“Ownership heißt, Verantwortung zu übernehmen und eine E-Mail so zu schreiben, dass man sie direkt an den Mandanten schicken kann. So zeigt man echtes Engagement und trägt Verantwortung.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Ich wollte eine Marke, die unabhängig von einzelnen Partnernamen bleibt. Darum beauftragten wir eine Agentur mit A-Namen, damit wir alphabetisch stets oben erscheinen. „ARQIS“ klang international, löste in keiner Sprache peinliche Assoziationen aus und passt zu unserem Logo – eine Brücke, weil wir Geschäftspartner sowie Deutschland und Japan verbinden. So bleibt die Kanzlei zukunftsfähig, selbst wenn Gründer ausscheiden.
Als Big Law Boutique kombinieren wir den Qualitäts- und Ressourcenanspruch einer Großkanzlei mit der Fokussierung einer Spezialboutique. Wir treten nur in ausgewählten Bereichen auf, liefern dort jedoch Spitzenberatung wie eine internationale Full-Service-Einheit – schnell, präzise und partnernah. Mandanten erhalten so die Tiefe, aber ohne den Overhead klassischer Großkanzleien.
Shigeo rief über einen Headhunter an und sagte: „Du kannst hier dein ARQIS bauen.“ Diese unternehmerische Freiheit, kombiniert mit einer familiären Atmosphäre und bereits exzellenter Plattform, überzeugte mich. Trotz Corona zeigte er mir das Büro per Video-Rundgang im Regen. Ich spürte sofort: Hier kann ich mein öffentliches Wirtschaftsrecht eigenständig entwickeln.
Ich begann allein, schrieb einen detaillierten Businessplan und zeigte, dass Green-Deal-Regulierung jahrzehntelang Beratung braucht. Dadurch gewann ich Ressourcen und stellte konsequent alle sechs Monate neue Kolleginnen ein. Heute sind wir neun Anwält:innen plus zehn Wissenschaftliche, beraten regulierte Industrien, Energieprojekte und liefern Transaktions-Add-ons, die perfekt zu unseren M&A-Teams passen.
Als Partner denke ich in Zahlen: Pipeline, Marge, Investitionen. Beratung endet nicht beim Gutachten, sondern bei einer klaren, umsetzbaren Empfehlung. Wir schreiben Businesspläne, gestalten Marketingtexte, akquirieren Mandate persönlich und liefern Antworten in Transaktionsgeschwindigkeit. Wer hier arbeitet, ist Jurist UND Unternehmer – Zug zum Tor zählt mehr als professorale Abhandlungen.
„Fokus“ ist Programm: Eine Gruppe wird nur gegründet, wenn wir dort absolute Exzellenz garantieren. Japan-Desk, HR-Law, Data, Regulatory oder Transactions bündeln jeweils mehrere Fachgebiete, arbeiten aber eng zusammen. So bleiben wir schlank, interdisziplinär und vermeiden das Vollsortiment einer Großkanzlei, ohne auf Tiefe zu verzichten.