“Es ist gut, seine eigenen Interessen und Stärken zu kennen und Chancen mutig zu ergreifen, auch wenn sie nicht immer offensichtlich sind. So entfaltet sich echte Karriereentwicklung.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Konstanz war traumhaft, aber sehr klein. In Bonn bekam ich eine traditionsreiche, größere Fakultät, zentral zwischen West- und Norddeutschland gelegen. Dort fand ich mehr Kommiliton:innen, Spezialvorlesungen – und schlicht mehr Stadtleben, ohne gleich nach Köln pendeln zu müssen.
Bei beiden Rollen zählt der mündliche Auftritt. Wie in einer Hauptverhandlung argumentiere ich im Arbeitsgericht spontan, reagiere auf Zeug:innen und stelle Anträge. Dieses direkte Überzeugen vor Publikum hat mich schon im Referendariat an der Staatsanwaltschaft fasziniert – jetzt lebe ich es im Arbeitsrecht aus.
Ich nutzte jede Lücke: erst recherchieren, dann täglich anderthalb Seiten schreiben – egal wie perfekt. Während eines 9-to-5-Secondments in London hatte ich abends freie Zeit. Nach 18 Monaten war die Diss fertig, weil ich Konsistenz wichtiger fand als Eleganz.
London gab mir einen strukturierten Arbeitstag, internationale Mandate und gleichzeitig freie Abende. Dort begann ich die Dissertation und sammelte Erfahrungen in einem globalen Umfeld – ein wertvoller Booster für Fachwissen und Selbstorganisation.
Noten sind Einstiegskriterium, aber entscheidend ist Motivation. Wer schon in Sport, Politik oder Projekten Initiative gezeigt hat, bringt Kreativität ins Mandat. Jura kann man lernen – Leidenschaft und Ideenreichtum müssen Bewerber:innen mitbringen.
Auf der Digital-X-Messe ließ ich mir einen Mikrochip implantieren. Viele zögerten, ich sah eine perfekte Fallstudie für meine Datenschutz-Promotion und spätere KI-Vorträge. Der Chip zeigte, dass ich Technik nicht nur bespreche, sondern ausprobiere – eine Entscheidung, die meine Glaubwürdigkeit enorm gestärkt hat.