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  • IMR170: Restrukturierungen, Insolvenzrecht, Weg in die Partnerschaft
    IMR170: Restrukturierungen, Insolvenzrecht, Weg in die Partnerschaft
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    Wir sind die Feuerwehr, die reingeschickt wird, wenn es brennt. Unsere Aufgabe ist es, den Brand zu löschen und Werte zu erhalten, um Arbeitsplätze zu sichern und Kontinuität zu gewährleisten.

Karriere-Timeline

17.07.2023Podcast-Episode

IMR170 - IMR170: Restrukturierungen, Insolvenzrecht, Weg in die Partnerschaft

Teilnahme am IMR Jurapodcast

Bei: Simmons & Simmons
🚀 Karriereweg von Christopher Kranz

Fragen & Antworten

30:52–33:12

Welche Erwartungen stellt die Gen Z an Kanzleien?

Junge Kolleginnen wollen Sinn, Inklusion und planbare Arbeitszeiten. Sie akzeptieren Nachtschichten, wenn klar ist, wofür – nicht als Selbstzweck. Diversity & Inclusion, faires Feedback und echte Entwicklungsmöglichkeiten sind entscheidend. Wir müssen daher Kultur und Strukturen anpassen: weniger Hierarchiegesten, mehr Teamspirit und flexible Modelle, sonst gewinnen wir die Talente nicht.

27:39–29:05

Was unterscheidet Partner von Associate in der Kanzlei?

Als Partner bin ich unternehmerisch tätig. Ich generiere eigenes Geschäft, trage Budget- und Personalverantwortung und entscheide, welche Märkte ich angehe. Associates bearbeiten Mandate, Partner bauen sie erst. Dieser Rollenwechsel – vom angestellten Anwalt zum selbständigen Mit­eigentümer – bedeutet mehr Freiheit, aber auch die Pflicht, das Team jederzeit auszulasten.

05:20–06:47

Welchen Nutzen brachte deine Teilzeitstelle während der Dissertation?

Mit drei Tagen pro Woche erhielt ich echte Mandatsanteile: Recherchen, kleine Workstreams, erste Verantwortung in Deals. Ich verdiente mein Geld, verstand Kanzleialltag und lernte, wie Deadlines, Mandantenkontakt und Teamarbeit funktionieren. Gleichzeitig blieb genügend Raum fürs Schreiben. Diese "goldene Mitte" hat mich fachlich wie organisatorisch enorm vorangebracht.

02:31–02:45

Wie prägten Mannheim und Edinburgh dein juristisches Denken?

Mannheim gab mir ein solides wirtschaftsrechtliches Fundament, Edinburgh öffnete mein Blickfeld international. Durch den Master dort lernte ich Common-Law-Methoden kennen, verglich Systeme und merkte, wie eng Ökonomie und Recht verknüpft sind. Diese Kombination aus deutscher Tiefe und angelsächsischer Pragmatik bestimmt bis heute meine Arbeitsweise.

15:18–16:00

Wann ist nach deutschem Recht Insolvenzreife erreicht?

Es gibt zwei rote Linien: Zahlungsunfähigkeit (§ 17 InsO) – fällige Rechnungen lassen sich nicht mehr begleichen – und Überschuldung (§ 19 InsO) – das bilanzielle Eigenkapital ist negativ. Tritt eine der Situationen ein, muss die Geschäftsführung innerhalb weniger Wochen Insolvenzantrag stellen, sonst droht persönliche Haftung.

01:18–01:58

Warum wähltest du Jura statt BWL oder VWL?

Ich habe mich mit dem Ausschlussprinzip entschieden: Für VWL und BWL fehlte mir schlicht die Lust aufs ständige Rechnen. Argumentieren, Texte strukturieren und Sprache mochte ich dagegen sehr. Jura bot mir genau diese Mischung aus Logik und Sprache – also das Fach, in dem ich meine Stärken ausspielen konnte, ohne permanent Zahlenkolonnen wälzen zu müssen.