Richter
Wollte ursprünglich Theaterschauspielerin werden, um sich von ihrer Juristenfamilie abzugrenzen. Der Vis Moot Court wurde dann der perfekte Kompromiss aus 'Schauspielerei' und dem 'soliden' Jurastudium.
Quelle: IMR214
Bewarb sich bereits im ersten Semester für den Vis Moot Court und lernte dort ihre bis heute beste Freundin kennen. 'Für mich war es ein unfassbarer Türöffner.'
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Erhielt nach einem Pleading in Wien spontan ein Praktikumsangebot in Genf, obwohl ihr Französisch 'irgendwo zwischen nicht vorhanden und stark eingerostet' war.
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Entschied sich im Referendariat gegen die Großkanzlei (zu Zeiten der Diesel-Klagen), weil ihr die persönliche Unabhängigkeit und freie Zeiteinteilung der Justiz wichtiger waren.
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Gab in einem Prozess offen zu, dass ihre 'physikalischen Fähigkeiten' begrenzt sind, und bestellte einen Gutachter. Dieser entlarvte eine Schutzbehauptung: Der Spiegel war nicht abgefallen, sondern wirkte wie 'mit einem Baseballschläger abgeschlagen'.
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Arbeitet am Amtsgericht Hamburg-St. Georg, einem der belastetsten Gerichte, und schätzt die Freiheit, auch mal bis Mitternacht zu arbeiten, wenn es ihre eigene Entscheidung ist.
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Als Richterin schätze ich die Unabhängigkeit und die freie Zeiteinteilung, trotz der vielen Herausforderungen am Hamburger Hauptbahnhof – das ist ein spannender, vielseitiger Beruf, der mich morgens mit Freude zur Arbeit gehen lässt.
Das Amtsgericht Hamburg zählt mit acht Standorten in der Hansestadt und rund 250 Richterinnen und Richtern sowie etwa 1.000 Mitarbeitenden zu den größten Amtsgerichten Deutschlands. Als Teil der Justiz des Stadtstaates entscheidet es in erster Instanz über Zivil- und Strafsachen, führt Handels- und Vereinsregister und ist zentrale Anlaufstelle für Nachlass-, Familien- sowie Zwangsvollstreckungssachen. Die Lage mitten in einer pulsierenden Metropole sorgt für ein besonders breites, oft gesellschaftlich relevantes Akten-Spektrum, während moderne Digitalprojekte und eine offene Kultur – man denke an Social-Media-aktive Richterinnen – das Arbeiten hier spannend machen. Lust, hinter die Kulissen dieses Großstadtgerichts zu schauen? Dann hör jetzt in unsere IMR-Folge hinein und begleite unseren Gast durch ihren Alltag auf Hamburgs Gerichtsfluren.