Justiz
Wählte das Jurastudium ursprünglich als 'Mittel zum Zweck', da ihr der eigentliche Wunschtraum Theaterwissenschaften zu 'brotlos' erschien.
Quelle: IMR121
Entdeckte ihre Leidenschaft für den Strafvollzug durch ein Ehrenamt im Studium: Sie besuchte Gefangene in der JVA Bonn, spielte 'Mensch ärgere dich nicht' und teilte Zigaretten.
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Begann nach dem Studium eine Promotion an der Uni Bonn, führte diese aber zugunsten der Praxis nicht zu Ende. 'Das hat sich ja auch als richtig erwiesen.'
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Ärgert sich über die Darstellung von Justizvollzugsbeamten in deutschen Fernsehkrimis, die dort oft klischeehaft als 'Sadisten, Vollidioten oder eine Kombination aus beidem' gezeigt werden.
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Ist der Überzeugung, dass man für den Job im Strafvollzug keinen 'Grundzynismus' mitbringen darf, sondern daran glauben muss, dass Menschen sich ändern können.
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Resozialisierung ist möglich, wenn man daran glaubt, dass Menschen sich ändern können. Ein Grundzynismus passt hier nicht, denn unser Ziel ist es, Menschen einen neuen Weg zu ermöglichen und das klappt erstaunlich oft.
Die Justizvollzugsanstalt Euskirchen gehört zum nordrhein-westfälischen Justizvollzug und ist eine mittelgroße Einrichtung für männliche Gefangene, zentral gelegen zwischen Köln und Bonn. In ihr sind rund 500 Insassen untergebracht, betreut von etwa 300 Bediensteten – darunter Vollzugsbeamte, Psychologinnen, Sozialarbeiter und natürlich Juristinnen und Juristen, die Leitung, Rechtspflege und Verwaltung verantworten. Neben dem geschlossenen und offenen Vollzug unterhält die JVA eigene Ausbildungsbetriebe, Werkstätten und Resozialisierungsprogramme, was ihr einen Ruf als besonders praxisorientierte Anstalt mit breitem Therapie- und Qualifizierungsangebot einbringt. Ihr wollt wissen, wie sich der juristische Alltag hinter den Mauern wirklich anfühlt und welche Lektionen die Flutkatastrophe 2021 lieferte? Dann klickt jetzt in unsere IMR-Episode – Kopfhörer auf und ab in den Knastalltag!