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Karriere-Timeline

🚀 Karriereweg von Michael Dorner

Fragen & Antworten

19:02–19:44

Welche Herausforderungen siehst du bei KI-Regulierung?

Datenschutzrecht schützt das Individuum. Bei KI geht es darum, Vertrauen in eine neue Technologie zu schaffen. Regulierung soll klare Leitplanken setzen: Welche Daten nutzt das System? Wie verhindern wir Diskriminierung? Wenn diese Fragen sauber beantwortet sind, entsteht Akzeptanz – deshalb befürworte ich eine risikobasierte, innovationsfreundliche KI-Gesetzgebung.

08:00–08:35

Weshalb wähltest du die Kanzleikarriere statt Richteramt?

Nach zwei Jahren Grundlagenforschung wollte ich „ins echte Leben“. Die Kanzlei bot mir die größte Freiheit, Themen selbst auszubauen und Mandanten unmittelbar zu begleiten. Im Richter- oder Verwaltungsdienst hätte ich diese Gestaltungsräume nicht gesehen. Deshalb entschied ich mich bewusst für den anwaltlichen Berufsweg.

03:08–03:26

Wie entdecktest du dein Interesse am IT- und IP-Recht?

Ich bin immer der Neugier gefolgt. IP fand ich spannend, weil vieles noch unberührt war. Im Referendariat rutschte ich zufällig in ein IT-Mandat – und merkte, dass das neue Fragen aufwirft, die noch niemand gelöst hatte. Diese Kombination aus Technik und ungeklärtem Recht hat mich endgültig gepackt.

30:04–30:53

Welches Skillset empfiehlst du heutigen Referendar:innen?

Beherrsche die juristischen Grundlagen, aber lerne, Prozesse und Daten zu strukturieren. Wer versteht, wie Large-Language-Modelle funktionieren, kann sie als Co-Pilot einsetzen und Routinearbeiten automatisieren. Investiere also in Tech-Affinität, Prompt-Design und ökonomisches Denken – dann bleibt dir mehr Raum für kreative, strategische Rechtsberatung.

02:05–02:30

Warum hast du dich ursprünglich für das Jurastudium entschieden?

Noch vor dem Studium hatte ich keinen Plan. Auf einem Informationstag sagte ein Dozent, Jura sei ideal für Menschen, die gern lesen und nachdenken. Das klang nach Freiheit statt Festlegung. Genau dieses offene, geistige Arbeiten hat mich überzeugt, in München mit dem Jurastudium zu beginnen.

09:16–09:36

Warum bist du später ins Unternehmen gewechselt?

Nach acht Kanzleijahren stand die Partnerfrage an. Gleichzeitig bot mir ein Tech-Konzern die Chance, den digitalen Wandel von innen zu gestalten. Die Aussicht, Projekte von der ersten Idee bis zur Umsetzung zu begleiten, statt nur punktuell zu beraten, war ausschlaggebend – ich wechselte ins Unternehmen.