"Wir verstehen uns bei unserer Größe definitiv auch als Unternehmen, und sehen die Relevanz, dass die Personalthemen zentralisiert von einer Abteilung abgedeckt werden!"

Chief Human Resources Officer | Kulturmanagement | Employee Experience

Folge 160 deines Jura-Podcasts zu Job, Karriere und Examensthemen.

In Folge 160 von Irgendwas mit Recht begrüßen wir Paula Wernecke. Sie arbeitet bei CMS als Chief Human Resources Officer und war zuvor bei Adidas als Inhouse-Juristin tätig. Was hat sie bewegt, vom Unternehmen in die Kanzleiwelt zu wechseln? Inwieweit hat ihre Erfahrung in Tarifverhandlungen Sie geprägt? Wie unterscheidet sich die Sicht aus der Kanzlei auf arbeitsrechtliche sowie arbeitskulturelle Fragestellungen zum Unternehmen? Was genau macht sie in ihrer Rolle als Human Resources Officer? Wie muss man sich die interne Organisation einer großen Kanzlei wie CMS vorstellen? es gibt? Nicht nur auf diese Fragen gibt euch Paula spannende Antworten: Ihr bekommt zudem auch Insights zu CMS und Tipps, worauf Kanzleien bei Eurer Bewerbung achten. Viel Spaß beim Zuhören!

Inhalt:

  • 00:00 Sponsor: CMS Hasche Sigle
  • 01:47 Paulas Werdegang
  • 04:52 Feldhockey oder Eishockey?
  • 05:41 Spaß im Jurastudium finden
  • 07:40 Arbeit bei Adidas
  • 09:04 Tarifverhandlungen
  • 14:47 Wie kam es zum Schritt ‘CMS’ ?
  • 19:37 Was macht man als Chief Human Resource Officer?
  • 21:52 Wie viele Berufsträger gibt es?
  • 24:47 Brauchen Wirtschaftsjuristen ein zweites Examen?
  • 26:46 CMS Bewerbungskriterien
  • 30:05 Was macht CMS so besonders?

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Transkript


Paula Wernecke 0:02:03
Ja, also ich bin absolute Überzeugungstäterin, habe irgendwie auch familiär bedingt da die Prägung erfahren. Also meine Mutter war Anwältin, mein Opa war Anwalt und da einen ganz kurzen Ausflug. War sehr spannend. Ich habe vor ein paar Monaten einen jungen Mann kennengelernt, der sich im Schwerpunkt mit dem Thema auseinandergesetzt hat, wie viele von uns in irgendeiner Form Elternteile haben, die eben auch Akademiker sind. Und dann darüber hinaus, wie viele zudem auch Anwälte in einem der beiden Elternteilen wiederfinden. Und er hat sich im Fokus darauf spezialisiert, mit Anwältinnen und Anwälten zu sprechen, die eben keine Akademiker Eltern haben. Und was mich bei diesem Gespräch wirklich total berührt hat und auch ich immer wieder darüber nachgedacht habe, war, dass er gesagt hat Paula, die sind stolz da drauf. Und dass er eher bei denen wie mir, also die eben die Akademikereltern haben, ein gewisses Schamgefühl immer wieder spürt. Und das fand ich sehr interessant. Also zum einen der Teil, dass da eher ein großer Stolz auch bei denen, die eben nicht diese Privilegierung mit in die Wiege gelegt bekommen haben, herrscht. Das fand ich irgendwie ganz toll. Und auf der anderen Seite hat es mich aber auch zum Nachdenken gebracht, ob ich da ein Schamgefühl mit verbinde. Was ich jetzt zum Beispiel nicht mache, weil meine Mutter, als ich ihr damals erklärt habe, dass ich das total toll finde mit den roten Akten und dem Diktiergerät, bei dem ich irgendwie schon meine ersten Songs reingeträllert habe und sie nachgeahmt habe, was, glaube ich, juristisch nicht wirklich verwendbar war, aber es hat mir ziemlich Spaß gemacht. Ja, nee, aber das war definitiv auch eine familiäre Vorprägung und ich muss auch zugeben, dass mir das Jurastudium an sich echt Spaß gemacht hat. Das ist aber eine provokante These. Ja, ich weiß und ich muss auch zugeben, dass es wenig gab, wofür ich mich nicht irgendwie begeistern konnte, weil man gerade, wenn man an die richtigen Professorinnen und Professoren gerät, einfach mitgezogen wird. Ich kann mich noch erinnern, auch mein Doktorvater, der hervorragende Doktor Kuttlich aus Erlangen, der hat uns mit einer Hingabe ins Strafrecht entführt. Und wir haben dann auch immer gemeinsam Fallbeispiele entwickelt mit der Täterin P. Und dem Angeklagten K. und haben da irgendwie das komplette Seminar unterhalten. Also es war einfach eine tolle Zeit. Ich habe es nie bereut, Jura zu studieren.
Paula Wernecke 0:04:53
Feld.
Paula Wernecke 0:07:50
Ja, genau.
Paula Wernecke 0:11:47
Ja, bin ich bei dir, Marc. Ich bin, also auch als ich dann bei Adidas aus Tirol raus bin und dann zur CMS gewechselt bin und da ja auch nochmal auf einer ganz anderen Ebene auch Tarifverhandlungen mitgeführt habe, schon bei dir. Ja, also man muss ganz viele verschiedene, ich nenne es mal Satellitendenken. Du musst einfach ganz viele verschiedene Punkte mitdenken, aber ich glaube, und das ist wirklich was, was manchmal vergessen wird. Das Gesamtergebnis muss für alle Seiten auch in jede Richtung vertretbar sein. Und egal, ob du jetzt den Vorstand im Nacken hast oder die Belegschaft, es geht einfach darum, gemeinsam für das Unternehmen oder auch einfach für die komplette Zuständigkeit der Gewerkschaft eine gute, vertretbare Lösung zu finden. Und ich finde das rechtspsychologisch sehr interessant, sich auch mal genauer darüber Gedanken zu machen, wann empfinde ich ein Urteil, ein Ergebnis eigentlich wirklich als richtig oder das Gefühl, ich habe gewonnen. Da gibt es ja sehr viele Gutachten dazu und ich fand es total erschreckend zu sehen, dass unsere Judikative eigentlich überhaupt nicht in der Lage ist, dieses Gefühl durchzusetzen. Also selbst wenn du gewonnen hast, kommst du, vielleicht ist es auch was Deutsches, da müssen wir noch mal darüber nachdenken, aber selten zu dem Ergebnis, dass du echt sagst, hey, ich habe gewonnen. Und darum geht es meiner Meinung nach auch nicht, sondern es geht gerade verhandlungs- und auch mediativ darum, für alle gesichtswarnd rauszugehen und, wie du auch gesagt hast, für die Zukunft etwas zu gestalten. Und wenn man dann eben auch in meiner Rolle als Arbeitgebervertreterin ist und auch weiß, hey, ich bin genauso verantwortlich, das hier Individuen gegenüber zu rechtfertigen, warum wir zu diesem Ergebnis gekommen sind, ähnlich wie bei Restrukturierungen. Also ich kann mich beispielsweise noch sehr gut an mein erstes Trennungsgespräch erinnern, was das auch mit mir gemacht hat. Was es bedeutet, wenn du jemandem sagst, ich schätze dich vielleicht menschlich sehr, aber ich sehe dich nicht mehr in dieser Rolle. Das ist etwas, das prägt einen zum Glück. Ja, und auf der anderen Seite weiß man auch genau, wie man dann auch bei Sozialplänen, wenn man die, also die habe ich dann in meiner Tätigkeit bei CMS natürlich auch verhandelt und dann auch mit an die Belegschaft natürlich kommuniziert. Das sind ganz wichtige Momente und da finde ich es auch gut und das finde ich ist der größte Erfolg, wenn man egal ob mit einer Tariflogik oder auch mit Betriebsräten es schafft, gemeinsam die Kommunikation nach außen zu tragen.
Paula Wernecke 0:17:09
Und dann bin ich damals zu Frank Dassler, einem meiner liebsten Zielväter, der war damals noch General Counselor bei Adidas, und hab ihm gesagt, du Frank, was meinst denn du? Und dann hat er kurz überlegt und gesagt, super. Warum sagt er super? Weil er wusste, ich bin sowas von Adidas-committed, da muss ich keine Gedanken machen. Und weil es natürlich auch für mich wahnsinnig viel gebracht hat, zu verstehen, wie funktioniert eigentlich CMS als Kanzlei. Also das war ja eine absolute Win-Win-Situation. Und so habe ich dann damals eben dieses Accountment gemacht und muss auch zugeben, ich war völlig baff, als Unternehmensjuristin in einer Großkanzlei anzukommen, bei der so im Kollektiv gearbeitet wird. Also ich bin ja Arbeitsrechtlerin und zum Beispiel im Geschäftsbereich Arbeitsrecht, da würde ich mal sagen gehen so dreimal die Woche an den kompletten Geschäftsbereich E-Mails. Irgendeiner Frage, die dann vom kompletten Geschäftsbereich wiederum beantwortet werden. Und das ist so ein Kollektiv, das meiner Meinung nach so am Juristenmarkt, also außerhalb von Kanzleien, selten zu finden ist. Wieso ist es so? Jeder weiß genau, wann bin ich, auf welcher Karrierestufe, wie viel verdiene ich da und dadurch wird das Kompetitive im positiven Sinn rausgenommen, aber natürlich trotzdem aufrechterhalten, Weil eins ist auch klar, es gibt gewisse Ebenen, die erreicht dann ja auch nicht mehr jeder. Aber das war für mich damals echt, also das werde ich nie vergessen, wie ich das erste Mal dann in diesem Verteiler war und mir dachte, wow, oder auch die interne Bibliothek, die wir ja auch haben, so eine Wissenssammlung. Wir haben ein Inno-Team, bei dem du dich auch immer melden kannst und sagen kannst, hey, ich habe hier das und das Thema, wollen wir da nicht mal irgendwie in größerer Runde zu sprechen? Also das hat mich wirklich damals absolut geflasht.
Paula Wernecke 0:20:09
Also Marc, es ist tatsächlich so, wie du gesagt hast, wir verstehen uns, ob unserer Größe... Definitiv an der Stelle auch als Unternehmen und sehen die Relevanz, dass die Personalthemen zentralisiert von einer Abteilung sozusagen auch abgedeckt werden. Das schaut dann konkret so aus, ich habe zum einen ein HR-Partnergremium, da sitzen dann von jedem Standort mindestens eine Vertreterin, ein Vertreter, mit denen bezüglich auf unsere Berufsträger und auch unsere Wirtschaftsjuristen, wir nennen die Legals, alle relevanten Entscheidungen besprochen werden. Flächendeckend geht es da natürlich häufig um Gehälter, um Arbeitsbedingungen, wie schaut unser Benefits-Konzept aus, welche Besonderheiten haben wir an welchem Standort, weil wir natürlich bei CMS auf der einen Seite natürlich uns als eine Kanzlei in Deutschland verstehen und auf der anderen Seite es ganz wichtig finden, dass auch jeder Standort natürlich seine eigene Kultur, seinen eigenen Style hat und auch unbedingt haben soll. Also das ist so die eine Sparte und dann haben wir natürlich noch das komplette Corporate Team, also das Management, bei dem wir ja auch sehr, sehr viele Stellen haben. Und für alle haben wir jetzt sozusagen die Bereiche einmal, ganz normal, alles was sich rund um Salary, um Gehalt dreht, dann der Bereich Entwicklung, Personalentwicklung und dann natürlich auch noch der Bereich Recruiting. Also es ist, Mein Team ist aufgebaut wie in einem Unternehmen und wir haben dann zusätzlich natürlich, weil es ist ja auch eine bewusste Entscheidung, eine Anwältin auf diese Rolle zu setzen. Also man muss ja irgendwie auch genau wissen, was brauchen Anwälte eigentlich, um auch erfolgreich zu sein.
Paula Wernecke 0:22:51
Also ich weiß nicht, wie du es empfindest, Marc. Ich habe CMS auch immer als eine sehr innovative Kanzlei wahrgenommen. Und jetzt in dieser neuen Rolle merke ich das natürlich noch viel mehr. Gerade im Bereich Karriereförderung. Also Wirtschaftsjuristen, die ja, ich würde sagen, in den letzten Jahrzehnten so ein bisschen stiefmütterlich behandelt worden sind. weil wenn man sich mal anschaut, wie viele nach dem ersten Staatsexamen sagen, hey, das ist total okay für mich. Ich muss mir die Peitsche des zweiten Staatsexamen nicht mehr antun oder ich möchte schlicht und ergreifend auch arbeiten. Das ist ja auch häufig ein total nachvollziehbarer Impuls. Das ist eine Kohorte, die ist immer so ein bisschen mitgenommen worden, aber nie wirklich platziert. Und da haben wir bei CMS auch gleich letztes Jahr noch einen komplett neuen Karriereweg eingeführt, also der auch durchdacht ist, sowohl monetär, fünf verschiedene Entwicklungsstufen, dass man wirklich sagen kann, hey Berufseinsteiger, du hast hier echte Möglichkeit, noch intern zu wachsen und das zudem ja auch noch in völlig unterschiedlichen Bereichen, weil wie du ja vorhin auch schon kurz angeteasert hast, der ganze Bereich Legal Danke für die Zeit. Bis zum nächsten Mal. Ist enorm am boomen. Wir, und da untertreibe ich nicht, haben ja auch wirklich schon viele Tools auf den Weg gebracht, bei denen wir ja auch gerade dann in der Mandatsarbeit merken, dass sie eine echte Erleichterung bringen. Und ich glaube auch, wir müssen uns darauf einstellen, dass bei einer derartigen Anzahl an Mitarbeitenden man auch aufzeigen muss, was kann ich dir eigentlich bieten. Und auf der anderen Seite, was fordern wir dafür aber auch ein? Und ich glaube, dass gerade so dieser Bereich der Volljuristen mit den Wirtschaftsjuristen in einem neuen Teamverständnis auch gerade entdeckt wird, sowohl am Markt als auch in den Kanzleien.
Paula Wernecke 0:24:57
Also Marc, bei uns ist sogar sehr klar, dass wir diese Anforderungen nicht stellen und eigentlich auch nicht wollen, weil wir auch sagen, wir haben unsere Berufsträger, die ja auch bekanntermaßen ziemlich harte Einstiegskriterien erfüllen müssen. Und dann kommt eine sehr, sehr klare Trennung und dann kommen die Leagals, also die Wirtschaftsjuristen. Wir sehen da grundsätzlich auch eine ganz starke und wichtige Trennung dabei, weil ja auch Wirtschaftsjuristen in dem, was sie für die Kanzlei, aber am Ende des Tages ja vor allem für den Mandanten. Schaffen, genau das in ihrem Bereich tun sollen und die eigentliche Rechtsberatung, für die du dann die Berufsträger, also die Vorjuristen brauchst, wird auch immer von denen erfüllt. Ich merke aber auch, wenn ich im Dialog bin, weil ich bin fest davon überzeugt, das musst du immer bleiben. Du musst mit jeder Berufsgruppe regelmäßig sprechen, musst verstehen, wo drückt der Schuh, was funktioniert gut und Und ich glaube auch, dass jeder und in dem Fall insbesondere ich natürlich gut in der Rolle bin, wenn ich auch mit denen spreche, die mir eben nicht nach dem Mund reden, sondern die mich auch mit ihren Antworten dann immer wieder herausfordern und sagen, ja, weil genau das eben nicht umgesetzt wird und Papier ist geduldig, das wissen wir alle, da muss man da auch rein. Und gerade jetzt mit dem neuen Karriereweg der Wirtschaftsjuristen, da haben wir ja auch jetzt den Preis zur Karriereförderung gewonnen. Ich sage dir ganz ehrlich, habe auch gar nicht damit gerechnet. Also das war eher sowas, was mir dann auch gezeigt hat, dass die Arbeit, die wir hier im Kollektiv umsetzen, auch fruchtet. Und das aber, Marc, wie du auch schon gesagt hast, der Rechtsmarkt insgesamt gerade sich wandelt, sich öffnet, weil wir wissen, wir müssen es, aber wir wollen es halt auch. Das ist schon etwas, was wir ernsthaft leben und da nicht die Augen vorzumachen.
Paula Wernecke 0:26:58
Ja, also das ist, finde ich, auch eine sehr schöne Frage, weil man ja auch mal zurückfragen kann, wieso ist CMS eigentlich auch so ein beliebter Arbeitgeber? Und ich glaube, das liegt daran, zum einen, wir fordern sehr viel ein, ja, also gerade mit zwei Prädikatsexamina, wenn man sich die Zahlen mal anschaut, wie viele das überhaupt deutschlandweit erreichen. Also der Pool ist sehr eng. Und auf der anderen Seite wollen wir aber auch die, die sich für uns begeistern, gleichsam aber natürlich auch in ein Arbeitsumfeld mitnehmen, bei dem sie, und das sind wir Juristen ja, da können wir auch nichts gegen tun, intrinsisch motiviert sich richtig ausbauen können. Und das sowohl in der Mandatsarbeit, aber eben auch in den Sachen, für die sie brennen. Und da bin ich persönlich auch total begeistert gewesen, als Martin Forstmann und ich... Ende des Jahres uns die verschiedenen, wir haben so was wie einen Sonderleistungsbonus vergeben. Wir haben uns bewusst dafür entschieden, dass wir unseren Berufsträgern einen Bonus dafür geben wollen, was sie neben der juristischen Arbeit, also neben der Mandatsarbeit eben noch für die Kanzlei oder eben auch für sich getan haben, in irgendeiner Form noch mal doppelt wertschätzen. Und ganz ehrlich, Marc, wenn du dann liest, was die machen, da geht dir das Herz auf. Und zwar in beide Richtungen. Also egal, ob du liest, dass die, weil sie im Rahmen der ukrainischen Krise sofort eine Plattform kreiert haben, bei dem Geflüchtete Rechtsberatung einholen konnten, natürlich kostenlos, weil sie einfach, egal ob aus einer Selbstbetroffenheit oder einfach weil sie dahinter stehen, gesagt haben, ich möchte das. Oder auch zwei Kolleginnen und Kollegen, die ein Netzwerk im Bereich LGBTQ plus ins Leben gerufen haben. Das ist einfach toll zu sehen. Also ich könnte noch weiter schwärmen, was die intrinsisch motiviert umgesetzt haben und dann entsprechend von uns eben auch dafür belohnt worden sind. Und auf der anderen Seite, wenn man dann irgendwie kurz mal reflektiert, auch sieht, was wir auch in dem Bereich für ein toller Arbeitgeber sind. Also, dass diese Möglichkeit der Selbstverwirklichung nicht nur, wie schon gesagt, auf dem Papier steht, sondern auch wirklich unterstützt an den Standorten gelebt wird. Und ich sage auch ganz ehrlich, als ich damals als Counsel angefangen habe und dann bei meiner Mentorin war und irgendwie gesagt habe, du, ich möchte mich auf den Bereich Startups konzentrieren. Und sie sagt, glaube ich nicht dran, aber überzeugt mich von was Besserem. Und sie überzeugt zu haben, ist natürlich dann auch wieder so ein Motor in mir gewesen, der sicherlich auch bei mir neben meiner Überzeugung auf diesem Thema auch eine Motivation natürlich herausgefordert hat. Ja, das finde ich an CMS wirklich toll.
Paula Wernecke 0:30:24
Ja, Marc, finde ich ehrlich gesagt super, dass du die Frage stellst, weil... Das zeigt uns ja auch, dass wir neben dem Gehalt, gerade bei denen, die jetzt auf den Arbeitsmarkt kommen, noch an völlig anderen Stellen andocken müssen. Und beispielsweise, wir haben ja eine völlige Selbstverständlichkeit von 50-50 mobiles Arbeiten und Präsenz, also die wird auch bei uns gelebt, die ist auch etwas, da kriege ich auch immer wieder Feedback, egal auch von wem. Also auch ist es natürlich ein sehr familienfreundliches Modell und das ist ja auch etwas, in dem wir überzeugt noch besser werden wollen. Also das ist etwas, ich glaube, da können wir alle noch engagierter auf dem Thema auch arbeiten. Und auf der anderen Seite haben wir bei uns, bei CMS, sogenannte Sonderregelungen für alle Mitarbeitenden, die nur 80 Prozent arbeiten. Die werden auf dem Karriereweg so behandelt, wie als würden sie auf 100 Prozent arbeiten. Da kriegen wir immer wieder Feedback, dass das total gut ankommt. Und alle die, die zwischen 50 und 80 Prozent arbeiten, werden so behandelt, wie als würden sie 80 Prozent arbeiten. Weil wir eben sagen, ja, das ist etwas, das schlägt sich natürlich monetär nieder, das soll aber nicht im Rahmen des Karrierewegs einfach zum Nachteil gereichen. Und das finde ich toll und merke auch in den Gesprächen, gerade wenn wir auch Onboarding-Veranstaltungen haben und dann finde ich ganz interessante Feststellungen. Egal ob männliche oder weibliche Neueinsteiger, die kommen und sagen Paula wie schaut's aus, habe ich hier einen Nachteil, wenn ich, wie auch immer, dann in wie viel Jahren auch immer hier Familie gründe und dann vielleicht für eine gewisse Zeit oder auch für länger eben auf 80 Prozent gehe. Und A, dass Sie diese Frage stellen, finde ich toll, dass da auch kein Schamgefühl mehr mit verbunden wird und dass auf der anderen Seite auch wir soweit sind, weil es ist eine Umstellung für jeden Arbeitgeber, mit diesen neuen Herausforderungen, auch dieser neuen Generation umzugehen. Dem wollen wir gerecht werden, ganz klar. Und auf der anderen Seite bin ich aber auch persönlich fest davon überzeugt, dass das Thema Präsenz einem selber, vor allem in den ersten Jahren, ja auch wahnsinnig hilft. Also, wenn ich mir überlege, wie häufig ich bei unserem General Counsel in meinen ersten Berufsjahren im Büro stand und gesagt habe, ich habe da mal eine Frage. Das ist etwas, das mache ich vielleicht auch über Teams, aber anders. Und das Thema Sichtbarkeit, da müssen wir jetzt überhaupt nicht Instagram, TikTok, you name it bemühen, das ist ja auch in der Arbeitswelt enorm wichtig. Und da möchte ich schon auch allen Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern mitgeben, dass es für sie ein Motivator sein sollte, diese Präsenz auch einzufordern. Also dass es auch ganz toll ist, eben mit anderen im Berufsalltag immer wieder auch diese Verbindungen zu haben und dass da natürlich auch Dinge entstehen. Das ist meiner Meinung nach digital so noch nicht möglich.

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Paula Wernecke

Paula Wernecke Rechtsanwältin, CMS Hasche Sigle

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