“Erfolgreiche Akquise läuft immer über die Persönlichkeit und persönliche Empfehlungen. Wenn man gute juristische Arbeit liefert und das Mandantensprachlich übersetzt, gewinnt man Mandate.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Wir denken standortübergreifend. Jedes neue Mandat prüfen wir darauf, ob ein gemischtes Team aus Berlin und Köln sinnvoll ist. Cloud-basiertes Dokumentenmanagement, Videokonferenzen und schnelle Zug- bzw. Flugverbindungen machen Distanz nebensächlich. Wir wechseln uns mit Besuchen ab und stellen sicher, dass Mandanten die bestpassende Expertise bekommen, egal wo die betreffende Person sitzt.
Als Einzelkämpfer fehlte mir der unmittelbare Austausch mit anderen klugen Köpfen. In der Partnerschaft profitieren wir gegenseitig von Spezialwissen, teilen Verantwortung und können größere, internationale Mandate stemmen. Juristische Exzellenz entsteht oft erst, wenn verschiedene Perspektiven zusammenkommen – allein hätte ich das nie in dieser Tiefe erreicht, und administrativ hat Wachstum auch Vorteile bei der Lastenteilung.
Vertragsauslegung gelingt nur, wenn ich die ökonomischen Mechanismen hinter dem Geschäft verstehe. Welche Margen, Risiken oder Logistikzwänge prägen die Branche? Erst damit kann ich überzeugend argumentieren, warum eine Klausel im Sinne meines Mandanten auszulegen ist. Dieses Interesse an Business-Modellen ist keine nette Beigabe, sondern Teil juristischer Qualität – ohne das bleibt die Beratung akademisch und wenig wirksam.
Ein Beispiel: Wir vertraten einen deutschen Distributor gegen einen französischen Markenhersteller nach Ende ihrer langjährigen Partnerschaft. Streitpunkte waren Provisionen und der Handelsvertreter-Ausgleichsanspruch (§ 89b HGB). Vor dem ICC-Schiedsgericht in Paris, Verfahrenssprache Englisch, französisches Recht plus EU-Richtlinie, erstritten wir eine hohe Kompensation. Solche internationalen Liefer-, Vertriebs- oder Anlagenbauverträge prägen meinen forensischen Alltag.
Liefere verlässlich exzellente Arbeit, antworte schnell und übersetze juristische Komplexität in die Sprache des Mandanten. Plane nicht jede Karriereetappe minutiös; Chancen entstehen oft unerwartet. Halte deshalb Augen und Netzwerk offen, kultiviere Persönlichkeit und Empathie – das schafft Vertrauen, auf dem Mandate und Partnerschaften wachsen.
Der internationale Aspekt liegt oft nicht in der anzuwendenden Norm, sondern in den Beteiligten. Wenn ein US-Unternehmen in Deutschland ein Grundstück kauft, beraten wir nach BGB, müssen aber angelsächsische Erwartungen erklären: Notarzwang, Grundbuch, Steuern. Gleiches gilt umgekehrt für deutsche Mandanten im Ausland. Wir sind also Übersetzer zwischen Rechtssystemen, Kulturen und wirtschaftlichen Interessen – rechtlich, sprachlich und strategisch.