“Der erste Schritt einer jeden Transaktion: Wir stellen ein passendes Team zusammen, sodass man auf Dauer mit vielen unterschiedlichen Kolleginnen und Kollegen arbeitet.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
In den 90ern war Moskau wirtschaftlich instabil. Deutschland bot ein angesehenes, kostengünstiges Studium und ich sprach bereits Deutsch. Hollywood-Gerichtsszenen gaben mir zusätzlich das Bild, souverän im Gerichtssaal aufzutreten. So schien mir Jura hier der beste Weg, international arbeiten zu können.
Wir starteten 2015 zu zweit und wollten Großkanzlei-Qualität in ein unternehmerisches Umfeld bringen. Heute sind wir 70 Anwälte, beraten Top-Deals und lassen trotzdem jede Kollegin früh Mandantenkontakt, Financials und Akquise übernehmen – Verantwortung ab Tag eins.
Eine Kanzlei ist ein Unternehmen. Wer Partnerschaft anstrebt, muss Finanzen, Akquise und Teamsteuerung verstehen. Darum zeigen wir schon Juniors alle Zahlen und Kontakte – so können sie früh ihren eigenen Business Case aufbauen.
Ich lese Kunden-, Lieferanten-, IP- und Litigation-Verträge, verstehe so das Geschäftsmodell und erkenne Risiken. Diese Erkenntnisse fließen in Kaufpreis, Garantien oder Post-Closing-Maßnahmen ein. Der Investor erhält wirtschaftlichen Mehrwert statt bloßer Rechtsanalyse.
Beginnt bei euren Peers: ehemalige Kommilitoninnen, Referendarskollegen, junge Fonds-Analysten. Bleibt im Kontakt, geht mittags essen oder abends auf ein Getränk. Diese Beziehungen wachsen mit – irgendwann ruft die frühere Studienfreundin als Deal-Captain an. Kontinuität schlägt Kaltakquise.
Gesellschaftsrecht ist hochstrukturiert und zugleich abstrakt. Statt Einzelschicksale zu begleiten, organisiere ich Prozesse, bei denen Käufer und Verkäufer gewinnen. Jede Transaktion startet klar, endet messbar und liefert sofort ein Erfolgserlebnis – das macht den Job dauerhaft positiv.