“Ich glaube sehr daran, dass man verhandeln lernen kann und es ist wichtig, die wahren Interessen der Mandanten und der Gegenseite zu verstehen, um bessere Lösungen zu finden.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Als Anwalt arbeite ich im Team, entwickle Strategien und darf parteiisch für Mandanten kämpfen. Richter- oder Staatsanwaltsrollen wären mir zu einseitig – zu viel Einsamkeit, zu viel Welt in Grau. Ich genieße die Abwechslung, den direkten Mandantenkontakt und die Möglichkeit, kreativ Lösungen auszuhandeln.
Während meines LL.M. in London belegte ich einen Kurs zu „Analytical Methods for Lawyers“. Dort lernte ich verhaltenswissenschaftliche Verhandlungstheorien kennen. Zurück in Berlin entwickelte ich daraus eigene Workshops und unterrichtete später sogar Marc. Seitdem begleitet mich Verhandlungsmanagement täglich in Mandaten.
Ich beginne stets mit der Frage: „Warum?“ Statt Positionen diskutiere ich Interessen. Wenn ich verstehe, was beiden Seiten wirklich wichtig ist, kann ich Optionen schaffen, die Mehrwert für alle liefern – wie bei der berühmten Orange, Saft für den einen, Schale für den anderen.
Ich analysiere zuerst die Rollen, Interessen und Beschlussregeln. Gibt es einen gangbaren Weg zur Zusammenarbeit, moderiere ich ihn. Ist eine Person zum Bremsklotz geworden, organisiere ich sauber den Austritt oder Ausschluss – idealerweise außergerichtlich, notfalls über Beschlussanfechtungsklagen und gerichtliche Vergleiche.
Je früher, desto besser. Sobald Beschlüsse gefallen, Fristen laufen oder Fronten sich verhärten, explodiert die Komplexität. Kommen Mandanten erst nach der Eskalation, stapeln sich parallele Klagen. Wer mich vorher einschaltet, kann oft elegante, kostenschonende Lösungen ohne Gericht finden.
Ich achte auf belegbare Exzellenz – gern Prädikat, aber auch Moot Courts oder Veröffentlichungen. Ebenso wichtig sind Leidenschaft für den Anwaltsberuf und eine Portion Humor. Wer fachlich stark ist, offen kommuniziert und dabei menschlich bleibt, passt hervorragend zu uns.