“Innovation hat viel mit Kultur zu tun: Es geht darum, Menschen zu verstehen und individuelle Lösungen bereitzustellen, denn "One-Size-Fits-All" funktioniert in Kanzleien nicht.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Bleib neugierig und kombiniere Jura früh mit Technik oder BWL. Nimm Coding-Kurse, hospitiere in Innovation-Teams und hab Mut zu alternativen Pfaden. Mein MBA liefert mir Werkzeuge, die Uni-Jura nicht bietet – diese Breite macht dich für Kanzleien und Start-ups gleichermaßen wertvoll.
Wir fragen zuerst: Wo entsteht Zeit, die keine Mandatswertschöpfung bietet? Dann kartieren wir Workstreams, formulieren Hypothesen zu Technik- oder Methodeneinsatz und testen sie in kleinen Piloten. So sehen wir früh, ob ein Tool wirklich Stunden spart oder nur glänzt.
VUCA erinnert mich daran, dass Prognosen bei KI unsicher sind. Ich fahre deshalb auf Sicht: aktuelle Fakten sammeln, Annahmen offenlegen, schnell nachjustieren. Das Framework strukturiert die Unsicherheit und verhindert teure Vollgasprojekte in die falsche Richtung.
Wir messen jeden Due-Diligence-Schritt mit und ohne KI: Zeitstempel, Review-Qualität, Nachbearbeitungsaufwand. Diese Daten fließen in unseren Datensee. Per A-B-Test und Regressionsanalyse skalieren wir Ergebnisse auf Praxisgruppen. So kann ich der Partnerin konkret zeigen, dass Tool X im Fonds-Workflow 27 % spart, im Energy-M&A aber kaum hilft.
ChatterGT läuft auf eigenen Servern, nutzt ausschließlich unsere Daten und hat 2023 rund 11 000 Prompts verarbeitet. Anwälte schicken Verträge, Recherchefragen oder Social-Media-Entwürfe hinein. Der Bot fasst, entwirft und strukturiert Inhalte, drückt vor allem Non-Billables massiv – ohne dass Kanzleidaten nach außen wandern.
Bei Property-Due-Diligence. Nachdem wir die durchgestrichenen Stellen in Grundbuchauszügen geschwärzt haben, liest ChatterGT die Dokumente und erzeugt automatisch Findings. Damit sind wir rund 35 % schneller als ohne KI – ein Gewinn, den Mandanten sofort spüren.