“Praxiseinblicke sind extrem wichtig. In der Ausbildung habe ich oft erst verstanden, warum Vorlesungsinhalte in der Praxis wichtig sind, wenn ich sie anwenden konnte. Das hat mir sehr geholfen.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
In der Beratung entwerfe ich vorab mehrere steuerliche Szenarien, modelliere Cash-Flows und verhindere unnötige Belastungen, bevor sie entstehen. Die Verwaltung schaut rückwärts; ich gestalte vorwärts. Diese kreative Komponente, gepaart mit juristischer Präzision, macht für mich den besonderen Reiz des Berufes aus.
Als Referendar durfte ich an Formulierungsvorschlägen für Gesetzesänderungen mitschreiben. Dabei sah ich, wie Rechtsprechungslücken politisch bewertet und sprachlich geschlossen werden. Dieser Einblick in den legislativen Prozess hat meinen Blick auf das Zusammenspiel von Recht, Politik und Praxis geschärft – Wissen, das ich heute in jeder Mandatsberatung nutze.
Neugier, Sorgfalt und Freude an Verantwortung. Wer hier startet, recherchiert nicht nur, sondern diskutiert Optionen mit Mandanten, erstellt Memoranden und präsentiert Ergebnisse im Call. Gute Grundlagen im Steuer- oder Gesellschaftsrecht, sicheres Englisch und Teamgeist zählen für mich mehr als perfekte Noten.
Das Umwandlungssteuerrecht verknüpft mehrere Steuerarten auf engstem Raum. Ein Einbringungsvorgang kann hohe stille Reserven auslösen – oder bei geschickter Strukturierung völlig steuerneutral bleiben. Die technische Tiefe und strategische Bedeutung für Unternehmensverkäufe machen das Gebiet zur Königsdisziplin: Wer hier sicher navigiert, schafft Mandanten messbaren Mehrwert.
Ich wollte nach dem Abitur möglichst schnell Verantwortung übernehmen und gleichzeitig tief in das Steuerrecht eintauchen. Die duale Ausbildung zum Diplom-Finanzwirt bot mir genau das: Vorlesungsblöcke kombiniert mit echten Fällen im Finanzamt. Außerdem gab mir der öffentliche Dienst früh finanzielle Unabhängigkeit und Sicherheit – eine attraktive Basis, um das Fach von Grund auf praktisch kennenzulernen.
Meine Kanzlei stellte mich drei Monate frei. In dieser Zeit absolvierte ich einen Präsenzkurs, schrieb täglich Probeklausuren und wiederholte Randgebiete wie Arbeitnehmerbesteuerung. Entscheidend war, Klausurtechnik statt Gutachtenstil zu trainieren und ein strenges Zeitschema einzuhalten. So konnte ich Berufserfahrung und Prüfungsvorbereitung erfolgreich verbinden.