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Karriere-Timeline

Fragen & Antworten

01:05–02:36

Warum faszinierte dich Jura bereits in deiner Kindheit?

Als Kind sah ich, wie mein Vater Freunden Rechtsfragen erklärte. Mir wurde klar, dass juristisches Wissen Alltagssituationen klärt und Menschen wirklich hilft. Dieses Erklär-Moment hat mich fasziniert; ich wollte selbst die Regeln verstehen und anderen Orientierung geben. So entstand früh die Idee, Jura zu studieren.

01:20–02:10

Welche Rolle spielte dein Vater bei deiner Studienwahl?

Mein Vater war Vorbild, aber nicht Druck. Er arbeitete in einer Hamburger Behörde; zu Hause hörte ich seine Telefonate, in denen er Streitigkeiten sortierte. Ich merkte: Recht kann gesellschaftliche Konflikte lösen. Seine Gelassenheit und Klarheit haben mich motiviert, denselben Werkzeugkasten zu erlernen.

10:10–10:45

Warum entschiedest du dich gegen den Auswärtigen Dienst?

Die Rotation alle drei Jahre hätte mich ständig entwurzelt. Ich bin in Hamburg verwurzelt, wollte Familie und langfristige Mandatsbeziehungen aufbauen. Nach der Botschafts-Station sah ich, wie Paare mit Doppeltkarriere kämpfen. Das passte nicht zu meinem Lebensmodell – daher keine Diplomatin.

19:00–19:46

Wozu nutzt du quantitative Prozessrisikoanalyse im Mandat?

Bevor wir klagen, zerlege ich den Fall in Entscheidungsknoten, hinterlege Wahrscheinlichkeiten und diskontiere den Streitwert. So erkennen Mandanten, welches Vergleichsangebot wirtschaftlich besser ist als Prozessieren. Die Methode schafft Zahlenklarheit jenseits des stereotypen ‚es kommt drauf an‘ und wird immer gefragter.

32:31–33:50

Welche Kompetenzen werden durch KI künftig besonders wichtig?

KI schreibt heute den ersten Entwurf. Gefragt sind deshalb Urteilskraft, Prompt-Kompetenz und die Fähigkeit, Ergebnisse kritisch zu überprüfen. Wer logisch denkt, Normen sicher beherrscht und technische Tools kreativ einsetzt, bleibt abrechenbar. Nachwuchs sollte lernen, Maschinen anzuleiten statt von ihnen ersetzt zu werden.

05:30–06:45

Welche Erkenntnisse brachte dir dein LLM in London?

Das Londoner LLM bot internationalen Blick und Praxismodule. Besonders Negotiation und ‘Quantitative Methods for Lawyers’ haben mir ökonomische Modelle und Spieltheorie nähergebracht. Ich lernte, rechtliche Argumente mit Zahlen zu unterlegen – Wissen, das ich heute täglich in Vergleichsverhandlungen nutze.