Willy Kleinoth

Willy Kleinoth

Legal Engineer

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Karriere-Timeline

🚀 Karriereweg von Willy Kleinoth

Fragen & Antworten

03:00–03:04

Dein Rat für Studierende mit Legal-Tech-Ambitionen?

Bleib neugierig und kombiniere Jura früh mit Technik oder BWL. Nimm Coding-Kurse, hospitiere in Innovation-Teams und hab Mut zu alternativen Pfaden. Mein MBA liefert mir Werkzeuge, die Uni-Jura nicht bietet – diese Breite macht dich für Kanzleien und Start-ups gleichermaßen wertvoll.

09:30–09:53

Wie identifizierst du mögliche Effizienzgewinne im Kanzleialltag?

Wir fragen zuerst: Wo entsteht Zeit, die keine Mandatswertschöpfung bietet? Dann kartieren wir Workstreams, formulieren Hypothesen zu Technik- oder Methodeneinsatz und testen sie in kleinen Piloten. So sehen wir früh, ob ein Tool wirklich Stunden spart oder nur glänzt.

09:50–10:30

Was bringt dir das VUCA-Framework im Legal-Tech-Kontext?

VUCA erinnert mich daran, dass Prognosen bei KI unsicher sind. Ich fahre deshalb auf Sicht: aktuelle Fakten sammeln, Annahmen offenlegen, schnell nachjustieren. Das Framework strukturiert die Unsicherheit und verhindert teure Vollgasprojekte in die falsche Richtung.

11:02–12:21

Welche Daten sammelt ihr, um KI-Nutzen zu belegen?

Wir messen jeden Due-Diligence-Schritt mit und ohne KI: Zeitstempel, Review-Qualität, Nachbearbeitungsaufwand. Diese Daten fließen in unseren Datensee. Per A-B-Test und Regressionsanalyse skalieren wir Ergebnisse auf Praxisgruppen. So kann ich der Partnerin konkret zeigen, dass Tool X im Fonds-Workflow 27 % spart, im Energy-M&A aber kaum hilft.

13:10–13:54

Wie arbeitet euer interner Bot ChatterGT genau?

ChatterGT läuft auf eigenen Servern, nutzt ausschließlich unsere Daten und hat 2023 rund 11 000 Prompts verarbeitet. Anwälte schicken Verträge, Recherchefragen oder Social-Media-Entwürfe hinein. Der Bot fasst, entwirft und strukturiert Inhalte, drückt vor allem Non-Billables massiv – ohne dass Kanzleidaten nach außen wandern.

14:20–14:38

Wo erzielt ihr aktuell die größten KI-Effizienzgewinne?

Bei Property-Due-Diligence. Nachdem wir die durchgestrichenen Stellen in Grundbuchauszügen geschwärzt haben, liest ChatterGT die Dokumente und erzeugt automatisch Findings. Damit sind wir rund 35 % schneller als ohne KI – ein Gewinn, den Mandanten sofort spüren.