“Im privaten Baurecht geht es darum, Bauprojekte so zu begleiten, dass sie möglichst reibungslos voranschreiten. Der Anspruch ist, Lösungen zu finden, bevor es zu einem Stillstand und finanziellen Verlusten kommt.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Die Basis ist schlicht Werkvertragsrecht aus dem BGB. Wer Gewährleistung, Abnahme und Vergütung beherrscht, kann fast alles übertragen. Ergänzend kommen VOB/B und HOAI hinzu – Spezialnormen, die man sich flott aneignet. Fürs Examen lohnt es sich, hier den allgemeinen Teil wirklich sattelfest zu beherrschen.
Tunnel, Brücken oder neue Gleisstrecken bewegen ganze Regionen. Man berät milliardenschwere Vorhaben, arbeitet mit Ingenieur-Teams zusammen und sieht später, wie das eigene Rechtsgutachten in Beton gegossen wird. Diese gesellschaftliche Relevanz motiviert mich jeden Tag.
Mich überzeugt, wer echtes Interesse am Bauen zeigt, neugierig fragt und Lust auf Teamarbeit hat. Fachkenntnisse kann man lernen, aber Begeisterung und der Wille, gemeinschaftlich Lösungen zu entwickeln, sind für unsere Mandate unverzichtbar.
Das Praxisjahr gab mir tiefe Einblicke in Mandatsführung, Verhandlungen und Teamarbeit. Ich baute Fachwissen auf, knüpfte ein Netzwerk zu Partnern und Mandanten und wusste danach: Anwaltschaft, speziell Baurecht, ist genau mein Weg. Dieses Vorsprungswissen erleichterte später den Berufseinstieg erheblich.
Wir kombinieren spannende Großprojekte mit mittelständischer Kultur: flache Hierarchien, enger Austausch mit Partnern und seit Corona top-digitale Zusammenarbeit über alle Standorte. So kann ich in München sitzen, Mandate bundesweit betreuen und trotzdem persönlich betreut wachsen.
Ich lasse mir den Vorgang zuerst vom Fachplaner erklären, schaue Tutorials oder Baustellen-Videos, bis ich das Prinzip verstehe, und übersetze es anschließend in eine Sprache, die ein Zivilrichter nachvollziehen kann. So bleibe ich juristisch präzise, ohne Ingenieur sein zu müssen.