“KI ersetzt höchstens die Anwälte, die KI nicht nutzen. Je umfassender gebildet ein Jurist ist, desto besser kann er KI einsetzen und desto besser wird das Ergebnis sein.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Als Mitglied unseres AI-Committees teste ich neue Modelle, entwickle Use-Cases und schule Kollegen. KI übernimmt repetitive Analysen, liefert Entwürfe, die wir fachlich veredeln. So steigern wir Effizienz, achten dabei strikt auf Mandatsgeheimnisse und regulatorische Leitplanken des AI-Act.
Ich wollte beraten, gestalten und international arbeiten – nicht in starre Strukturen eingepasst sein. Unternehmerisches Denken kenne ich aus der Familie, Freiheit bedeutet mir viel. Eine Großkanzlei bietet Systeme, aber eben auch Spielräume, Mandate aufzubauen und eigene Ideen umzusetzen.
Produkt- und Markenpiraterie ist oft organisierte Kriminalität. Ich kann meine strafrechtliche Ausbildung nutzen, um neben zivilen Verfügungen auch Strafanzeigen, Hausdurchsuchungen und Einziehungsbeschlüsse zu gestalten. Diese hybride Strategie schützt Marken effektiver und ermöglicht Mandanten sogar Vermögensrückgewinnung.
Mandanten erwarten ganzheitliche Lösungen. Ich ergänze juristische Dogmatik mit Politikwissenschaft, Psychologie und Soziologie. Dadurch erkenne ich Hintergründe eines Konflikts schneller und kann Strategien entwickeln, die über reine Paragraphenreiterei hinausgehen – gerade im modernen Marken- und Technologierecht unverzichtbar.
Das Referendariat lieferte mir Praxis und verfeinerte meine Forschungsfragen. Mit echten Verfahrenseindrücken konnte ich in Freiburg eine Vergleichsstudie zum europäischen Strafrecht schreiben, die nicht nur dogmatisch war, sondern konkrete Probleme der Gerichte aufgriff. So wurde die Doktorarbeit substanz- und praxisnäher.
Ich schrieb jede Probeklausur, saß diszipliniert täglich in der Bibliothek, aber gönnte mir Ausgleich – etwa Politikwissenschaft und Arbeit in einer Kanzlei. Der Wechsel der Perspektive hält den Kopf frisch und erinnert daran, wofür man das Examen überhaupt macht.