Clemens Engelhardt

Prof. Dr. Clemens Engelhardt

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Karriere-Timeline

4.08.2020Podcast-Episode

IMR54 - IMR054: Jurastudium, Anwaltsberuf und faire Honorare | Interview Rechtsanwalt

Teilnahme am IMR Jurapodcast

Bei: Trustberg LLP
🚀 Karriereweg von Clemens Engelhardt

Fragen & Antworten

04:07–04:39

Wie half Ihr Nebenjob bei der Deutschen Börse Ihrer Orientierung?

Einmal pro Woche erledigte ich dort scheinbar banalen Papierkram, sah aber Orderbücher, Prospekte und Listing-Prozesse. Dadurch verstand ich, wie Aktienhandel juristisch getragen wird. Der Job bestätigte meine Affinität zu M&A und Kapitalmarkt und gab mir frühe Netzwerke in die Branche.

02:40–02:45

Weshalb gründeten Sie schließlich Ihre eigene Kanzlei?

Nach Großkanzlei-Jahren und Family-Office-Erfahrung wollte ich Partnernähe, Innovation und Preisfreiheit vereinen. Mit einem Kollegen entstand daher Trustberg LLP in München. Dort verbinde ich Unternehmenskäufe, Lehre und transparente Vergütung unter einem selbstbestimmten Dach.

36:10–37:30

Welche Reaktionen erlebten Sie nach Veröffentlichung Ihrer Preisliste?

Die LinkedIn-Preisliste erhielt 150.000 Aufrufe. Unternehmensjuristen und selbst Großkanzlei-Partner applaudierten, weil Transparenz längst überfällig war. Gegenwind war gering – wer öffentlich gegen Offenheit wettert, stellt sich selbst ins Abseits. Seitdem akzeptieren Mandanten meinen Stundensatz ohne Feilschen.

24:25–25:10

Warum setzen Sie auf klare Festpreise?

Ich kenne den typischen Aufwand meiner Pakete – etwa Unternehmenskauf oder ESOP. Fixpreise geben Mandanten Budgetklarheit, vermeiden Diskussionen und schaffen Vertrauen. Studien zeigen, dass solche Transparenz sogar die Profitabilität gegenüber reinen Stundensätzen erhöht.

05:23–06:10

Warum entschieden Sie sich gegen die Richterlaufbahn?

Im Referendariat sah ich Amts- und Landgerichte von innen. Die richterliche Unabhängigkeit endet, wenn es um Standort, Fachgebiet und Karrieregestaltung geht. Ich wollte unternehmerische Freiheit, Mandantenkontakt und die Möglichkeit, Projekte international zu begleiten. Deshalb passte die anwaltliche Selbständigkeit viel besser zu meiner Persönlichkeit.

02:07–02:15

Was trieb Sie früh Richtung Börsenplatz Frankfurt?

Ich wollte möglichst rasch echten Kapitalmarkt riechen. Frankfurt bot mir Nebenjobs bei der Deutschen Börse, Kontakte zu Banken und laufende Transaktionen. Dort erkannte ich, dass Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht nicht nur Theorie ist, sondern Deals ermöglicht. Diese frühe Praxisnähe hat meine Studien- und Referendariatswahl maßgeblich geprägt.