“Die Mediation ist das schnellste Mittel zur Konfliktlösung und bietet eine konstruktive, vertrauensvolle Alternative zu langwierigen Gerichtsverfahren – oft innerhalb weniger Tage zum Ergebnis kommen.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Die Verwaltungsstation bei der Jugendgerichtshilfe öffnete mir die Augen für soziale Dimensionen des Rechts. In der Wahlstation bei einem Strafverteidiger in New York lernte ich ein neues System kennen und merkte, wie sehr mich internationale Arbeit motiviert. Diese Erfahrungen machten mir klar, dass ich gestaltend und grenzüberschreitend arbeiten möchte.
Mich faszinierten immer Sprache und Rhetorik. Mein Vater, Fachanwalt, zeigte mir, wie mächtig Worte im Recht sein können. Psychologie lockte zwar, doch die juristische Analyse und das Spiel mit Begriffen überzeugten mich letztlich mehr – Sprache plus Struktur, das war für mich die perfekte Kombination.
Als Inhouse-Mediatorin führe ich Verfahren auf Deutsch, Englisch, Französisch oder Italienisch. Wenn ich mit Kundinnen in ihrer Muttersprache spreche, entsteht sofort Vertrauen. Das erleichtert das Sammeln von Interessen, vermindert Missverständnisse und erhöht unsere Erfolgsquote – für Mediationsparteien genauso wie für das Unternehmen.
2015 begann ich, Mediation in unseren Auslandsgesellschaften zu verankern. In Verona baute ich das Programm von null auf: Kolleginnen trainieren, Cases begleiten, Business Case rechnen. Danach vernetzte ich die Länder zu einer Community, die Erfahrungen austauscht und eigene Mediatoren ausbildet. So skalieren wir einheitliche, effiziente Konfliktlösung weltweit.
Mit dem konzernweiten Copilot chatten wir direkt mit Fallakten. Die KI fasst Schriftsätze zusammen, extrahiert Streitwerte oder Gerichtstermine und beantwortet Rückfragen. So bleibt mehr Zeit für Strategie und Kundengespräche. Auch unsere internationalen Kolleginnen nutzen das Tool, um effizienter zu arbeiten und Sprachbarrieren zu überwinden.
Bleib neugierig auf neue Arbeitsformen. Probiere KI-Tools aus, teste Mediation, lerne Fremdsprachen. Wer Technologie und Soft Skills kombiniert, bleibt gefragt. Verlass also die Komfortzone schon im Referendariat – dadurch erkennst du, wo deine Leidenschaft liegt und verpasst nicht den Anschluss an kommende Entwicklungen.