“If you want to be relevant in the legal world of the future, invest in technical competency. It's a cheat code to be at the big table and can make all the difference in your career.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Micro-Products sind fokussierte Tools, die ein enges Mandatsproblem lösen – etwa ein KI-gestützter Schadenskalkulator. Sie koppeln Beratung und Software, skalieren mäßig, aber binden Mandanten stark. Wer als Erster liefert, besetzt den Markt; nachfolgen wird deutlich teurer.
Der Michigan-PhD gab mir das quantitative Werkzeug: Statistik, Programmierung, Machine-Learning. Damit konnte ich Gerichtsentscheidungen vermessen und später KI-Modelle evaluieren. Ohne diese Ausbildung wäre ich noch heute auf bloße Argumentation beschränkt. Die Doppelqualifikation öffnete Türen in Forschung, Bucerius Law School und Beratungspraxis gleichermaßen.
Neben BGB und ZPO brauchst du Datenkompetenz: Prompten, Python, Statistik, Modellverständnis. Damit bringst du Wissen an den Tisch, das selbst erfahrene Partner oft nicht besitzen – ein Karriere-Cheatcode. Nutze die Studienzeit, denn später wird dafür kaum noch Luft sein.
Routine-Tasks wie Dokumentensichtung verschwinden, doch Streitigkeiten, Deals und Cybervorfälle wachsen. Wer flexibel bleibt, gewinnt neue Aufgaben statt zu verlieren. Gesellschaftlich wird niemand um verlorene Juristen trauern; also liegt es an uns, uns weiterzuentwickeln und Relevanz zu behalten.
Denke unternehmerisch, halte deinen Informationskanal breit und sei lernbereit. Wer Trends früh erkennt, baut Kompetenzen auf, bevor sie Mainstream werden. Starre Spezialisierung ohne Blick aufs Umfeld führt 2035 in die Sackgasse.
Anfangs war ChatGPT ein Datenschredder – Mandatsinformationen landeten im Trainingsset. Inzwischen gibt es abgeschottete, reasoning-fähige Modelle, die Werkzeuge orchestrieren und Mandatsdaten sicher verarbeiten. Damit kommen wir von bloßer Textergänzung zu echtem Wissensarbeit-Support. Kurz: Die Technik ist noch nicht perfekt, aber endlich kanzleitauglich.