Simon Schuster

Simon Schuster

Associate

Arbeitgeber in Folgen: Kanzlei Günther Schuster

In Episoden mit Simon suchen

Episoden

Karriere-Timeline

1.08.2022Podcast-Episode

IMR133 - IMR133: Anwalt im Verwaltungsrecht, Umweltrecht, Bürgerbeteiligung und Bauwagenplätze

Teilnahme am IMR Jurapodcast

Bei: Kanzlei Günther Schuster
🚀 Karriereweg von Simon Schuster

Fragen & Antworten

36:45–38:30

Wie verbindest du Engagement und anwaltliche Objektivität?

Ich teile oft die Anliegen meiner Mandanten, bleibe jedoch ihr juristischer Schutzschild. Ich ordne Emotionen, benenne Risiken und sage auch klar: „Hier verlieren wir wahrscheinlich.“ So bewahre ich die Unabhängigkeit des Organs der Rechtspflege und verhüte riskante Don-Quijote-Strategien.

18:30–19:50

Wie gestaltest du Kooperation mit Behörden pragmatisch?

Nach einem ablehnenden Bescheid sichere ich Fristen, lege Widerspruch ein und suche das Gespräch. Mit Gutachten zeige ich rechtlich saubere Alternativen und erläutere, warum unser Weg zulässig ist. Überzeugt die Argumentation, wird aus Konfrontation Kooperation – ganz ohne Absprachen jenseits des Rechts.

20:40–24:05

Wie unterstützt du alternative Wohnprojekte juristisch?

Bei Wohn- oder Wagenplatz-Initiativen starte ich oft mit aufsuchender Beratung. Gemeinsam prüfen wir Bebauungs­pläne, Artenschutz und Grundstücksfragen. Dann übersetze ich ihre Ideen in rechtlich tragfähige Konzepte – etwa indem ich Bauwagen als WG-Zimmer analogisiere. Im Team mit Architektin und Stadtplaner begleite ich den Genehmigungs­prozess und baue bürokratische Hürden ab.

12:40–14:00

Warum sollten Mandanten frühzeitig Rechtsrat suchen?

Bauvorhaben sind lang und komplex. Wer mich schon bei der ersten Idee einbindet, vermeidet Fehlkäufe – etwa Grundstücke in Natura-2000-Gebieten – und spart kostspielige Umwege. Frühzeitige Beratung definiert realistische Ziele, strukturiert Anträge strategisch und verhindert, dass man später vor einer unüberwindbaren Wand steht.

31:50–33:15

Welche Lernkurve prägt die ersten Berufsjahre?

Die Anfangsjahre bedeuteten über fünfzig Stunden pro Woche. Alles ist neu – von beglaubigten Abschriften bis Fristen­kontrolle. Mit jeder Akte wächst die Routine: Ich erkenne schneller die entscheidenden 20 Seiten eines 80-seitigen Plansatzes. Der Aufwand pro Fall sinkt, die Fallzahl steigt – harte Jahre, die sich lohnen.

33:55–34:20

Dein Tipp für Studierende, die ins Baurecht wollen?

Suche dir früh echte Fälle: Moot Courts, Bürger­initiativen oder Planungs­werkstätten. Dort erlebst du Beteiligungs­verfahren, Aktenstrukturen und Mandanten­kommunikation hautnah. Diese Praxis macht das Fach anschaulich, schärft dein Argumentations­geschick und verschafft dir schon im Examen einen echten Vorsprung.