“Ich träume eigentlich von einer Welt, in der wir Juristen gar nicht mehr brauchen”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Ich habe mein Studium als Freelancer in der Medienbranche finanziert und Videos hinter der Kamera produziert. Zudem habe ich an der Uni Jura für Nicht-Juristen unterrichtet. Diese Kombination aus kreativer Arbeit und didaktischer Wissensvermittlung hat mir gezeigt, dass ich Menschen helfen möchte, ihre Rechte besser zu verstehen und diese auch praktisch durchzusetzen.
Unsere Mission ist es zu zeigen, dass Jura nicht nur aus Verboten besteht, sondern Rechte verleiht und Möglichkeiten schafft. Wir erklären komplexe Sachverhalte so, dass junge Leute sie in ihrem Alltag anwenden können, wie etwa das Recht auf Akteneinsicht nach dem Abitur. Wir haben Jura studiert, damit unsere Zuschauer es nicht selbst tun müssen.
Ich habe die romantische Vorstellung einer Welt, in der Juristen gar nicht mehr gebraucht werden. Wenn alle Menschen und Unternehmen genau wissen, was rechtens ist und was nicht, gäbe es weniger Raum für bewusste Ausnutzung oder unfaire Gewinnmaximierung auf Kosten anderer. Mein Ziel ist es, durch Information mehr Gerechtigkeit und Frieden in der Gesellschaft zu schaffen.
Inhalte bringen nur dann etwas, wenn sie auch gesehen werden. Da wir eine junge Zielgruppe erreichen wollen, müssen wir den Content oft unterhaltsam verpacken, etwa durch ein Selbstexperiment zum Kreditkartenbetrug. Virales Potenzial hilft uns, Reichweite zu generieren, wobei wir gesellschaftlich relevante Themen auch dann besetzen, wenn sie mal nicht den klassischen Algorithmus-Kriterien entsprechen.
Da unser Content sachlich und nicht rein persönlich ist, nehme ich Hate Speech nicht zu nah an mich heran. Ich versuche eher, eine empathische Perspektive einzunehmen; wer fremde Menschen im Netz beschimpft, tut mir fast leid. Solange es keine ernsthaften Straftaten sind, ist mir die negative Meinung einzelner Personen über mich als „Besserwisser“ meistens egal.
Es ist problematisch, dass LLMs oft sehr überzeugend wirkende Kommentare mit erfundenen Gerichtsurteilen generieren. Wenn solche Falschbehauptungen viele Likes erhalten, müssen wir mühsam jedes einzelne angebliche Urteil recherchieren und widerlegen, um die Korrektheit unseres Kanals zu wahren. Das ist besonders anstrengend, da Nutzer selten in unsere sorgfältig aufbereiteten Quellenapparate unter den Videos schauen.