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Networking für Juristen: Kontakte knüpfen und pflegen

Networking für Juristen: Wie du relevante Kontakte knüpfst, auf Events überzeugst und langfristige Beziehungen aufbaust.

15 Fragen beantwortet
8 Podcast-Episoden
Marc OhrendorfVon Marc Ohrendorf · Aktualisiert März 2026

Inhaltsüberblick

Networking für Juristen: Kontakte knüpfen, die Karrieren prägen

Networking ist für Juristen mehr als Visitenkarten tauschen auf Karrieremessen. Es ist eine strategische Kernkompetenz, die über Mandatsgewinnung, Karrierechancen und berufliche Entwicklung entscheidet. In einer Branche, in der Vertrauen und persönliche Empfehlungen eine zentrale Rolle spielen, ist ein starkes Netzwerk oft der entscheidende Wettbewerbsvorteil.

Networking bereits im Studium und Referendariat

Die besten Netzwerke entstehen früh. Bereits während des Studiums und des Referendariats lassen sich Kontakte knüpfen, die die gesamte Karriere begleiten. Episode 338 zeigt, wie offene Lernformate und Initiativen wie die LawBiz Innovators Referendaren die Möglichkeit bieten, über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen und wertvolle Branchenkontakte aufzubauen. Wer im Referendariat Chancen nutzt, legt den Grundstein für ein Netzwerk, das trägt.

Netzwerken in der Kanzlei

Innerhalb einer Kanzlei ist Networking ebenso wichtig wie nach außen. Episode 307 verdeutlicht, dass in großen Konzernen mit Tausenden juristischen Berufsbildern der interne Austausch über Abteilungsgrenzen hinweg enorm wertvoll ist. Wer früh Beziehungen zu Kolleginnen und Kollegen in anderen Praxisgruppen aufbaut, wird bei Mandatszuweisungen und spannenden Projekten bevorzugt berücksichtigt.

Wechsel zwischen Kanzlei und Rechtsabteilung

Ein starkes Netzwerk erleichtert auch den Wechsel zwischen verschiedenen Karrierestationen. Episode 342 zeigt, wie der Wechsel von der Kanzlei in die Rechtsabteilung gelingen kann – von Douglas an die Börse bringen bis hin zu Secondments und einem LL.M. in London. Solche Karrieresprünge sind fast immer netzwerkgetrieben: Nicht die Stellenanzeige, sondern der persönliche Kontakt öffnet die Tür.

Stiftungen und Non-Profit als Netzwerk-Plattformen

Engagement in Stiftungen und gemeinnützigen Organisationen ist eine unterschätzte Networking-Strategie. Episode 266 beleuchtet die Arbeit als Jurist bei der Stiftung Mercator und zeigt, wie Stiftungsrecht und gemeinnützige Projekte nicht nur sinnstiftend sind, sondern auch Zugang zu einem exklusiven Netzwerk aus Entscheidungsträgern in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft bieten.

Akademisches Netzwerk: Lehrstuhl und Professur

Die wissenschaftliche Karriere bietet einzigartige Networking-Möglichkeiten. Episode 282 zeigt die Vorteile der Tätigkeit am Lehrstuhl und den Weg zur Professur – begleitet von einem Netzwerk aus Forschung, Praxis und Politik, das einmalig ist. Konferenzen, Publikationen und Forschungskooperationen schaffen Kontakte, die weit über die akademische Welt hinausreichen.

Digital Networking: LinkedIn und darauf hinaus

LinkedIn hat sich zur wichtigsten digitalen Networking-Plattform für Juristen entwickelt. Regelmäßige Beiträge, fachliche Kommentare und das Teilen von Insights positionieren dich als Experte. Doch digitales Networking ersetzt den persönlichen Kontakt nicht – es ergänzt ihn. Die stärksten Netzwerke entstehen, wenn Online-Präsenz und persönliche Begegnungen zusammenwirken.

Networking-Tipps für den Berufseinstieg

Episode 260 betont die Bedeutung von Selbstorganisation beim Berufseinstieg – und Networking gehört dazu. Plane bewusst Zeit für Kontaktpflege ein, besuche Branchenveranstaltungen und sei grosszügig mit deinem Wissen. Die goldene Regel: Gib mehr, als du nimmst. Wer anderen hilft, bekommt langfristig mehr zurück.

Fragen & Antworten

15 Antworten aus Podcast-Episoden

Ich war sprachaffin, Mathe lag mir weniger und mir gefiel der Gedanke, mit einem juristischen Abschluss vielfältige Wege zu haben. Zugleich kannte ich den Beruf aus nächster Nähe, weil mein Vater Anwalt ist. Diese Kombination aus offenem Karriere‐Spektrum und familiärer Vertrautheit gab mir das Gefühl, mit Jura beruflich solide und flexibel aufgestellt zu sein.

IMR342: Come in & find out: Douglas an die Börse bringen, Glocke der Frankfurter Börse läuten, von der Kanzlei in die Rechtsabteilung wechseln, Secondments, LL.M. in London

Aus Episode #342

IMR342: Come in & find out: Douglas an die Börse bringen, Glocke der Frankfurter Börse läuten, von der Kanzlei in die Rechtsabteilung wechseln, Secondments, LL.M. in London

mit Christian Wensing

Das sagen unsere Experten

Modernes Lernen in Kanzleien geht weit über Fortbildungen hinaus. Offene Lernformate und Initiativen wie die LawBiz Innovators schaffen Netzwerke, die deine gesamte Karriere prägen. Nutze jede Chance im Referendariat, um über deinen eigenen Kreis hinauszukommen.

Der Wechsel von der Kanzlei in die Rechtsabteilung bei Douglas war einer der besten Schritte meiner Karriere. Ohne mein Netzwerk aus Secondments und LL.M.-Zeit in London wäre das nicht möglich gewesen. Investiere früh in internationale Kontakte.

Unternehmensjuristin nach Kanzleiwechsel (aus Episode 342)

Als Jurist bei einer Stiftung arbeitest du an der Schnittstelle von Recht, Politik und Gesellschaft. Das Netzwerk, das du dabei aufbaust, ist einzigartig – und öffnet Türen, die in einer Kanzlei verschlossen bleiben würden.

Die wissenschaftliche Karriere bietet ein Netzwerk, das es in keiner Kanzlei gibt. Konferenzen, Forschungskooperationen und der Austausch mit Kolleginnen und Kollegen weltweit machen dich zum Teil einer Community, die über Jahrzehnte trägt.

Beim Berufseinstieg ist Selbstorganisation alles – und dazu gehört auch, Networking als festen Bestandteil deines Arbeitsalltags zu etablieren. Es reicht nicht, ab und zu auf eine Veranstaltung zu gehen. Netzwerken muss systematisch sein.

Berufseinsteigerin im Arzthaftungsrecht (aus Episode 260)

Über den Autor

Marc Ohrendorf

Marc Ohrendorf

Gründer, Irgendwas mit Recht

Marc ist Gründer von Irgendwas mit Recht und hat als Jurist und Podcaster mit über 350 Episoden einzigartige Einblicke in die juristische Berufswelt gesammelt. Für die Karriere-Artikel recherchiert er aktuelle Entwicklungen und spricht mit Expertinnen und Experten aus Kanzleien, Unternehmen und dem öffentlichen Dienst.

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#342

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mit Christian Wensing

In der 342. Episode von Irgendwas mit Recht spricht Marc mit Christian Wensing, Volljurist und heute in leitender Position in der Rechtsabteilung von Douglas. Christian erzählt, wie er über ein Faible für Sprachen, einen juristischen Vater und erste vage Berufsüberlegungen zum Jurastudium in Münster gekommen ist, warum ihn wirtschaftsnahe Themen wie Kartell- und Gesellschaftsrecht fasziniert haben und wie Stationen im Bundeskartellamt, in Großkanzleien und in der Rechtsabteilung von Henkel seinen Wunsch nach internationaler Arbeit geprägt haben. Es geht darum, weshalb er den eher ungewöhnlichen Weg gewählt hat, den LLM erst nach dem zweiten Examen in London zu machen, welche Rolle Sprache und Netzwerke spielen. Wie bereitet sich ein europaweit tätiger Retailer mit Milliardenumsätzen auf ein Börsen-Listing vor? Was bedeutet eine umfassende Due Diligence aus Unternehmenssicht konkret und wie koordiniert man intern Datenräume, Fragenkataloge und externe Berater? Was unterscheidet die Perspektive eines Kanzlei-Anwalts von der eines Unternehmensjuristen, der auch die Integration von Zukäufen und die langfristige Entwicklung im Konzern begleitet? Wie fühlt es sich an, wenn Kapitalmarktrecht plötzlich zum täglichen Handwerkszeug wird, obwohl man ursprünglich aus dem Private-Equity- und M&A-Bereich kommt? Und welche Überlegungen sollten Studierende und Referendarinnen anstellen, wenn sie zwischen Großkanzlei, LLM, Promotion und Unternehmensjuristerei abwägen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhaltet Ihr in dieser Folge von IMR. Viel Spaß!

IME034: Mentale Gesundheit in der Examensvorbereitung, Stressmanagement, das Lernen lernen, nicht nur blind Zeit investieren, Examensvorbereitung mental strukturieren
#341

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mit Prof. Dr. Dr. h.c. Barbara Dauner-Lieb

341. Episode von IMR und zugleich die 34. Folge Irgendwas mit Examen: In dieser Folge spricht Marc erneut mit Prof. Dr. Dr. h.c. Barbara Dauner-Lieb. Es geht um mentale Fitness im Jurastudium und insbesondere in der Examensvorbereitung. Sie erläutert, was mentale Fitness von bloßer Leistungsoptimierung unterscheidet, wie sich ungesunder Dauerstress zeigt und wo die Grenze verläuft, ab der Studierende professionelle psychologische oder ärztliche Hilfe suchen sollten. Thematisiert werden außerdem typische Denkfehler in der Examensphase, etwa die Fixierung auf reine Lernzeit statt auf Lerntechnik und juristisches Handwerkszeug, der Einfluss von Lerngruppen und sozialen Kontakten sowie der Umgang mit vergleichsweise schlechten Klausurergebnissen. Barbara stellt konkrete, alltagstaugliche Strategien vor – von bewusster Planung der Examensvorbereitung über Gehen, Atmung, autogenes Training, Yoga und Tagebuchschreiben bis hin zu Routinen wie früh aufstehen, anfangen, dranbleiben, Nein sagen und freundlich mit sich selbst umgehen. Welche einfachen Routinen lassen sich trotz voller Lernpläne wirklich dauerhaft integrieren? Wie kann man Lerntechniken so anpassen, dass man mit weniger Zeitaufwand bessere Ergebnisse erzielt? Und wie gelingt es, eine gesunde Distanz zum Notendruck zu entwickeln, ohne die eigenen Ziele aus den Augen zu verlieren? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhaltet Ihr in dieser Folge von IMR. Viel Spaß!

IMR340: Legal Tech in der Rechtsschutzversicherung, 2500 Partnerkanzleien managen, Mediation, auf Wunsch 100% remote work
#340

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mit Menekse Ciytak

Diese Episode führt Marc nach Düsseldorf zur Juristin und zertifizierten Mediatorin Menekse Ciytak, die heute als Teamlead Rechtsdienstleister-Netzwerk bei der ARAG SE das Zusammenspiel von rund 2500 Partnerkanzleien und spezialisierten Legal-Tech-Dienstleistern verantwortet. Gemeinsam blicken sie auf ihren Weg vom Schülerpraktikum über das Studium in Hannover, das Referendariat in Essen und die Wahlstation bis zur Sachbearbeitung, In-house-Mediation mit mehr als 2600 Fällen und schließlich zur heutigen Führungsaufgabe. Welche Konflikte landen überhaupt bei einer Rechtsschutzversicherung? Warum kann eine Shuttle-Mediation am Telefon trotz fehlender Mimik funktionieren? Wie hilft Legal Tech dabei, Verkehrsverstöße oder Nachbarschaftsstreitigkeiten schneller zu lösen, Kosten zu senken und Kundinnen sowie Kunden zufriedener zu machen? Wer passt fachlich und menschlich in ein Rechtsschutz-Team, das bald wieder groß einstellt? Wie genau schaut die sechsmonatige Ausbildung im Team aus? Warum ist danach grundsätzlich auch vollständige Remote-Work möglich? Warum zählen Soft Skills dabei mehr als Examensnoten? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhaltet Ihr in dieser Folge von IMR. Viel Spaß!

IMR338: Modernes Lernen in Kanzleien, Offene Lernformate, LawBiz Innovators, Im Referendariat Chancen nutzen
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mit Seda Enlioğlu

Marc beleuchtet gemeinsam mit Seda Enlioğlu, Learning-and-Development-Specialist bei Greenberg Traurig, wie internationale Wirtschaftskanzleien junge Juristen künftig ausbilden. Welche Rolle spielen Legal Tech, KI und Hands-on-Trainings dabei? Warum verbindet das neue Netzwerk LawBiz Innovators Business-Professionals kanzleiübergreifend? Weshalb genügen klassische Examina längst nicht mehr genügen? Weshalb sind offene Lernformate entscheidend und wie könnt Ihr im Referendariat wirklich alle Chancen nutzen? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhaltet ihr in dieser Folge von IMR. Viel Spaß!