“Mir gefällt die mittelständische Kanzlei sehr gut, weil man hier auch Privatpersonen und nicht nur Unternehmen berät.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Mich faszinierte von Beginn an, wie Recht unseren Staat strukturiert. Jura verbindet Sprache, Politik und Systemdenken – alles Themen, die mir lagen, ohne naturwissenschaftlich sein zu müssen. Schon im Alltag merke ich, dass ich Diskussionen besser einordnen und Regeln hinterfragen kann. Dieses intellektuelle Werkzeug wollte ich unbedingt beherrschen.
An der Humboldt-Uni fühlte ich mich in der riesigen Masse verloren, viele Schulfreunde blieben meine Komfortzone. In Frankfurt bot die Goethe-Uni einen echten Campus, mehr Luft zum Atmen und eine kompakte Stadtstruktur. Der Ortswechsel zwang mich, offener zu werden und gab mir das Gefühl, wirklich anzukommen – fachlich wie privat.
Ich wollte Mandanten selbst beraten, externe Fälle akquirieren und mich später spezialisieren können. Als Unternehmensjuristin wäre ich intern gebunden, im Staatsdienst zu sehr fremdbestimmt. Die Vorstellung, eigenverantwortlich Lösungen zu entwickeln und unmittelbares Feedback von Mandanten zu bekommen, überzeugte mich, den Anwaltsweg einzuschlagen.
Nach intensiver Zeit bei einer Großkanzlei merkte ich in der Wahlstation, dass ich näher an Menschen arbeiten möchte. Bei BÜSING MÜFFELMANN & THEYE berate ich sowohl Unternehmen als auch Individualpersonen, darf früh Verantwortung übernehmen und sehe unmittelbar, wie mein Rat wirkt. Der persönliche Umgang und flache Hierarchien gaben den Ausschlag.
Medizinrecht ist Querschnitt pur: Arzthaftung, ärztliches Berufs- und Zulassungsrecht, Gesellschafts- und Strafrecht greifen ineinander. Ich arbeite mit Ärzten, Kammern und KVen, verhandle Praxisübernahmen oder verteidige im Medizinstrafrecht. Die Breite hält mich geistig fit, und die Schicksale der Beteiligten zeigen unmittelbar, warum präzises Arbeiten zählt.
Die Humboldt-Uni bietet Pracht, aber keinen Campus; nach Vorlesungen zerstreuen sich alle in eine teure Innenstadt. Frankfurt hat Grünflächen, fünf Mensen und kurze Wege – man bleibt auf dem Campus, lernt leichter Kommilitonen kennen und die Stadt ist kompakt. Dadurch entsteht mehr Gemeinschaft und Spontaneität.