Niklas Andree

Dr. Niklas Andree

Senior / Principal Associate

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Karriere-Timeline

Fragen & Antworten

13:40–14:15

Was faszinierte dich in der Cyber Law Clinic?

In der Cyber Law Clinic arbeiteten wir mit Künstlerinnen, die KI-Algorithmen nutzten. Plötzlich stellte sich praktisch die Frage, wem KI-erzeugte Kunst gehört. Dieses "Cutting-Edge-Gefühl" – Recht dort anzuwenden, wo Lehrbücher enden – hat mich bis heute begeistert.

15:10–16:50

Warum hast du nach dem LLM noch promoviert?

Ich wollte flexibler forschen und Kartellrecht vertiefen. Bei Professor Podszun in Düsseldorf untersuchte ich Innovationswettbewerb in der Fusionskontrolle. Zwei Jahre eigenständige Arbeit, viel Economics und ein Thema, das Praxis und Theorie verbindet – die Promotion ergänzte meinen LLM perfekt und schärfte mein Profil.

17:40–18:20

Wie lief dein erster Arbeitstag mit einer Dawn Raid ab?

Ich stand beim Mandanten, als die EU-Kommission um sieben Uhr auftauchte. Wir prüften den Durchsuchungsbeschluss, erklärten Mitarbeitenden ihre Rechte und achteten strikt auf Legal Professional Privilege. Kartellrecht pur – handfester kann man nicht einsteigen.

25:15–26:30

Welche Kernaufgaben hast du in der Fusionskontrolle?

Wir prüfen präventiv, ob eine Transaktion den Wettbewerb beeinträchtigt: Anmeldepflichten weltweit klären, relevante Märkte definieren, Marktanteile analysieren, mit Behörden verhandeln. Oft koordinieren wir zehn oder mehr Jurisdiktionen parallel, damit ein Deal rechtzeitig freigegeben wird.

05:20–06:10

Was reizte dich besonders am LLM-Programm in Harvard?

Ich wollte bewusst ins englischsprachige Ausland, in ein Umfeld mit Studierenden aus 70 Nationen. Harvard bot Spitzenkurse im Kartellrecht, exzellente Netzwerke und die Chance, meinen juristischen Horizont fernab des deutschen Systems zu erweitern – akademisch wie kulturell ein echter Neustart.

06:20–07:15

Wie hast du die Zusage von Harvard erhalten?

Mein starkes erstes Examen, das Platz­ziffern­zeugnis und mein kartellrechtlicher Fokus überzeugten die Auswahlkommission. Weil kaum andere Deutsche Competition Law wählten, passte ich perfekt in ihren Länder- und Fachproporz. Etwas Glück war dabei, aber Noten, Essays und Timing machten den Unterschied.