Teilnahme am IMR Jurapodcast
Ich kam vom Ostseedorf nach Hamburg, weil ich etwas Handfestes wollte. Zahlen lagen mir, der Mathe-Leistungskurs hatte Spaß gemacht und der Steuerberater meiner Eltern fuhr Porsche – das zeigte mir, dass man mit Steuern Karriere machen kann. Die Ausbildung bot mir zugleich Sicherheit und den Einstieg in eine spannende Fachwelt.
Ein Operateur wollte atmungsaktive Unterwäsche als Berufskleidung absetzen. Klingt kreativ, scheitert aber, weil private Mitveranlassung reicht, um den Abzug zu versagen. Der Fall zeigt: Alles mit erkennbarem Privatbezug – Urlaubsreisen, Kleidung – bleibt draußen, selbst wenn berufliche Gründe angeführt werden.
Meine Mandanten sind grenzüberschreitend tätig. Der Zusatzlehrgang vertieft DBA-Regeln, Betriebsstättenbesteuerung und Verrechnungspreise. Mit Prüfung und Praxisnachweisen signalisiere ich: Ich kann Doppelbesteuerung vermeiden und internationale Strukturen rechtssicher gestalten – weit mehr als das Grundexamen allein vermittelt.
Ich male jede Variante an die Flipchart, simuliere Zahlen und bespreche sie mit dem laufenden Berater. Erfahrung liefert Abkürzungen, aber ich starte bewusst bei null, um ungewöhnliche Lösungen zu entdecken. Am Ende muss das Konzept in Bilanz, Erklärung und Betriebsprüfung standhalten.
Mandanten wissen nur ihre eigenen Kennzahlen. Weil ich viele Abschlüsse sehe, kann ich Vergleiche ziehen: Umsatzrendite, Eigenkapitalquote, Prozesskosten. Ich gebe ihnen ehrliches Feedback, ob sie über oder unter Branchenschnitt liegen und zeige Optimierungspotenzial – echte Beratung jenseits der Steuererklärung.
Nach der Ausbildung kannst du bleiben, Fachwirt werden und später das Examen schreiben. Ich selbst habe erst Bachelor BWL, dann einen steuerrechtlich geprägten LL.M. gemacht, zwei Jahre Praxis gesammelt und bin so ins Examen gegangen. Studium ist kein Muss – Berufspraxis plus Fachwirt reichen ebenfalls.