"Ich wollte mich nie zwischen Kindern und Karriere entscheiden. Und die gute Nachricht ist: Das muss man auch nicht!"

Vereinbarkeit von Familie und Beruf | M&A | Großkanzlei

Folge 229 deines Jura-Podcasts zu Job, Karriere und Examensthemen.

Herzlich willkommen zum zweiten Teil unserer dieswöchigen Doppelfolge mit Marina Arntzen und Stefan Bruder von Ashurst! In dieser Folge sprechen wir über die privateren Teile des Anwaltsseins. Wie schafft man es, mit mehreren Kindern Karriere zu machen? Wie organisieren Marina und Stefan ihren jeweiligen Tag, damit dies klappen kann? Wie bleibt man geistig und mental bei dieser Vielzahl von Herausforderungen gesund? Antworten auf diese und viele weitere Aspekte moderner Anwaltspersönlichkeiten hört Ihr in dieser Folge Eures Jurapodcasts. Viel Spaß!

Inhalt:

  • 00:31 Recruiting Tipps in einer Kanzlei
  • 11:49 Großkanzlei und Familienleben
  • 22:15 Geistige und mentale Gesundheit
  • 27:49 Elternzeit und Elterngeld

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Transkript


Marina Arntzen 0:00:39
Ganz verschiedene Sachen. Also natürlich gibt es so irgendwelche formalen Aspekte, die man so durchguckt an Lebenslauf und dergleichen, die schaut man sich natürlich an. Was ich viel wichtiger finde, sind eigentlich die Dinge, die nicht der Standard sind. Was soll das heißen? Man bekommt oft Bewerbungen, die haben dann alle so ein nettes Standardanschreiben und da sieht man genau, das ist aus irgendeiner Vorlage entnommen oder vielleicht jetzt ChatGPT oder was auch immer. Hat wahrscheinlich jeder andere auch bekommen, kann ich auch total nachvollziehen, nehme ich so gesehen auch niemanden übel. Aber wenn man ein bisschen herausstechen will, dann gibt man sich doch ein bisschen Mühe, was man da so reinschreibt und macht es vielleicht ein bisschen persönlicher. Das finde ich schon immer gut. Noch entscheidender ist, dass man vielleicht auch mal Dinge in seinem Lebenslauf darstellt und vor allem dann auch im Bewerbungsgespräch, die gar nicht so sehr mit dem Kern Juristischen zu tun haben. Also jeder, der sich bei uns bewirbt, hat einen sehr guten juristischen Lebenslauf, hat gute Noten, hat das alles irgendwie super absolviert und so weiter. Das heißt, das ist in gewisser Weise vorausgesetzt, ohne dass ich es wieder sagen will, so einen riesen Druck zu erzeugen, aber das ist halt das, was man auf den Tisch bekommt. Das heißt, spannend ist doch, was hat die einzelne Person eigentlich darüber hinaus gemacht und warum ist das so spannend? Also erstens, weil wir arbeiten ja in einem Team zusammen und wir wollen ja herausfinden, passt jetzt die einzelne Bewerberin oder der Bewerber in unser Team, jetzt nicht im Sinne von, dass wir alle die gleichen Leute haben wollen, aber bringt die was mit, wo man denkt, boah, das passt ganz gut oder das ist vielleicht noch ein neuer Aspekt, den wir so nicht haben. Und das zweite ist auch, Anwalt sein ist ja viel, viel mehr als guter Jurist zu sein. Ja, das ist ja eine Frage der Persönlichkeit, da wächst man so rein über die Zeit, aber was man natürlich am Anfang schon mitbringt, erleichtert einem das. Ja, was bin ich eigentlich so für ein Mensch und was kann ich sonst vielleicht noch so erzählen, was über alles hinausgeht?
Marina Arntzen 0:03:38
Und ehrlicherweise war das sozusagen verhältnismäßig auch nicht so das Mega-Abitur. Ja, aber dann total gute Noten im Jurastudium, das ist ja auch immer so interessant. Da habe ich gefragt, was war denn da? Er hat erzählt, naja, das war so. Da ist ein Familienangehöriger, ich kann jetzt leider ehrlicherweise nicht mehr sagen genau wer, einfach sehr krank geworden, genau in der, ich glaube zwölften Klasse, ein Jahr vor dem Abitur. Und dann hat die Person eben ganz ehrlich gesagt, boah, ehrlicherweise mich hat das ganz schön erstmal so aus dem Bahn geworfen und dann habe ich mich wirklich ein Jahr sehr intensiv auch um die Pflege gekümmert. Und dann habe ich eigentlich erst wieder drüber angefangen nachzudenken, was will ich studieren und was studiere ich und hat dann im Jura angefangen und ist so seinen Weg gegangen. Und das ist doch von der Persönlichkeit her, wie soll ich sagen, das ist ein ganz anderer Reifegrad nochmal, ja, auch vergleich zu mir selbst, by the way, sozusagen, ja, in dem Studium und das ist doch. Oder ein ganz anderes Beispiel, da hat das Studium so ein bisschen länger gedauert, aber sonst war irgendwie alles gut und ich habe mich ein bisschen gefragt und so, ja, wie war denn das so und der hat dann ganz viel Musik gemacht und war dann auf Tour ganz in Europa und ist so rumgereist und so weiter und dann irgendwann gesagt, boah ja und dann habe ich mir irgendwann gedacht, okay, jetzt würde ich dann doch mal mein Jurastudium abschließen und dann eigentlich total gut und dann, boah, ja krass, ja, das ist doch eine super Sache eigentlich, es ist doch schön, ja, nicht jeder muss doch sagen, ich fange an und dann werde ich geboren, Kindergartenschule, Jurastudium, Großkanzlei, ja, da kann man noch ein paar andere Sachen machen. machen.
Marina Arntzen 0:05:48
Naja, es gibt halt schon noch so diese klassischen Schwellen, die man kennt, die sind schon wichtig, ja, aus verschiedenen Gründen und die stehen auch weiterhin. Also von daher, glaube ich, kann man da jetzt auch nicht sagen, hu, das ist alles gar nicht so. Ich glaube, wenn man vielleicht so einen Tipp geben möchte, wenn man sagt, gut, man hat da irgendwie so Sorgen, dann ist, glaube ich, der Tipp schon zu sagen, ganz viel kann man dadurch, also Wettmachen in Anführungszeichen jetzt ganz bewusst, wenn man sagt, schau mal, wenn ich natürlich in der Kanzlei schon mal war. Also es ist doch so, wenn man früh einsteigt und wir waren zum Beispiel beide persönlich sehr, sehr früh auch schon immer in Kanzleien, schon während des Studiums oder dann während des Referendariats als wissenschaftlicher Mitarbeiter oder wie auch immer, dann kennt man sich ja gegenseitig. Und natürlich sinkt dann vielleicht im Einzelfall auch mal so ein bisschen diese Notenanforderung, weil man weiß doch, wie diejenige oder derjenige arbeitet und kann. Und wenn es dann aus irgendwelchen Gründen in dieser Prüfung nicht so gut klappt, ja, dann ist das vielleicht so. So, aber deshalb ist der Tipp vielleicht eher andersrum. Ich weiß, das ist keine direkte Antwort auf die Frage, aber jetzt kann ich gar nicht sozusagen jetzt nicht den Kopf jetzt um die Noten zu machen, sondern zu sagen, wenn ich das denn schon weiß und das muss ja auch nicht jeder wissen, aber wenn ich sage, ich strebe das vielleicht mit an, einfach schon mal früher in die Kanzlei reinzuschnuppern, weil erstens lerne ich dann die Leute auch gut kennen. Das ist ja auch wichtig für die eigene Entscheidung. Das Team lernt einen kennen. Wie gesagt, wir haben ja schon betont, wir sind sehr, sehr teamfixiert. Und gleichzeitig sinkt dann auch so ein bisschen natürlich diese Notenanforderung in dem Sinne, dass es nicht mehr ganz so relevant ist, wenn man weiß, dass es ja.
Marc Ohrendorf 0:10:25
Ach klar.
Stefan Bruder 0:14:43
Also es ist schon mal so, was auch ich immer wichtig finde, einfach mal zu sagen ist, dass man damit klarkommen muss, dass kein Tag ist wie der andere. Also ich habe irgendwann für mich festgestellt und das war so ein befreiender Moment, dass ich einfach wusste, ich kann dir morgens nicht sagen. Was ich den ganzen Tag über machen werde, weil immer wieder etwas Unvorhergesehenes dazwischen kommt. Einmal natürlich, weil irgendwas Unvorhergesehenes mit den Kindern sein kann oder einfach mandatsbezogen, dass einfach bei der Arbeit etwas ist, was ich vorher nicht erwartet habe. Aber das ist genau das, was mir eben besonderen Spaß macht an dem Beruf. Und ich habe das für mich einfach so gemacht, dass ich, also für mich war immer schon klar, dass ich mich jetzt nicht entscheiden möchte zwischen Kindern und Karriere, sondern dass ich einfach gerne beides machen möchte oder beides versuchen möchte. Und ich habe einfach festgestellt für mich, dass ich für alles, also ich habe für alle Situationen, die so austreten können, habe ich immer schon einen Plan A, B, C oder meinetwegen auch D, sodass ich gar nicht großartig überrascht werde. Also ich weiß jeden Morgen, dass die Laune der Kinder anders sein kann. Mal ist es besonders schön und mal vielleicht auch nicht. Und bei der Arbeit ist es eben auch so, dass einfach mal ungewohnte Themen auftreten können oder ich spontane Dienstreise machen muss und dann habe ich eben für alles schon einen Plan, wie ich den lösen kann. Und das ist dann beispielsweise natürlich Plan A ist immer mein Mann, sodass wir uns versuchen, da den Rücken zu stärken und füreinander da sind. Und dann haben wir natürlich auch noch Babysitter, dann haben wir Freunde, die einspringen können und bei der Arbeit sind wir eben auch ein Team. Ja, also alles, was ich versuche zu machen, gelingt am besten im Team, wenn man Leute hat, denen man vertraut und man sich eben gegenseitig stützt. Und ich bin ja auch genauso für andere da, wenn sie mich brauchen oder wenn eben, wir hatten in der Folge davor gerade von Peak-Zeiten im M&A gesprochen. Ja, wenn ich eine Peak-Zeit habe, dann bin ich natürlich, das ist auch so ein Tipp, ich habe natürlich Prioritäten im Alltag. Ich weiß genau. Was ist oben auf der Liste, was kommt danach. Und wenn ich dann bei einer Sache bin, wie beispielsweise jetzt hier im Podcast, dann bin ich ganz hier. Dann ist mein Fokus genau hier. Und genauso mache ich es bei Mandantenthemen, bei Drafts, aber eben auch zu Hause. Das heißt, ich habe Prioritäten und bin dann, wenn ich bei einer Sache bin, genau da. Und das hilft mir sehr.
Stefan Bruder 0:16:47
Genau.
Stefan Bruder 0:19:29
Was ist überhaupt leicht und möchte man immer alles leicht haben? Also ich habe für mich, und da sind wir auch wieder bei Prioritäten und was will man selbst im Leben, du hattest eben kurz mein Buch angesprochen und ich habe da so festgestellt, als ich das geschrieben habe oder auch eher davor, es gibt ja so drei Ebenen, die wichtig sind, damit jedenfalls bei mir so die Family Work Life Balance gelingt. Und die eine Ebene ist so der Rahmen, dass man die politische und die gesellschaftliche Struktur, dass man natürlich Kinderbetreuung braucht. Ein Familienbild ist ein großes Thema. Wie ist das? Dann gibt es natürlich die Struktur jetzt speziell in den Kanzleien. Wie ist da die Kultur? Familienfreundlicher? Nein. Und wir handhaben die Kanzleien das tatsächlich von der Inside-Perspektive. Und dann gibt es natürlich die persönliche Ebene. Und man muss auf der persönlichen Ebene, muss man sich einmal ganz klar fragen und dann in der Partnerschaft, was möchte man selber? Ist man jemand, der sagt, ich möchte alles leicht? Und was ist überhaupt leicht? Ja, man muss sich einmal überlegen, was möchte man? Und bei mir war das, und das wusste ich tatsächlich erst, als ich mein erstes Kind bekommen habe, da wusste ich erst, wie gerne ich Mutter bin. Und ab dem Zeitpunkt war mir ganz klar, ich möchte einfach Mutter sein und dann ja nachher sogar drei Kinder haben, aber ich möchte eben auch Anwältin sein. Ich möchte nicht, dass irgendwann die Kinder groß sind und ich meine Karriere oder das, was ich gerne mache, auf der Strecke gelassen habe, nur um ständig die Wege zum Turnen zu machen und zurück und zwar persönlich selber. Ich habe gesagt, ich möchte irgendwie versuchen, das zu vereinbaren und das ist nicht immer leicht. Das ist oft eine große Herausforderung, aber ich bin glücklich und zufrieden, wenn ich merke, das greift ineinander über. Und das klappt nicht jeden Tag. Es gibt Tage, da bin ich, also ich versuche die Dienstreisen so kurz wie möglich zu halten, die gibt es bei uns, versuche das meistens irgendwie nur eine Übernachtung zu machen, aber es gibt die Tage, da habe ich die Kinder nicht viel gesehen. Und dann bin ich da manchmal auf Dienstreise abends und denke, oh, jetzt wäre ich so gerne bei den Kindern. Aber dann weiß ich wieder, was ich für mich entschieden habe und dann ist das total in Ordnung für mich. Und dann ziehe ich ein Fazit, beispielsweise Ende der Woche und gucke, wieso die Balance, sage ich jetzt mal, insgesamt war. Und dann bin ich zufrieden, wenn die insgesamt in Ordnung für mich war. Und das ist wieder dieses One-Size-Fits-It-All. Das muss jeder für sich feststellen. Die Balance, die für mich gut ist, muss nicht für jemand anderen gut sein. Aber man muss eben wissen, was für einen selber passt und wie oft man die Kinder sehen möchte. Und aus Erfahrung ist es tatsächlich so, dass man das auch so Stück für Stück und flexibel feststellen muss. Also es kann ein Jahr so klappen. Also beispielsweise auch, jetzt sind wir gerade bei Arbeitsmodellen. Also ich habe teilweise, hatte ich flexible Arbeitsmodelle ausprobiert. Ich habe auch Teilzeit gearbeitet und dann passte das in der einen Lebensphase gut und in der anderen Lebensphase mal wieder weniger. Und das heißt, man muss für sich dann auch einfach immer schauen, wie so gerade die Lebenssituation ist und das halt anpassen. Und da sind wir beim Stichwort Flexibilität, was für mich so ein sehr roter Faden bei dem Thema ist.
Marina Arntzen 0:22:42
Also es gibt, aus meiner Sicht, es gibt eben diese verschiedenen Säulen, ja, und das geht so ein bisschen vom Großen ins Kleine. Ja, also ich glaube, einerseits ist eine Riesensäule, wenn man immer mal wieder innerlich einen Schritt zurück macht, auch wenn man mitten im beruflichen Chaos ist, vielleicht auch im familiären Chaos oder im allgemeinen Lebenschaos und sich überlegt, okay, jetzt mal im Großen und Ganzen, wo stehe ich denn eigentlich? Und ich glaube, das ist eine Riesensäule. Was hat das denn im Großen und Ganzen eigentlich jetzt jeweils für eine Bedeutung? Also immer so ein Anker. Und natürlich ist jetzt in unserem Fall Familie da unglaublich hilfreich, auch by the way. Wir haben jetzt ein bisschen darüber gesprochen, dass es manchmal schwierig oder herausfordernd ist, aber das ist ja auch ein riesiger Anker und das gibt einem nochmal so einen ganz anderen Rahmen, wenn man dann nach Hause kommt und denkt, puh, was habe ich denn heute alles für Geniales gemacht, 37 Mal die Welt gerettet und überhaupt, ja, und dann die Themen zu Hause sind einfach komplett anders, ja. Ja, und dein kleines Kind, was weiß ich, in der Kindergartenzeit, sie hat heute Suppe im Kindergarten und das war so lecker. Und dann denkst du, eigentlich die Suppe war das Schönste heute am Tag. Und dass ich die Welt gerettet habe, naja, okay. Also das hilft, aber warum hilft das? Das hilft doch, weil das einfach diesen Rahmen größer zieht. Ja, so dieses Große und Ganze. Und das kann natürlich jeder für sich, das muss ja überhaupt nicht nur Familie sein, das kann alles Mögliche sein. Das können die Freunde sein, das kann irgendein anderer Purpose sein, den man vielleicht auch sonst noch im Leben hat. Und dann gibt es, glaube ich, dieses Thema, mal, wie schaffe ich es denn eigentlich so auf so einer täglichen Basis, so meinen Kopf irgendwie gesund zu halten. Du weißt ja, ich bin Yoga-Lehrer, das heißt natürlich komme ich da viel so ein bisschen aus diesen yogischen Transaktionen, nicht Transaktionen, sondern aus den yogischen Ideen und jetzt mal wirklich alles, was so spirituell ist, vielleicht jetzt mal für die Zuhörer weglassend, einfach, dass man mal sagt, schau mal, es gibt einfach ganz, ganz viele Tools, die man einsetzen kann. Also was ich zum Beispiel persönlich schon mache, ist, dass ich sage, guck mal, Ich gucke mal nicht als allererstes aufs Handy. Ja, manchmal in so einer Transaktionsphase muss man das, aber es gibt vielleicht auch erstmal Dinge, die ich vorab mache. Einfach mal, das könnte jetzt Meditation sein, das können Atemübungen sein, das kann das Joggen sein, das kann je nachdem, was das für den Einzelnen ist, das kann einfach nur der Kaffee sein, den ich mal bewusst trinke und wenn es auch nur für zwei Minuten ist, aber dass ich so ein Ritual habe, was ich erstmal mache. Das kann übrigens auch tagsüber sein, selbst in dem größten Transaktionsstress und in dem größten, ich muss alles mögliche machen, dass ich mir manchmal so Fixpunkte nehme und einfach sage, okay, für diese fünf Minuten, also fünf Minuten, das kriegt man schon hin, ja, zwei, dreimal am Tag. Bin ich mal bewusst in dem, was ich jetzt bin? Ich gucke nicht auf den Monitor, ich denke nicht über all meine Sorgen nach, sondern ich beobachte einfach meine Art. Ich wieder trinke bewusst meinen Tee oder Kaffee, was auch immer es für den Einzelnen ist. Es könnte eine eigene Folge sein. Aber ich schaffe mir so diese Rituale, die mich rausziehen aus diesem Fluss. Und das ist, glaube ich, gerade in unserer Großkanzlerwelt auch wichtig, weil man da relativ leicht in diesen Zoo kommt, den man auch ein bisschen mitmachen muss, um den Job, also die Dienstleistung auch zu erbringen für die Mandanten. Also natürlich müssen wir unsere Performance auch bringen. Aber wo ich manchmal auch sagen muss, for the greater good von jedem, der beteiligt ist, ich kann mich da auch mal entziehen und gesund bleiben.
Marc Ohrendorf 0:27:49
Zum Abschluss der Folge würde ich gerne nochmal auf einen Punkt eingehen, den du Marina gerade angesprochen hast, nämlich das ganze Thema Elternzeit, Elterngeld. Da müssen wir irgendwann nochmal eine ausführliche Folge hier bei IMR zu machen. Nur mal kurz vorne ab, wenn ihr euch vielleicht bald in so einer Situation befindet, dass ihr da euch mit auseinandersetzt, kurze Intro sozusagen zum Thema. Es gibt Mutterschutz vor und nach der Geburt, ist jetzt alles sehr holzschnittartig. Es gibt Elternzeit, die ist drei Jahre nach der Geburt eines Kindes, kann man auch noch ausweiten auf einen Zeitraum bis zu acht Jahre Kindesalter. Die Details müsst ihr euch mal dann anschauen. Und es gibt Elterngeld, das nimmt man meistens während der Elternzeit oder während des Mutterschutzes. Bislang Basiselterngeld zwölf Monate bis zu 1800 Euro im Monat. Da war jetzt gerade in der Politik eine große Diskussion, wie viel können und sollen Väter mit zu Hause bleiben, was will der Staat da noch sozusagen fördern. Gab es gerade ein paar Änderungen Anfang 2024 und eine große Änderung ist, dass auch die Bemessungsgrenze herabgesetzt wurde und dass man mit einem guten Wirtschaftskanzlei- oder Großkanzleigehalt oder auch noch mit zweien oder einem Wirtschaftskanzleigehalt und einem zusätzlichen Gehalt von der Partnerin oder dem Partner, Da mehr oder weniger rausfällt. Das heißt, viele in unserem Beruf haben dann keinen Anspruch mehr auf Elterngeld. Mich würde interessieren, nach diesem kurzen Abriss, wie blickt ihr aus Kanzleisicht auf dieses Thema? Also zum einen, wie ist es, wenn jemand in Elternzeit geht und habt ihr da vielleicht sogar irgendeine Lösung bezüglich des Elterngeldes?

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