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Karriere-Timeline

🚀 Karriereweg von Christiane Hoffbauer

Fragen & Antworten

03:42–03:55

Reicht Examenswissen für Commercial-Praxis?

Materiell ja. Das nötige Rüstzeug – AT BGB, Schuldrecht, Handelsrecht – bringen Absolventinnen mit. Lernen muss man „nur“ die Verpackung: Sachverhalte eigenständig ermitteln, die richtigen Fragen stellen und die Ergebnisse adressatengerecht aufbereiten, sei es als Bullet Points für die Geschäftsführung oder als ausführliches Memo für In-House-Juristinnen.

03:20–03:35

Was unterscheidet Commercial von Corporate/M&A?

Corporate/M&A befasst sich mit Gesellschaftsstruktur und Unternehmenskäufen. Commercial meint schlicht Vertrags- und Handelsrecht: Einkaufs-, Liefer-, Vertriebs- oder Kooperationsverträge, also all das, womit ein Unternehmen täglich Geld verdient. Juristisch arbeite ich hier vor allem mit allgemeinem und besonderem Schuldrecht sowie Handelsrecht – dem Stoff, den jeder Examensteilnehmer kennt.

05:00–05:15

Beispielhaft: Handelsvertreter- oder Vertragshändlervertrag?

Kommt ein Mandant mit dem Wunsch „Handelsvertretervertrag“, frage ich: Vermittelt er nur oder verkauft er auf eigene Rechnung? Stellt sich heraus, dass er Ware ankauft und weiterverkauft, braucht er keinen Handelsvertreter-, sondern einen Vertragshändlervertrag. Das Gespräch klärt also zuerst das Geschäftsmodell, danach wähle ich das passende rechtliche Korsett.

25:05–25:45

Welche Eigenschaften erwartest du von neuen Kolleginnen?

Neben soliden Examina zählen für uns Teamfähigkeit, authentische Kommunikation und Neugier. Wer locker auftritt, mandantenorientiert denkt und Spaß an Technik sowie Legal-Tech-Projekten hat, passt hervorragend. Gute Englischkenntnisse und der Wille, eigenständig qualitativ hochwertige Arbeit abzuliefern, runden das Profil ab – dann kann man bei uns schnell Verantwortung übernehmen.

11:44–12:20

Warum bevorzugen Mandanten Mediationen zunehmend?

Viele sind frustriert über jahrelange Gerichtsverfahren. In unserer großen Lieferketten-Mediation konnten die Parteien gemeinsam eine technische wie wirtschaftliche Lösung entwickeln – etwas, was kein Richter zusprechen könnte. Gleichzeitig ermöglicht die Vertraulichkeit, Geschäftsbeziehungen fortzusetzen. Der Wunsch nach schneller, kooperativer Klärung und funktionsfähigen Lieferketten treibt daher die Nachfrage klar nach oben.

09:27–09:56

Was reizt dich an vielfältigen Mandantenbranchen?

Unser Portfolio reicht vom hundertköpfigen Mittelständler bis zum DAX-Konzern. Dadurch sehe ich täglich neue Produkte, Märkte und Krisen – Lieferkettenengpässe, Energiepreise, Digitalisierungsdruck. Ich erkenne Branchentrends früh und kann Best-Practices übertragen. Diese Nähe zum „Puls“ des Geschäfts macht meinen Beruf abwechslungsreich und zeigt unmittelbar, welchen Einfluss juristischer Rat wirtschaftlich hat.