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Arbeitgeber in Folgen: FPS Rechtsanwaltsgesellschaft mbH & Co. KG
“Jura war wie bei so vielen eine Verlegenheitsentscheidung - doch ich habe es keinen Tag bereut.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Im Gerichtssaal zählt der Moment. Nach Schriftverkehr steht man Gegner und Richter:in direkt gegenüber, muss live reagieren. Diese Konfrontation, das unvorhersehbare Element, liefert Adrenalin und Bestätigung, die reine Vertragsarbeit so nicht bieten kann.
Tempo ist Mandantenkapital. Ein Bauprozess dauerte 22 Jahre – Beteiligte wechselten, Erinnerungen verblassten. Ich wünsche mir mutigere richterliche Verfahrenslenkung und frühe Hinweise, damit Anwälte Ressourcen bündeln statt endlose Schriftsätze produzieren.
Ich konnte weder Mathe noch reine Sprachwissenschaft begeistern. Jura war zunächst eine pragmatische Verlegenheitswahl. Eine zufällig zweistellige Probeklausur zeigte mir jedoch Talent und Spaß an juristischer Argumentation. Ab diesem Moment wusste ich: Das Fach passt zu mir, hier kann ich Leistung und Interesse verbinden.
Nach dem Freischuss wollte ich sprichwörtlich „vom Gas“. Die Weltreise brachte Abstand, danach arbeitete ich an der LMU und begann die Promotion bei Professor Huber. So sammelte ich Praxis, Einkommen und akademischen Fortschritt zugleich.
Seit 2019 begleite ich das Start-up: Grundstückskauf, Gemeindeverträge, Nachbarschaftsabsprachen, Gastro-Joint-Venture, Energielieferung aus einer PV-Anlage. Commercial-, Immobilien- und Energierecht greifen ineinander. Großartig ist das Ergebnis, wenn man später an den Wellen vorbeifährt und denkt: „Das habe ich mitgebaut.“
Noten öffnen die Tür, doch im Gespräch zählen Engagement und Weitblick. Wer Fragen stellt, proaktiv Lösungen skizziert und schon den nächsten Schritt antizipiert, passt perfekt. Ich möchte Kolleg:innen, die mitdenken, nicht nur Ergebnisse abliefern.