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Karriere-Timeline

4.09.2023Podcast-Episode

IMR178 - IMR178: Ref-Station in Washington, White Collar Crime, Pro-Bono Mandat Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Teilnahme am IMR Jurapodcast

Bei: CLIFFORD CHANCE Partnerschaft mbB
🚀 Karriereweg von Alexander Suttor

Fragen & Antworten

00:42–01:10

Warum entschiedest du dich letztlich für Freiburg?

Ich schwankte zwischen München und Freiburg, fragte spontan meinen alten Studienleiter und bekam ohne Zögern die Empfehlung „Freiburg!“. Dieses Bauchgefühl, kombiniert mit der Lebensqualität und dem starken strafrechtlichen Schwerpunkt dort, hat den Ausschlag gegeben. Rückblickend war es goldrichtig: kleine Wege, exzellente Professoren und ein Umfeld, in dem ich mich sofort zuhause fühlte.

01:54–03:38

Was brachte dir dein Erasmus-Jahr in Padua?

Das Jahr hat mir Selbstorganisation und interkulturelle Kompetenz geschenkt. Plötzlich musste ich Vorlesungen auf Italienisch meistern, mich allein durch Behörden kämpfen und ein neues Rechtssystem erkunden. Neben sechs ECTS in „English Legal Terminology“ habe ich gelernt, wie bereichernd ein Perspektivwechsel ist – fachlich wie menschlich. Wer die Chance hat, sollte unbedingt gehen!

13:46–14:15

Wie half dir Kanzlei-Netzwerken beim Karriereeinstieg?

Schon als Wissenschaftlicher Mitarbeiter entstand ein echtes Freundesnetz: gemeinsame Burgerabende, Fotos an der Bürowand, offene Türen. Als der Associate-Vertrag anstand, musste ich nichts abwägen – ich wollte schlicht weiter mit genau diesen Leuten arbeiten. Kultur schlägt Excel-Liste.

06:58–08:30

Wie bist du ins Wirtschaftsstrafrecht hineingerutscht?

Eigentlich suchte ich nur einen bezahlten Nebenjob für die Verbesserungsversuche. Ich schrieb einen Rundbrief an alle Großkanzleien, wurde zu „White-Collar“ eingeladen – ohne zu wissen, was das heißt – und merkte nach wenigen Wochen: Das macht richtig Spaß! Aus dem vermeintlichen Lückenfüller wurde meine Leidenschaft und letztlich mein berufliches Zuhause.

06:28–06:50

Warum wähltest du Frankfurt fürs Referendariat?

In Frankfurt bekomme ich als Strafrechtler andere Fälle als in Freiburg. Statt Wein-Fest-Delikten begleite ich Tötungsdelikte oder komplexe Terrorverfahren. Dieses Praxislevel – plus die Großkanzleistruktur – versprach maximale Lernkurve und spannende Stationen, etwa bei der Staatsanwaltschaft für Kapitaldelikte.

28:27–29:10

Welche Lehren ziehst du aus dem Koblenz-Prozess?

Der Völkerstrafprozess zeigte, wie deutsches Verfahrensrecht globale Gerechtigkeit schaffen kann. Anderthalb Jahre, 110 Verhandlungstage – solide Organisation war alles. Ich habe gelernt, komplexe Sachverhalte verständlich aufzubereiten und interdisziplinäre Teams zu führen. Dieses Projekt hat meine juristische Präzision und mein Verantwortungsbewusstsein enorm geschärft.