“Jedes Bauvorhaben ist anders, weshalb es insbesondere auch auf Branchenkenntnisse ankommt.”
Teilnahme am IMR Jurapodcast
Als Anwältin komme ich viel früher in die Sachverhalte, kann kreativ Lösungen entwickeln und interdisziplinär gestalten. Statt nur zu entscheiden, forme ich gemeinsam mit Ingenieuren, Gutachtern und Mandanten die Projekte – das bietet mir mehr Vielfalt und Einflussmöglichkeiten als das Richteramt es könnte.
Ganz klar Professor Dietrich Wahl in Freiburg. Seine lebendige Art, Umweltrecht mit politischen Zusammenhängen und aktuellen Fällen zu verknüpfen, hat mich geprägt. Er förderte mich wissenschaftlich, öffnete Netzwerke und zeigte mir, dass öffentlich-rechtliche Themen höchst praxisrelevant sein können.
In der Umweltrechtsvorlesung bei Professor Wahl spürte ich sofort Begeisterung. Gleichzeitig half ich in einer kleinen Kanzlei bei Genehmigungen und sah, wie sich Recht, Technik und Naturschutz konkret verbinden. Diese Mischung aus Praxisnähe, Gestaltungsspielraum und gesellschaftlicher Relevanz überzeugte mich dauerhaft, meine Karriere genau in diesem Rechtsgebiet aufzubauen.
Ich begleite Projekte von der ersten Skizze bis zum letztinstanzlichen Urteil. Dabei verzahnen sich juristische Detailarbeit, technische Gutachten und wirtschaftliche Strategien. Jede Anlage ist individuell; ich lerne ständig Neues und kann mit sauberer Beratung dazu beitragen, dass Industrie, Klimaschutz und Anwohnerinteressen einen tragfähigen Ausgleich finden.
Eigentlich wollte ich das Bewerbungsgespräch nur üben. Doch die Atmosphäre stimmte, mein späterer Mentor war fachlich wie menschlich überzeugend und die Kanzlei bot klare Förderung sowie Teamarbeit auf hohem Niveau. So blieb ich – zunächst geplant für ein Jahr, inzwischen bin ich Partnerin und gestalte das Dezernat mit.
Umweltrecht ist interdisziplinär. Ich arbeite täglich mit Ingenieuren, Controllern, Biologen, Behörden und Kollegen aus anderen Fachbereichen zusammen. Dieses Miteinander ermöglicht ganzheitliche Lösungen und bietet jungen Juristinnen und Juristen bei uns schnelle Lernkurven, weil sie fachübergreifend denken und verhandeln lernen.