“Vertrauen kann man nicht verkaufen. Vertrauen muss sich bilden. Es entsteht nur, wenn man sich zuhört und merkt, dass der Anwalt mit Integrität und Ehrlichkeit Rat gibt und die richtigen Fragen stellt.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Einmal pro Woche erledigte ich dort scheinbar banalen Papierkram, sah aber Orderbücher, Prospekte und Listing-Prozesse. Dadurch verstand ich, wie Aktienhandel juristisch getragen wird. Der Job bestätigte meine Affinität zu M&A und Kapitalmarkt und gab mir frühe Netzwerke in die Branche.
Nach Großkanzlei-Jahren und Family-Office-Erfahrung wollte ich Partnernähe, Innovation und Preisfreiheit vereinen. Mit einem Kollegen entstand daher Trustberg LLP in München. Dort verbinde ich Unternehmenskäufe, Lehre und transparente Vergütung unter einem selbstbestimmten Dach.
Die LinkedIn-Preisliste erhielt 150.000 Aufrufe. Unternehmensjuristen und selbst Großkanzlei-Partner applaudierten, weil Transparenz längst überfällig war. Gegenwind war gering – wer öffentlich gegen Offenheit wettert, stellt sich selbst ins Abseits. Seitdem akzeptieren Mandanten meinen Stundensatz ohne Feilschen.
Ich kenne den typischen Aufwand meiner Pakete – etwa Unternehmenskauf oder ESOP. Fixpreise geben Mandanten Budgetklarheit, vermeiden Diskussionen und schaffen Vertrauen. Studien zeigen, dass solche Transparenz sogar die Profitabilität gegenüber reinen Stundensätzen erhöht.
Im Referendariat sah ich Amts- und Landgerichte von innen. Die richterliche Unabhängigkeit endet, wenn es um Standort, Fachgebiet und Karrieregestaltung geht. Ich wollte unternehmerische Freiheit, Mandantenkontakt und die Möglichkeit, Projekte international zu begleiten. Deshalb passte die anwaltliche Selbständigkeit viel besser zu meiner Persönlichkeit.
Ich wollte möglichst rasch echten Kapitalmarkt riechen. Frankfurt bot mir Nebenjobs bei der Deutschen Börse, Kontakte zu Banken und laufende Transaktionen. Dort erkannte ich, dass Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht nicht nur Theorie ist, sondern Deals ermöglicht. Diese frühe Praxisnähe hat meine Studien- und Referendariatswahl maßgeblich geprägt.