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Karriere-Timeline

17.10.2022Podcast-Episode

IMR141 - IMR141: Leiter des Legal Teams, GFF, Verfassungsbeschwerde, Freiheitsrechte, Autor als Jurist

Teilnahme am IMR Jurapodcast

Bei: Gesellschaft für Freiheitsrechte
🚀 Karriereweg von Bijan Moini

Fragen & Antworten

01:45–02:03

Was reizt dich an strategischer Prozessführung?

Mich fasziniert, dass ich mit einem einzigen, gut geplanten Verfahren ganze Normen verändern kann. Statt nur Einzelfälle zu lösen, schaffen wir Präzedenz, der Tausende schützt. Dabei kombiniere ich dogmatische Präzision mit politischem Instinkt – eine Mischung, die jedes Examenstraining schärft und mir täglich Sinn gibt.

11:39–11:42

Was schätzt du besonders an deinem Team?

Bei uns arbeiten Idealistinnen mit exzellentem Handwerk. Alle brennen für Grundrechte, unterstützen sich kollegial und diskutieren offen. Diese Haltung sorgt für hohe fachliche Qualität und gleichzeitig eine Atmosphäre, in der Arbeit Spaß macht – ein Luxus, der jede Überstunde rechtfertigt.

17:13–18:47

Welche Gefahren birgt Palantir für Grundrechte?

Die Software verknüpft riesige Datensätze und erstellt Verdachtsprofile schon zur Vorfeld-Prävention. Damit geraten Unbeteiligte, Zeug*innen oder sogar Anwält*innen ins Raster. In NRW fehlt jede Schwelle wie konkrete Gefahr. Massenhafte Analyse plus niedrige Eingriffsschwelle bedrohen informationelle Selbstbestimmung und Unschuldsvermutung.

29:17–31:19

Wie verbindest du Jura mit Romanautorschaft?

Beim Schreiben kann ich gesellschaftliche Überwachungsfragen literarisch zuspitzen; die Recherche wiederum vertieft mein juristisches Verständnis. Ich arbeite in intensiven Phasen, fast wie beim Verfassen einer ausführlichen Klageschrift. So befruchten sich kreative und juristische Tätigkeit gegenseitig – und halten meinen Kopf wach.

05:19–05:51

Wie findet ihr passende Klägerinnen und Kläger?

Entweder Betroffene oder ihre Anwältinnen schreiben uns direkt, unser Netzwerk meldet Missstände, oder wir spüren selbst verfassungswidrige Gesetze auf. Dann suchen wir Menschen, deren Lebenssachverhalt ideal zum Normenkontroll-Ziel passt. So entsteht eine juristisch saubere Fallkonstellation, die das Gericht nicht ignorieren kann.

02:57–03:21

Weshalb war das BND-Verfahren wegweisend?

Wir haben erstmals erreicht, dass Ausland-Ausland-Überwachung des BND an Grundrechte gebunden ist. Das Bundesverfassungsgericht hat dem Gesetz Grundzüge diktiert. Für mich zeigt das: Sorgfältige Beweisführung plus mutige Kläger können selbst Geheimdienste disziplinieren – ein motivierendes Signal für alle Verfassungsfreunde.