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Karriere-Timeline

🚀 Karriereweg von Veronika Keller-Engels

Fragen & Antworten

00:53–01:35

Warum entschieden Sie sich für das Jurastudium?

Nach dem Abitur suchte ich ein Fach, das gesellschaftliche Realität mit analytischem Denken verbindet. Durch meinen Vater, einen Familienrichter, kannte ich bereits spannende Alltagsbezüge. Jura versprach intellektuelle Breite und vielfältige Berufsperspektiven – genau diese Mischung überzeugte mich. Trotz aller Anstrengung habe ich die Wahl nie bereut.

01:11–01:18

Welche Rolle spielte Ihr Vater bei dieser Entscheidung?

Mein Vater zeigte mir früh, wie Recht Lebensgeschichten gestaltet, verbot mir aber jede Festlegung auf den Staatsdienst. Er riet, alle Wege offen zu halten. Diese Freiheit ließ mich neugierig bleiben und hat später sowohl Anwalts- als auch Behördenoptionen gleichberechtigt erscheinen lassen.

02:24–02:50

Was fasziniert Sie besonders am Strafrecht?

Strafrecht vereint menschliche Geschichten, Psychologie und zentrale Wertefragen. Ermittlungen unter dem Legalitätsprinzip verlangen Objektivität: ich suche Belastendes wie Entlastendes, arbeite eng mit Polizei und Gerichten. Diese Dynamik, kombiniert mit ethischer Tiefe, macht das Strafrecht für mich unvergleichlich spannend.

03:01–03:17

Weshalb wählten Sie zunächst die Staatsanwaltschaft?

Das Ministerium bot mir eine Stelle in Ingolstadt an – ich griff zu, weil Staatsanwältinnen eigenständig ermitteln, vor Gericht auftreten und zugleich perspektivisch in den Richterdienst wechseln können. So blieb meine berufliche Zukunft offen und zugleich hochbeweglich.

07:46–09:00

Wie reagieren Sie auf Vorurteile über den Staatsdienst?

Ich entgegne: kaum eine Laufbahn ist vielseitiger. Innerhalb eines Systems kann ich zwischen Straf-, Zivil-, Verwaltungsrecht, Ministerium oder internationalen Einsätzen wechseln und jederzeit zurückkehren. Diese Flexibilität übertrifft oft die Spezialisierung in der Privatwirtschaft – Langeweile kommt da nicht auf.

09:59–12:51

Wie haben Abordnungen Ihre Karriere beeinflusst?

Jede Abordnung öffnete neue Welten: Terrorismusverfahren beim Generalbundesanwalt, Grundrechtsdogmatik in Karlsruhe, internationale Zusammenarbeit bei Eurojust oder Brüssel. Ich meldete mich einfach, wenn mich etwas reizte. So wuchs mein Netzwerk, fachliche Breite und das Vertrauen, unbekannte Themen rasch zu beherrschen.