Christian Wensing

Christian Wensing

Counsel

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Fragen & Antworten

00:25–01:05

Warum fiel deine Studienwahl letztlich auf Jura?

Ich war sprachaffin, Mathe lag mir weniger und mir gefiel der Gedanke, mit einem juristischen Abschluss vielfältige Wege zu haben. Zugleich kannte ich den Beruf aus nächster Nähe, weil mein Vater Anwalt ist. Diese Kombination aus offenem Karriere‐Spektrum und familiärer Vertrautheit gab mir das Gefühl, mit Jura beruflich solide und flexibel aufgestellt zu sein.

06:10–06:45

Welche beruflichen Vorteile brachte dir der LLM-Aufenthalt in London?

Die fachlichen Kurse waren hart, aber das Netzwerk ist Gold wert. Heute rufe ich ehemalige Kommilitoninnen in Bordeaux oder Singapur an, wenn ich lokale Counsel suche. Außerdem überzeugte flüssiges Englisch jeden Arbeitgeber – ein echtes Karriere-Asset, das ich täglich nutze.

00:50–01:02

Wie beeinflusste dein Vater deine Entscheidung?

Mein Vater führte eine eigene Kanzlei. Obwohl er nie Druck ausübte, zeigte mir sein Berufsalltag, wie spannend Mandate und Mandantenkontakt sein können. Dieses Vorbild half mir, Jura nicht als trockene Theorie, sondern als lebendige Dienstleistung zu begreifen – ein Motivationsschub, der bis heute wirkt.

01:48–02:05

Was faszinierte dich besonders am Wirtschaftsrecht?

Im Schwerpunkt merkte ich, wie eng Recht und Unternehmenspraxis verzahnt sind. Paragraphen werden dort unmittelbar zu strategischen Entscheidungen, die Geld bewegen. Diese Nähe zu realen Geschäftsmodellen, Zahlen und Transaktionen hat mich gepackt und meinen Weg ins Gesellschafts- und Kapitalmarktrecht geprägt.

04:00–04:40

Warum hast du den LLM erst nach dem Zweiten Examen gemacht?

Während meiner Wahlstation arbeitete ich erstmals überwiegend auf Englisch und merkte sprachliche Grenzen. Ein LLM in London schien ideal, um Sprache, Common-Law-Know-how und internationale Kontakte gleichzeitig aufzubauen. Nach dem Zweiten Examen konnte ich mich ohne Examensdruck voll darauf konzentrieren.

07:35–08:35

Wieso hast du deine Promotion abgebrochen?

Ich startete parallel in der Großkanzlei, heiratete, wir planten Familie – die Dissertation lief neben 60-Stunden-Wochen schlicht leer. Nach einem Jahr und 40 % Manuskript musste ich anerkennen: Qualität braucht Zeit, die ich damals nicht hatte. Vielleicht greife ich das Projekt später wieder auf.