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Karriere-Timeline

🚀 Karriereweg von Julian Leucht

Fragen & Antworten

00:55–02:10

Hannah, warum fiel deine Studienwahl letztlich auf Jura?

Ich liebte Naturwissenschaften, trotzdem suchte ich ein solides Handwerk. Jura bot mir genau das: eine Technik, mit der ich komplexe Probleme strukturiert löse, aber später fast jeden Weg einschlagen kann. Dieses Zusammenspiel aus methodischer Klarheit und beruflicher Offenheit überzeugte mich, obwohl BWL und Biologie noch auf dem Zettel standen.

02:50–04:00

Julian, was brachte dich von Journalismus endgültig zur Anwaltei?

Der Journalistenausbilder riet mir, über das zu schreiben, was man wirklich versteht. Also begann ich Jura – erst als Hintergrund für Texte. Mit jedem Semester merkte ich, dass mir die Materie selbst mehr Spaß macht als das Schreiben darüber. Nach dem Examen wollte ich anwenden, nicht nur berichten. So blieb ich Anwalt und ließ den ehemaligen Traum los.

02:20–03:00

Welche Rolle spielte dein naturwissenschaftlicher Hintergrund, Hannah?

Mein Physik- und Matheleistungskurs hat mir analytisches Denken beigebracht. Beim Vertrags- oder Kartellrecht profitiere ich davon täglich: Ich zerlege Sachverhalte wie Versuchsaufbauten, prüfe Hypothesen und beweise sie mit Normen statt Formeln. Die Präzision aus Naturwissenschaften hat mein juristisches Arbeiten also nachhaltig geprägt.

07:30–08:30

Was reizt euch beide am unternehmerischen Aspekt der Anwaltsarbeit?

Wir führen nicht nur Fälle, wir führen auch ein Geschäft. Mandanten akquirieren, Honorare kalkulieren, Teams organisieren – das gibt uns Gestaltungsfreiheit, die ein Richteramt so nicht bietet. Gleichzeitig erleben wir unmittelbar, wie rechtliche Beratung wirtschaftliche Entscheidungen beeinflusst. Diese Mischung aus Juristerei und Entrepreneurship macht den Beruf für uns besonders spannend.

14:55–17:15

Hannah, wie läuft eine Internal Investigation praktisch ab?

Sobald der Anruf kommt, stelle ich ein multidisziplinäres Team zusammen, fahre zum Mandanten und sichere Daten sowie Dokumente. Wir interviewen Mitarbeitende – den Schlüsselzeugen stets zuletzt, um vorher Widersprüche zu kennen. Wirtschaftsprüfer strukturieren Zahlen, wir Juristen bewerten Risiken straf-, steuer- und verwaltungsrechtlich. Abschließend präsentiere ich Maßnahmen, um Sachverhalt, Behördenkontakt und Reputation zu steuern.

21:25–22:05

Julian, warum ist Hamburg fürs Presserecht so bedeutend?

Hier sitzen mit Zeit und Spiegel zwei Leitmedien, dazu zahlreiche Verlagshäuser. Die Gerichte verfügen deshalb über hochspezialisierte Pressekammern. Diese geballte Medien- und Rechtsexpertise zieht Mandate an und macht Hamburg zu einem strategischen Standort für presserechtliche Auseinandersetzungen.