“Mir war immer wichtig, als große Kanzlei viel bewirken: gute Arbeit für gemeinnützige Organisationen macht alles besser und schafft echten Impact in der Gesellschaft.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Am Münchner Institut für Urheber- und Medienrecht konnte ich Forschung und Praxis verbinden. Ein Jahr Vollzeit schrieb ich an meiner Dissertation, redigierte zugleich Beiträge für die ZUM. Das Profil im Medienrecht wuchs – auch wenn die Fertigstellung sich durchs Referendariat verzögerte.
Drei Wege: direkte NGO-Netzwerke, Clearing-Houses wie UPJ und interne Empfehlungen. Ich sammele Anfragen, prüfe Konflikte, verschicke wöchentlich einen Newsletter und bilde Teams. Der Ablauf gleicht einem normalen Mandat – nur ohne Rechnung, aber mit genauso viel Herzblut.
Dort dominieren kleine Klassen, ständiges Cold-Calling und open-book-Klausuren unter Zeitdruck. Man löst Probleme, statt Paragrafen auswendig zu lernen. Für mich war das eine Schule im pragmatischen Denken, die ich heute täglich in Mandaten anwende.
Im Deutschen Bündnis für afghanische Flüchtlinge bündeln acht Kanzleien Kräfte, finanzieren eine IRC-Expertin und sichern Familien den Weg nach Deutschland. Hier entscheidet Großkanzlei-Know-how über Menschenleben – das motiviert mich und unsere Volunteers jeden Tag.
Ein Jahr Law School zeigte mir Case-Method, strenge Anwesenheitspflicht und Honor-Code. Take-Home-Exams zwangen zu schneller, präziser Recherche – genau das, was Mandanten später erwarten. Dieses praxisnahe Lernen hat meine Arbeitsweise nachhaltig geschärft.
Marken stiften Identität – auch für NGOs. Durch die Station am EUIPO in Alicante sah ich die europäische Dimension. Die Mischung aus Kreativität und prozessualer Präzision passt zu mir; so wurde Markenrecht meine fachliche Heimat.