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Arbeitgeber in Folgen: Oppenhoff & Partner Rechtsanwälte Steuerberater mbB
“Examsvorbereitung ist Hochleistungssport. Man muss Konzentration und Regeneration üben, um fünf Stunden fokussiert zu bleiben. Am Ende des Tages geht es um eine Gesamtzahl, jede Klausur zählt, auch wenn man mal Punkte verliert.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Kurz vor dem Hauptstudium zweifelte ich massiv. Dann arbeitete ich nebenher in einer Bonner Boutique-Kanzlei. Plötzlich sah ich, wofür die Theorie dient: echte Mandate, echte Fristen, Dankbarkeit von Mandanten. Diese Praxiserfahrung holte mich aus dem Motivationstief und ließ mich das Studium wieder mit Sinn erleben.
Ich war damals zu verkrampft. Meine Hausärztin nannte Examensvorbereitung Hochleistungssport – seitdem sehe ich Lernen wie Training: klare Pausen, Regeneration, realistisches Zielmanagement. Für das Zweite ging ich entspannter hinein, fokussierte auf Durchhalten statt Perfektion und fuhr damit deutlich besser.
Cannabis ist zugleich Betäubungs- und Arzneimittel. Mandate drehen sich um BfArM-Lizenzen, Importquoten, GMP-Vorgaben, Betäubungsmittel-Sicherheitskonzepte bis hin zu Bunkerbau-Genehmigungen. Dazu kommen Fragen zu CBD-Produkten, Novel-Food-Zulassung, Erstattung durch Krankenkassen und natürlich klassisches Gesellschafts-, Arbeits- und Datenschutzrecht – ein echtes multidisziplinäres Spielfeld.
Noten sind Eintrittskarte, aber Begeisterung für den Anwaltsberuf wiegt schwerer. Ich schaue auf Auslandsstationen, praktische Erfahrung und die Frage, ob jemand neugierig genug ist, sich in neue Themen – etwa Cannabis – hineinzubeißen. Wir sind überschaubar groß; kulturell muss es einfach passen.
Über unser sechswöchiges Sommer-Praktikantenprogramm oder klassische Stations- und WissMit-Plätze. Du siehst zwei Praxisbereiche, bekommst Rhetoriktraining und präsentierst echtes Mandatsergebnis. Wer Lust auf Hands-on-Arbeit hat, bewirbt sich früh – dann landet man vielleicht wie Niklas direkt im Cannabis-Team an spannenden Recherchen.
Verhandlungen sind reines Mind-Game: unterschiedliche Charaktere, schnelle Reaktionen, stundenlange Konzentration. Mal trifft man den Aggressiven, mal den Aus-Sitzer. Ich muss taktisch entscheiden, wann ich nachgebe, wann ich Druck mache. Das hat mehr von Schach als von Paragrafen – und genau das liebe ich.