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  • IMR008: Unternehmensjurist und Bankrecht | Interview In-House Counsel
    IMR008: Unternehmensjurist und Bankrecht | Interview In-House Counsel
    Bank- und KapitalmarktrechtM&A / GesellschaftsrechtInsolvenzrechtLitigation & Dispute ResolutionComplianceIT-Recht

    Man sollte flexibel und offen für neue Bereiche sein, neugierig bleiben und nicht zu früh spezialisieren, denn Recht ändert sich ständig und man weiß nie, wie man sich selbst entwickelt.

Karriere-Timeline

17.07.2018Podcast-Episode

IMR8 - IMR008: Unternehmensjurist und Bankrecht | Interview In-House Counsel

Teilnahme am IMR Jurapodcast

Bei: Unicredit Bank
🚀 Karriereweg von Alexandra Gelmroth

Fragen & Antworten

01:51–02:23

Stefan, warum hast du dich für die Bank entschieden?

Ich wollte nach dem Referendariat etwas Breiteres als reines Gesellschaftsrecht. Die Stellenausschreibung versprach vielfältige Mandate, und im Vorstellungsgespräch zeigte mir mein späterer Chef, wie viele Rechtsgebiete und Projektrollen es hier gibt. Die Mischung aus Litigation, wirtschaftlicher Verantwortung und Münchner Standort hat mich sofort überzeugt.

08:26–09:18

Alexandra, was macht euren Arbeitsalltag besonders abwechslungsreich?

Kein Tag gleicht dem anderen. Zwischen schnellen Telefonantworten, mehrjährigen Großverfahren und konzernweiten Projekten springe ich ständig die Rollen. Manchmal entwickle ich unsere IT-Tools, manchmal plane ich Brexit-Folgen oder erkläre Vertriebs-Kollegen Prozessrisiken. Diese Mischung aus Recht, Technologie und Business hält mich permanent wach und neugierig.

20:55–21:24

Alexandra, wie erlebst du Bezahlung und Work-Life-Balance?

Das Gehalt liegt unter Top-Kanzleien, aber das Gesamtpaket stimmt: Tarifvertrag, Gleitzeit, weniger Fremdsteuerung, Sportclub und Altersvorsorge. Meist bleibe ich bei 40 Wochenstunden; Spitzen lassen sich planen. Für mich ist das die perfekte Balance zwischen fachlicher Herausforderung und einem Privatleben, das wirklich stattfindet.

28:59–29:21

Stefan, weshalb empfiehlst du ein Auslandssemester?

Englisch wird im Konzernalltag ständig gebraucht. Ein Auslandssemester – idealerweise im englischsprachigen Raum – senkt die Hemmschwelle, Verträge, Meetings und Mails souverän zu führen. Außerdem sammelst du interkulturelle Erfahrungen, die später bei internationalen Projekten Gold wert sind. Nutze die Studienzeit, solange du noch flexibel bist.

27:51–28:21

Alexandra, dein wichtigster Karriere-Rat für Studierende?

Spezialisiere dich nicht zu früh. Rechte und Märkte ändern sich schneller, als du denkst. Folge deiner Neugier, suche Arbeitgeber, bei denen viel gearbeitet und gelernt wird, und beurteilt den ersten Job nicht nur nach Bruttogehalt. Begeisterung und Lernkurve zahlen sich langfristig mehr aus.

05:28–06:00

Stefan, worin unterscheidet sich Inhouse-Beratung von Kanzleiarbeit?

Als Externer verkaufe ich Gutachten; als Inhouse-Jurist liefere ich Entscheidungsgrundlagen. Ich sitze mit den Fachabteilungen an einem Tisch, übersetze Recht in kaufmännische Sprache und koordiniere externe Kanzleien. Die wirtschaftliche Perspektive ist stärker, die rechtliche Prüfung bleibt tief, aber das Memo darf oft nur ‚Ja‘ oder ‚Nein‘ sein.