen gebracht. Also ich war danach tatsächlich wieder sehr motiviert zu lernen und das hätte ich jetzt nach dem ersten Examen und Und dem LLM eben nicht gesagt. Ich habe Jura in der Praxis kennengelernt und habe dann eben gemerkt, gut, doch, man muss, also es gibt nicht nur das materielle Recht, sondern eben auch das ganze Verfahrensrecht. Und das ist schon sinnvoll, das zu können. Was mich aber besonders motiviert hat, das Referendariat zu machen, war, dass man eine komplette Flexibilität hatte, sich nochmal fünf juristische Berufe anzugucken, ohne sich irgendwie zu binden. Man konnte ins Ausland gehen, man konnte komplett unterschiedliche Rechtsgebiete sich nochmal angucken. Also was für ein Geschenk, finde ich. Das ist ja wirklich, dass man wie so Praktika machen kann, Berufe kennenlernen kann. Ja, ohne sich irgendwie zu verpflichten oder irgendwie ein Arbeitsverhältnis zu starten. Genau, also ich hatte auf jeden Fall eine große Motivation, dann ins REF zu gehen und habe mich auch echt schon früh mit den Stationen, die ich absolvieren möchte, befasst. Habe schon früh recherchiert und dann kommt Covid. Ja, also viel Ausland wurde es dann leider nicht.
Marc Ohrendorf 0:18:38
Ja, schau.
Mandy Beck 0:19:09
Ja, vielleicht, genau, ich kann ja mal berichten. Also im letzten Jahr haben wir ein größeres Mandat gehabt, wo ich auch wirklich viel mit unterstützen durfte. Da ging es um die DB Also die Umstrukturierung der Infrastruktursparte der Deutschen Bahn hin zu einer gemeinwohlorientierten Infrastrukturgesellschaft. Das haben wir zusammen gemacht mit zwei Beraterteams, also zwei nicht juristischen Beraterteams. Wir haben so die Rechtsseite dann übernommen und haben dann das zuständige Ministerium ganz eng bei der Umstrukturierung beraten und unterstützt. Und das klingt jetzt erstmal so. Vielleicht eher wirklich wirtschaftlich und nicht sonderlich rechtlich, aber die rechtlichen Fragen, die sich da ergeben haben, die waren wirklich, wirklich vielfältig. Beihilferecht, Haushaltsrecht, Fragen ergaben sich auch aus dem Grundgesetz, weil die Eisenbahn des Bundes auch tatsächlich im Grundgesetz verankert ist. Und vielleicht um den Kreis zu schließen, auch da ergaben sich Auslegungsfragen, weil die Infrastruktursparte oder beziehungsweise die gemeinwohlorientierte Infrastruktursparte, die sich dann daraus ergeben sollte, das wurde im Koalitionsvertrag zwischen SPD, Grüne und FDP festgelegt. Das heißt, man ist dann auch erstmal im ersten Schritt hingegangen und hat den Koalitionsvertrag ausgelegt. Hätte ich auch nicht gedacht, dass ich das mal machen werde. Was haben sich die Koalitionäre und Koalitionärinnen gedacht dabei? Was versteht die Branche unter Gemeinwohlorientierung? Was versteht das zuständige Ministerium vielleicht darunter? Und von da aus sind wir dann weitergegangen und im Verlauf der Umstrukturierung ergaben sich immer mehr Rechtsfragen, wo wir dann auch wirklich ein Jahr lang beraten haben, beraten durften.
Marc Ohrendorf 0:22:12
Und dann?

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