“Mir ist wichtig, dass Menschen mit Themen kommen, die sie wirklich interessieren und motivieren. Nur dann entstehen coole Dinge – und ich lerne auch gern von anderen, die andere Perspektiven einbringen.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Mein Englischlehrer riet mir hartnäckig zu Jura, weil er meinte, ich könne damit schreiben, argumentieren und Politik verstehen. Sein Vertrauen gab mir den Mut, die Vorlesung zu besuchen – ohne diesen Anstoß wäre ich vermutlich nie im Hörsaal gelandet.
Mich beschäftigte, wie juristische Personen haften und welches Menschenbild dahintersteht. Diese theoretische Frage verband Gesellschafts- und Zivilrecht – perfekt für meine Neugier. Außerdem sah ich darin ein Fundament, später KI-Rechtsfähigkeit und Unternehmenshaftung neu zu denken.
Suche ein Thema, das dich selbst nicht loslässt. Dann trägt dich innere Neugier durch die unvermeidlichen Täler, in denen die Literaturflut erdrückt. Bleib dialogisch: sprich über Ideen, hole Feedback, denn im Gespräch klärt sich Nebel schneller als allein im Kämmerchen.
Bring Neugier, eigenes Thema und Lust auf Diskussion mit. Ich suche Köpfe, die meine Thesen hinterfragen, interdisziplinär denken und als Team Ideen austesten. Naturwissenschaftliche oder klimapolitische Vorkenntnisse sind willkommen, wichtiger ist aber echte Motivation, gemeinsam Neues zu entwickeln.
Kläger verlangen anteiligen Ersatz für Vorsorgemaßnahmen, weil Emittenten wie RWE messbar zum Temperaturanstieg beitragen. Es geht nicht um astronomische Summen, sondern um Verhaltenslenkung: Wer weniger ausstößt, reduziert sein Haftungsrisiko. So schafft Zivilrecht ökonomische Klimaanreize.
Ein Klimaforscher forderte uns auf, im eigenen Fach zum Klimaschutz beizutragen. Da klickte es: Haftung, Deliktsrecht, Lieferketten – all das beeinflusst Emissionen. Seitdem frage ich, wie Zivilrecht Nachhaltigkeit belohnen und Schäden einpreisen kann.