“Glück ist ein erheblicher Anteil am Examen, aber planbar ist es schwer. Wichtig ist, sich auf eigene Stärken zu konzentrieren, Fähigkeiten zu entwickeln und nicht nur Wissen auswendig zu lernen.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Zivilrecht lag mir, Strafrecht mochte ich nicht. Im Öff-Recht war ich schwächer, sah aber planbar gute Punkte. Mit Professor Muckes Skript wurde das Fach zur „Lebensversicherung“, die mein Gesamtergebnis stabilisierte.
Kommentare boten mir den schnellsten systematischen Überblick. Fand ich ein Problem, schlug ich zuerst im Kommentar nach, verstand das Normgefüge und entwickelte daraus tragfähige Argumente statt bloßer Definitionen.
Arbeite an Argumentation und Struktur, nicht an 100 Fachproblemen. Schreibe viele Originalklausuren, lerne aus Korrekturen und setze auf Systemverständnis – dann kannst du auch unbekannte Normen souverän bearbeiten.
Nach zweieinhalb Jahren Stillstand merkte ich, dass Aufgeben nach all den bereits investierten Semestern einfach keine Option mehr war. Ich sagte mir: „Zieh es jetzt durch, bring es hinter dich.“ Dieser Entschluss, nicht ohne Abschluss dazustehen, war mein größter Antrieb, das Examen doch noch anzugehen.
Mein Motto: weniger ist mehr. Im Öff-Recht nutzte ich fast ausschließlich Muckes Skript, ansonsten Kommentare – MünchKomm, Beck-Online – und kompakte Jura-Kompakt-Hefte. Ganze Lehrbücher las ich nicht; dafür fehlten Zeit und Lust.
Die Bewertungsmaßstäbe sind zu subjektiv. Erst- und Zweitkorrektor sollten blind korrigieren; weichen sie stark ab, entscheidet ein dritter Gutachter. Zudem brauchen wir Aufgaben, die Fähigkeiten prüfen statt auswendig gelerntes Spezialwissen.