Partner
Arbeitgeber in Folgen: Oppenhoff & Partner Rechtsanwälte Steuerberater mbB
“Als Anwalt ist das Wichtigste: Man ist Dienstleister und nicht nur Berater im materiellen Recht.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Im ersten Gespräch mit meinem jetzigen Partner hat es einfach menschlich gefunkt. Wir redeten drei Stunden, lachten viel und merkten, dass wir ähnlich ticken. Dieser Personal-Match wog für mich mehr als jeder Kanzleiname. Deshalb wechselte ich 2019 zu Oppenhoff & Partner Rechtsanwälte Steuerberater mbB und bin geblieben.
Die Idee entstand buchstäblich bei einem Weizenbier in der A-See-Mensa. Wir fragten uns, wie man eigentlich BGH-Anwalt wird. Weil niemand es erklären konnte, griff ich das Thema auf, sezierte das Wahlverfahren und machte daraus meine Dissertation. Ein spontaner Impuls wurde so zur vertieften Analyse der Singularzulassung.
Ich binde Nachwuchs ab Tag eins in Mandate ein. Doppel-VB ist schön, wichtiger sind Neugier, Verlässlichkeit und Teamgeist. Wer Excel öffnen, sauber recherchieren und Fragen stellen kann, bekommt hier echte Gesellschaftsverträge oder M&A-Tasks. Wir verstecken niemanden – wer ein Jahr bleibt, kann danach selbständig eine GmbH gründen.
Deals werden heute in Tabellen und Slides erklärt. Ob Optionskalkulation, Structure-Chart oder Closing-Präsentation – ohne Excel-Formeln und PowerPoint-Gruppierungen fehlt ein entscheidendes Handwerkszeug. Juristische Argumente müssen verständlich visualisiert und mit belastbaren Zahlen unterlegt werden. Wer diese Tools beherrscht, ist im Team sofort produktiv.
Gesellschaftsrecht heißt nicht nur Satzungslektüre. Ich begleite Konzernverschmelzungen, Start-up-Verträge, streitige Gesellschafterversammlungen und Mid-Cap-M&A-Deals. Oft verschmelzen Corporate, Steuer-, Arbeits- oder Immobilienrecht, sodass jeder Tag anders aussieht. Diese thematische Breite und das strategische Mitgestalten ganzer Unternehmensstrukturen halten das Fach für mich lebendig.
Der Fall zeigte, wie weit Service gehen kann. Ein kuwaitisches Family Office wollte einen seltenen Porsche. Ich flog nach Berlin, prüfte Fahrzeug, Händler und Vertrag, verhandelte den Preis und organisierte die Verschiffung. Für mich war das Corporate-Law im Mini-Format: Due Diligence, Vertragsgestaltung und Projektmanagement – nur eben mit 300 PS auf Rädern.