Das Bundesverfassungsgericht ist als höchste Gerichtsbarkeit für Verfassungsfragen in Deutschland Teil der Justiz und residiert im badischen Karlsruhe. Rund 300 Mitarbeitende – darunter die 16 Richterinnen und Richter, wissenschaftliche Mitarbeitende sowie Verwaltungskräfte – sorgen dafür, dass Grundgesetz und Rechtsstaat täglich gelebt werden.
“Wer die Strukturen der Rechtfertigungsgründe kennt, hat eine Checkliste für Prüfungssituationen. Dann kann man mit einem guten Gefühl und relativer Sicherheit juristisch argumentieren.”
Die Aufgaben reichen von der Bearbeitung von Verfassungsbeschwerden über Organstreitverfahren bis hin zu wegweisenden Entscheidungen mit politischer Strahlkraft, wobei die intensive wissenschaftliche Durchdringung jedes Falls das Haus besonders auszeichnet.
Wie der Arbeitsalltag dort aussieht und welche juristischen Kniffe ihr aus erster Hand mitnehmen könnt, erfahrt ihr in unserer Podcastfolge – klickt gleich rein und hört, was Karlsruhe zu erzählen hat!
Was Hörer:innen über Bundesverfassungsgericht wissen wollten — beantwortet im Podcast. Klick auf das Play-Symbol springt direkt zur Stelle.
Richter
KennenlernenGreift der besondere Tatbestand – etwa § 251 oder 306c –, verlangt das Gesetz ausdrücklich Leichtfertigkeit. Fehlt eine solche Steigerung, springt § 18 ein; dann reicht jede Fahrlässigkeit. Prüfe also immer zuerst den BT-Wortlaut, bevor du auf § 18 zurückfällst.
ab 04:10–04:45Professor
KennenlernenHandele ich ohne Kenntnis der Rechtfertigungslage, will ich aus meiner Sicht Unrecht verwirklichen. Objektiv mag die Tat erlaubt sein, subjektiv begehe ich aber Handlungsunrecht. Um objektives und subjektives Recht zur Deckung zu bringen, fordert das Gesetz den Verteidigungs- beziehungsweise Gefahrabwendungswillen. Fehlt er, bleibt nur die Versuchsstrafbarkeit – genau dort begegnen uns dieselben dogmatischen Überlegungen.
ab 09:30–11:10WiMi
KennenlernenIch habe erst in Köln und Paris studiert, später bei Professor Dauner-Lieb promoviert und parallel am Lehrstuhl gearbeitet. Nach dem Referendariat in Köln lernte ich Professor Radtke auf einer Alumni-Veranstaltung kennen. Er schlug mir spontan vor, als wissenschaftliche Mitarbeiterin in sein Dezernat zu kommen – so fand ich direkt nach dem Assessorexamen meinen Platz am Bundesverfassungsgericht.
ab 01:48–02:14💡 Beliebte Themen: