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  • IMR090: Juristen bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin und Bogotá
    IMR090: Juristen bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin und Bogotá
    EuroparechtVölkerrechtKartellrechtVerfassungsrechtVerwaltungsrecht

    Unsere Arbeit im Rechtsstaatsprogramm ist ein Netzwerkprogramm, das demokratische, rechtsstaatliche und menschenrechtliche Werte in Lateinamerika fördert und nachhaltige Verbindung zwischen Juristen und Institutionen schafft.

Karriere-Timeline

21.06.2021Podcast-Episode

IMR90 - IMR090: Juristen bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin und Bogotá

Teilnahme am IMR Jurapodcast

Bei: Konrad-Adenauer-Stiftung
🚀 Karriereweg von Ferdinand Geringer

Fragen & Antworten

01:55–02:05

Wie wichtig sind Fremdsprachen für eure Laufbahnen?

Ohne Sprachen gäbe es unsere Karrierewege nicht. Spanisch eröffnet mir (Marie) Projekte in ganz Lateinamerika; Französisch und Englisch waren Ferdinands Türöffner für EU-Stationen. Fachliche Kompetenz wird ernst genommen, sobald man sie in der jeweiligen Landessprache vermitteln kann – erst dann entsteht echtes Vertrauen und Kooperation.

04:30–04:50

Marie, welche Schlüsselkompetenzen braucht eine Auslandskarriere?

Neben fachlicher Exzellenz zählen Neugier, kulturelle Sensibilität und belastbare Fremdsprachenkenntnisse. Vor allem aber muss man Recht mit Politik verknüpfen können, improvisationsfreudig sein und Netzwerke aktiv pflegen. Wer bereit ist, sich auf fremde Arbeitsweisen einzulassen und zugleich juristisch präzise bleibt, hat im internationalen Umfeld enorme Chancen.

14:45–15:05

Marie, was begeistert dich an eurer Netzwerkarbeit?

Wir vernetzen Studierende, Ministerien und Verfassungsgerichte von Mexiko bis Chile mit europäischen Partnern. Diese dauerhaften Beziehungen überstehen politische Wechsel und ermöglichen schnelle gemeinsame Reformprojekte. Zu sehen, wie ein Kontakt von vor zehn Jahren heute Gerichtsurteile oder Menschenrechtsfilme beeinflusst, motiviert mich enorm.

20:20–20:40

Ferdinand, was lernst du juristisch von Lateinamerika?

Ich begreife Recht inzwischen pluralistischer. Die Diskussionen über indigene Rechte, Umweltverfassungsrecht oder kreative verfassungsgerichtliche Lösungen zeigen mir Alternativen zum deutschen Dogma. Dieses ständige Rechtsvergleichende schärft mein Problembewusstsein und macht mich auch für deutsche Debatten vielseitiger.

28:15–28:45

Ferdinand, wie unterstützt ihr Referendar:innen in Bogotá praktisch?

Wir helfen bei Wohnungssuche, Stadtlogistik und nehmen die Kolleg:innen möglichst auf Dienstreisen in die Region mit. Flugkosten müssen sie selbst tragen, aber In-Country-Reisen, Hotels und fachliche Veranstaltungen finanzieren wir. So erleben sie nicht nur Büroarbeit, sondern echte Projektpraxis zwischen Gerichten, Universitäten und NGOs.

02:40–03:00

Ferdinand, was zog dich früh zum Völkerrecht?

Sprachen, Reisen und der Blick über nationale Grenzen haben mich schon in der Schule begeistert. Im deutsch-französischen Doppelstudium merkte ich, dass Völker- und Europarecht genau diese Perspektiven ins Juristische übersetzen. Dort kann ich Recht als Instrument der internationalen Verständigung erleben – das fasziniert mich bis heute und hat meine Karriereentscheidungen gelenkt.