Regina Fock

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Karriere-Timeline

21.08.2023Podcast-Episode

IMR177 - IMR177: Bau eines neuen Stadtteils, Buntes Vergaberecht, Öffentlicher Dienst

Teilnahme am IMR Jurapodcast

Bei: Stadt Köln
🚀 Karriereweg von Regina Fock

Fragen & Antworten

14:27–14:58

Was reizt dich an der Arbeit für die öffentliche Hand?

Ich spreche die Verwaltungssprache und mag pragmatische Lösungen. Bei der Stadt Köln begleite ich Projekte, die man später anfassen kann – neue Schulen, ganze Stadtteile. Statt abstrakter Deals profitiere ich unmittelbar von dem, was vor meiner Haustür entsteht, und sehe, wie mein juristischer Beitrag die Lebensqualität vor Ort verbessert.

05:38–05:59

Welche Rolle spielen Nachhaltigkeitskriterien in euren Ausschreibungen?

Preis ist nur eine Komponente. Wir gewichten heute auch CO₂-Bilanz, faire Arbeitsbedingungen und Qualität. Wichtig ist Transparenz: Die Bieter sollen exakt erkennen, welche Nachweise für Klimaschutz oder Soziales Punkte bringen. So finden wir das wirtschaftlichste, nicht bloß billigste Angebot und verankern Klimaziele direkt im Beschaffungsprozess.

21:00–21:21

Wie funktioniert das Kompetenzteam Schulbau konkret?

Wir bündeln Vergabe- und Baurechtler in einem cross-funktionalen Team. Ich ebne den verfahrensrechtlichen Weg, meine Baurechtskollegin gestaltet Vertrag und Technik. Gemeinsam begleiten wir jede Schule von der EU-Bekanntmachung bis zum Zuschlag. So können in wenigen Jahren rund fünfzig neue Gebäude entstehen – ein Kanzlei-ähnlicher Ansatz innerhalb der Verwaltung.

17:49–17:59

Welche Vorteile bot dir die Verbeamtung?

Die Verbeamtung gab mir ein hohes Maß an Sicherheit – gerade in unsicheren Zeiten ein ruhiger Hafen. Gleichzeitig gewährt sie mir Freiraum, Prozesse anzustoßen und Teams zu führen, ohne dauernden Akquise- oder Stunden-Druck. Das passt perfekt zu meinem Wunsch, langfristig Verantwortung für kommunale Projekte zu übernehmen.

35:31–36:13

Welche Juristin inspiriert dich besonders?

Dr. Jasper von Heuking. Sie hat das Vergaberecht in Deutschland maßgeblich aufgebaut, führt eine führende Praxis und hat gleichzeitig vier Kinder großgezogen. Ihre Energie, fachliche Tiefe und ihr Mut, neue Wege zu gehen, zeigen mir jeden Tag, dass anspruchsvolle Mandate und Familienleben sich nicht ausschließen müssen.

01:41–01:58

Wie bist du speziell zum Vergaberecht gekommen?

Während des Referendariats rutschte ich zufällig in eine Vergabe-Praxis. Zwei sympathische Kollegen erklärten mir, dass hier dauerhafte Nachfrage herrsche und man Projekte von Autobahn bis Schulbau begleiten könne. Ich probierte es aus, merkte, wie sehr mir die Mischung aus Wirtschafts-, Europa- und Verwaltungsrecht liegt, und bin seitdem der Nische treu geblieben.