“Man sollte jede Angst vor digitalen Themen ablegen, sich damit beschäftigen und sich seine Nische suchen – die Zeit, die man investiert, wird sich definitiv lohnen.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Unsere komplette Vereinsarbeit ist digital. Über Slack und Notion arbeitest du von Kiel bis Barcelona in thematischen Squads, organisierst Webinare, erstellst Content oder baust Automations-Prototypen. Wichtig sind Neugier und Eigeninitiative – Ort und Semesterzahl spielen keine Rolle.
Zum Einstieg hat mich „Machine, Platform, Crowd“ von Brynjolfsson / McAfee begeistert; es erklärt Digitalisierung allgemeinverständlich. Wer tiefer einsteigen will, liest den Aufsatz „Decentralized Blockchain Technology and the Rise of Lex Cryptographia“ von Wright & de Filippi. Beide Texte schärfen den Blick für neue Geschäftsmodelle und rechtliche Fragen.
Die Uni liefert solides Dogmatik-Handwerk, bereitet jedoch kaum auf digitale Geschäftsmodelle, Datenräume oder automatisierte Due-Diligence vor. Uns fehlen dort technisches Grundverständnis, Prozessdenken und Wissen über Mandantenakquise in einer Plattformökonomie. Diese Lücke füllen wir, indem wir Technologien erklären und zeigen, wie sie juristische Arbeit konkret verändern.
Ich muss keine Full-Stack-Developerin sein. Entscheidend ist, Algorithmen einschätzen und mit Entwicklern sprechen zu können. Ein einstündiger HTML- oder Python-Crashkurs nimmt Berührungsängste, fördert gemeinsame Sprache und hilft mir, Haftungsrisiken eines Tools besser zu beurteilen.
Ein digitales Examen macht Klausuren lesbarer, ermöglicht strukturierte Umstellungen, vermeidet Sehnenscheidenentzündungen und zwingt Ausbildung wie Kandidat*innen, mit Standard-Software sicher umzugehen. Würden wir tippen statt schreiben, entstünde automatisch mehr Offenheit für weitere Tech-Themen in der Lehre.
Wir begrüßen die Teilnehmenden locker, vernetzen Studierende mit Praktiker*innen, hören einen Impulsvortrag oder Panel und arbeiten danach in kleinen Gruppen an Use-Cases. Am Ende gibt es Drinks und viel Zeit für Fragen. So entstehen Kontakte, Praktika und oft neue Projektideen.