Paul Schrader

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Karriere-Timeline

🚀 Karriereweg von Paul Schrader

Fragen & Antworten

22:20–23:20

Wie entwickelte sich deine Kunstkarriere neben der Kanzlei?

Durch die geregelten Kanzlei-Abende hatte ich plötzlich Freizeit, kaufte Leinwand – ohne Plan. Ein Freund kaufte das erste Bild, eine Galeristin das Gesamtpaket: Erste Ausstellung, nach vier Tagen ausverkauft. Bald folgten weitere Shows, ich reduzierte auf 80 %, schließlich kündigte ich.

10:09–10:29

Warum passte Strafrichter nicht zu dir?

In der Strafkammer sah ich menschliche Abgründe aus nächster Nähe. Mir ging das zu nah; abends bekam ich die Fälle nicht aus dem Kopf. Ich merkte, dass ich Distanz brauche, um professionell zu bleiben – also suchte ich mir ein anderes Feld.

19:22–20:12

Weshalb gefiel dir Litigation im Baurecht besonders?

Gerichtsverfahren kombinieren Strategie und Psychologie. Viele Bau-Streitigkeiten starten mit einem simplen Missverständnis und eskalieren per E-Mail-Pingpong. Ich mochte es, Parteien an einen Tisch zu holen, sachlich zu verhandeln und Lösungen zu entwickeln, statt nur Paragraphen zu schleudern.

05:25–06:00

Was zog dich speziell zum Kartellrecht hin?

Professor Bornkamm begeisterte mich in Freiburg; wir durften sogar echte BGH-Fälle vorab lösen. Entscheidender war aber Caro im Schwimmbad: „Kartellrecht ist überschaubar und lernbar.“ Das klang pragmatisch, also wählte ich es als Schwerpunkt – und blieb bis zur Dissertation dabei.

04:22–05:07

Worum ging deine Promotion im Kartellrecht?

Ich verglich Artikel 102 AEUV mit US-Case-Law. Kernfrage: Wie kann geistiges Eigentum marktbeherrschende Stellungen schaffen und wann rechtfertigen Zwangslizenzen deren Aufbrechen? Anderthalb intensive Jahre am Max-Planck-Institut; danach verstand ich Macht, Märkte und Monopole sehr viel besser.

06:29–06:42

Welche Rolle spielten Kommilitonen für deinen Erfolg?

Ohne Flurfunk geht gar nichts. In Freiburg dockte ich mich direkt an lernwillige Mitstreiter an, tauschte Skripte und Tipps. Diese Netzwerke gaben Struktur, Motivation – und manchmal sogar Sitznachbarn, die zufällig Töchter meiner Hamburger Schulleiterin waren. So klein ist die Jurawelt.