“Die Beratung hier ist wie ein 5000er-Set Legosteine, mit dem man alles bauen kann.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Ich berate primär Familienunternehmen bei Umstrukturierungen, Steuerthemen und im Gesellschaftsrecht. Da bei diesen Unternehmen der Gesellschafterkreis oft aus Familien besteht, gehen die Themen häufig über das rein Betriebliche hinaus. Man wird zum vertrauten Anwalt der Gesellschafter und kümmert sich um deren persönliche rechtliche Belange, was den Kern der Private-Clients-Beratung ausmacht.
Mein Interesse wurde durch die Erbschaftsteuerreform 2009 geweckt, mit der ich mich intensiv befasste. In meiner Dissertation untersuchte ich dann die österreichische Privatstiftung aus deutscher Sicht. Diese Kombination aus Erbschaftsteuer- und Stiftungsrecht verschaffte mir das nötige Rüstzeug für die Beratung vermögender Privatpersonen, da die Stiftung eine ideale Rechtsform für die Unternehmens- und Vermögensnachfolge darstellt.
Es ist wie ein riesiger Baukasten mit über 5000 Teilen. Ich greife auf Erbrecht, Familienrecht, Gesellschaftsrecht, Stiftungsrecht und Steuerrecht zurück, oft auch grenzüberschreitend. Die Herausforderung besteht darin, aus diesen vielen Steinen eine individuelle, passgenaue Lösung für den Mandanten zu bauen, die bei Bedarf auch wieder umgebaut werden kann. Diese Vielseitigkeit macht den Reiz aus.
Vertrauen entsteht oft durch hervorragende Arbeit in einem ersten Mandat, was zu langjährigen Beziehungen oder Weiterempfehlungen führt. Ein weiterer Weg ist die Zusammenarbeit mit laufenden steuerlichen Beratern. Wichtig ist eine klare Kommunikation: Mandanten wollen keine langen Memos im Konjunktiv, sondern präzise Antworten und Risikoabwägungen in wenigen Sätzen, auf deren Basis sie sicher entscheiden können.
Viele Mandanten wollen ihre Zeit nicht mit jahrelangen Rechtsstreiten gegen die Finanzverwaltung vergeuden. Wenn ich ihnen aufzeige, dass Weg A zwar günstiger, aber risikoreicher ist, wählen sie oft Weg B. Sie zahlen lieber etwas mehr Steuern, haben dafür aber dauerhaft Ruhe. Eine gute Beratung zeigt diese Optionen fair auf, ohne dabei das eigene Honorarinteresse in den Vordergrund zu stellen.
Mandanten, die noch voll im Unternehmen stehen, haben wenig Zeit und wollen Probleme sofort lösen. Eine Terminvereinbarung über das Vorzimmer in drei Wochen funktioniert da nicht. Man muss flexibel sein, auch mal per WhatsApp kommunizieren oder am Sonntagmorgen um halb elf telefonisch erreichbar sein. Diese unmittelbare Verfügbarkeit ist ein wesentlicher Teil des vertrauensbasierten Beratungsverhältnisses.