Carina Wirtz

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Associate

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Karriere-Timeline

🚀 Karriereweg von Carina Wirtz

Fragen & Antworten

05:35–07:20

Welche Lehren zogst du aus dem Klausurenkorrigieren?

Mir fiel auf, dass gute Arbeiten einen klaren roten Faden besitzen. Zulässigkeit wird knapp, Problemstellen ausführlich behandelt. Seitdem schreibe ich selbst so: prägnant beim Standard, ausführlich bei Schwierigkeiten. Außerdem verstand ich, wie relativ bewertet wird – ein enormer Vorteil, wenn man selbst vor dem Gutachter sitzt.

05:10–06:10

Welche Rolle spielten Tutorien für deine Examensvorbereitung?

Als Tutorin musste ich Fälle didaktisch aufbereiten. Dadurch lernte ich, wie man Stoff strukturiert erklärt. Gleichzeitig korrigierte ich Klausuren und sah, welche Lösungen wirklich Punkte bringen. Dieses ständige Perspektivwechseln – erklären, korrigieren, verbessern – war das beste Training für meine eigenen Examensklausuren.

21:20–22:30

Wie gehst du vor bei Kündigungen schwerbehinderter Mitarbeitender?

Erst beantrage ich beim Integrationsamt die Zustimmung – ein vorgeschaltetes Verwaltungsverfahren. Ich belege, dass Kündigungsgrund und Behinderung nichts miteinander zu tun haben. Ohne positiven Bescheid ist jede ordentliche oder außerordentliche Kündigung unwirksam. Diese zusätzliche Ebene verlangt exaktes Sachverhalts-Mapping und intensive Kommunikation mit Behörden.

10:00–10:45

Was gefiel dir am Referendariat besonders?

Das Rotationsprinzip: alle paar Monate ein neues Rechtsgebiet, neue Ausbilder, neue Eindrücke. Wäre das Gehalt höher und gäbe es kein zweites Examen, hätte ich es fünf Jahre gemacht. Besonders am kleinen Landgericht Hanau profitierte ich von intensiver, persönlicher Betreuung – ein echter Ausbildungsluxus.

14:50–15:35

Warum hast du dich für die Kanzlei entschieden?

Ein Freund schwärmte vom Frankfurter Arbeitsrechts-Team bei Bird & Bird. Nach einem Kennenlernen war klar: Hier arbeite ich international, bleibe aber im Menschen-zentrierten Arbeitsrecht. Die Teamkultur passte, die Mandate ebenfalls. Fünf Jahre später weiß ich: Die Entscheidung war goldrichtig.

16:30–17:30

Was reizt dich an internationaler Mandatsarbeit?

Ich berate häufig ausländische Muttergesellschaften ohne deutschen In-House-Counsel. Da muss ich deutsches Recht verständlich machen, aber auch kulturelle Unterschiede einpreisen. Feiertage, Urlaubsansprüche, Betriebsratsrechte – Dinge, die für uns selbstverständlich sind, überraschen etwa französische oder US-Manager. Diese Übersetzerrolle zwischen Rechtsordnungen macht den Job enorm spannend.