Juristische Begriffe, einfach erklärt
Wichtige Begriffe der juristischen Karriere einfach erklärt – für Jurastudenten, Referendare und Berufseinsteiger.
99 Begriffe, die Du kennen musst
A
Alternative Legal Service Provider (ALSP) sind Organisationen, die Rechtsdienstleistungen erbringen, aber keine traditionellen Kanzleien oder Rechtsabteilungen sind. Sie bieten oft spezialisierte, technologiegestützte Lösungen.
Die Anwaltsstation ist ein neunmonatiger Pflichtteil des juristischen Referendariats, in dem Referendare praktische Erfahrungen in einer Anwaltskanzlei sammeln und so auf das Zweite Staatsexamen und den Anwaltsberuf vorbereitet werden.
Assessor iuris ist die Berufsbezeichnung für Juristen, die das Zweite Juristische Staatsexamen bestanden haben und damit die Befähigung zum Richteramt besitzen.
Ein Associate ist ein angestellter Rechtsanwalt in einer Kanzlei, der nach dem Examen und der Zulassung vielfältige Aufgaben übernimmt und sich im Idealfall zum Senior Associate oder Partner weiterentwickelt.
B
Das Beihilferecht regelt staatliche Förderungen an Unternehmen, um Wettbewerbsverzerrungen im Binnenmarkt zu verhindern und legt fest, unter welchen Bedingungen solche Beihilfen zulässig sind.
Ein Berufsträger ist eine Person, die einen reglementierten juristischen Beruf ausübt, wie z.B. Rechtsanwalt, Notar oder Steuerberater, und dabei besonderen berufsrechtlichen Pflichten unterliegt.
Die "Big Four" sind die vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften (Deloitte, EY, KPMG, PwC) und bieten auch Juristen in Bereichen wie Steuer-, Gesellschafts- und Wirtschaftsrecht vielfältige Karrierechancen.
"Big Law" bezeichnet die umsatzstärksten und größten Wirtschaftskanzleien, oft international tätig, mit Fokus auf Großmandanten und hohen Gehältern, aber auch langen Arbeitszeiten.
Billable Hours sind abrechenbare Stunden, die ein Anwalt an einem Mandat arbeitet und dem Mandanten in Rechnung gestellt werden; eine gängige Honorarvereinbarung, insbesondere in Großkanzleien.
Die Bonusstruktur ist ein System zur leistungsabhängigen, zusätzlichen Vergütung von Juristen über das Grundgehalt hinaus, üblich in Kanzleien und Unternehmen.
Eine juristische Boutique ist eine Anwaltskanzlei, die sich auf ein oder wenige Rechtsgebiete spezialisiert hat und dadurch eine hohe Expertise in diesen Bereichen bietet.
Eine Boutique-Kanzlei ist eine spezialisierte Anwaltskanzlei, die sich auf ein oder wenige Rechtsgebiete konzentriert und sich durch Expertise und Tiefenwissen auszeichnet.
C
Ein Chief Compliance Officer (CCO) ist der Leiter der Compliance-Abteilung eines Unternehmens, verantwortlich für die Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und ethischen Standards. Oft Jurist mit Compliance-Expertise.
Der Chief Legal Officer (CLO) ist die höchste juristische Führungskraft in einem Unternehmen, verantwortlich für alle rechtlichen Angelegenheiten, Risikomanagement und Compliance.
Compliance bezeichnet die Maßnahmen eines Unternehmens zur Einhaltung von Gesetzen, Vorschriften und internen Richtlinien, um Rechtsverstöße und Schäden zu vermeiden.
Ein Compliance Officer überwacht die Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien und internen Regelungen in Unternehmen, um Compliance-Risiken zu minimieren.
Im juristischen Kontext bezeichnet "Corporate" Angelegenheiten rund um Unternehmen, Gesellschaften und Konzerne, insbesondere in den Bereichen Gesellschaftsrecht, Kapitalmarktrecht und M&A.
Der Begriff "Counsel" bezeichnet im juristischen Kontext, besonders in internationalen Kanzleien, oft eine Karrierestufe zwischen Associate und Partner oder einen erfahrenen internen Rechtsberater in Unternehmen.
D
Der Datenschutzbeauftragte (Data Protection Officer) überwacht die Einhaltung des Datenschutzes in Organisationen gemäß DSGVO und BDSG. Juristen finden hier vielfältige Karrierewege, von Inhouse bis extern.
Ein Datenschutzbeauftragter (DSB) überwacht die Einhaltung des Datenschutzes in einer Organisation und ist Ansprechpartner für Betroffene und Behörden. Die Bestellung ist in bestimmten Fällen Pflicht.
Das Datenschutzrecht regelt den Schutz personenbezogener Daten. BDSG und DSGVO bilden die Grundlage für die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung dieser Daten.
Document Automation bezeichnet die Automatisierung der Erstellung juristischer Dokumente durch Software, um Effizienz zu steigern und Fehler zu minimieren.
Due Diligence bezeichnet die sorgfältige Prüfung eines Unternehmens vor einer Transaktion, um Risiken und Chancen zu bewerten. Juristen prüfen vor allem die rechtlichen Aspekte.
E
Ein Equity Partner ist ein Gesellschafter einer Anwaltskanzlei, der am Gewinn und Verlust der Kanzlei beteiligt ist und somit unternehmerische Verantwortung trägt.
ESG steht für Environmental, Social, and Governance und beschreibt ein Rahmenwerk zur Bewertung und Verbesserung der nicht-finanziellen Leistung eines Unternehmens, welches im deutschen Rechtsbetrieb zunehmend an Bedeutung gewinnt.
F
Ein Fachanwalt ist ein Rechtsanwalt, dem von der Rechtsanwaltskammer aufgrund nachgewiesener besonderer Kenntnisse und Erfahrungen in einem bestimmten Rechtsgebiet die Erlaubnis erteilt wurde, diesen Fachanwaltstitel zu führen.
Der 'Freischuss' im Jurastudium ermöglicht eine vorzeitige Examensprüfung ohne Verlust eines Versuchs bei Nichtbestehen. Die Bedingungen sind je nach Bundesland unterschiedlich.
FTE (Full Time Equivalent) bezeichnet das Vollzeitäquivalent und dient im juristischen Bereich als Maß, um die Personalkapazität und Arbeitsleistung in Bezug auf eine Vollzeitstelle zu quantifizieren und zu vergleichen.
Eine Full-Service-Kanzlei bietet umfassende Rechtsberatung in vielen Rechtsgebieten an und deckt ein breites Spektrum von Mandantenbedürfnissen ab, was vielfältige Karrieremöglichkeiten für Juristen eröffnet.
G
Ein General Counsel ist der Chefjurist eines Unternehmens, der die gesamte rechtliche Betreuung verantwortet und die Geschäftsführung in allen juristischen Fragen berät.
Das Gesellschaftsrecht regelt die rechtlichen Beziehungen von Personen, die sich zu einer Gesellschaft zusammenschließen, und umfasst Gründung, Organisation, Haftung und Auflösung von Unternehmen.
Eine Global Law Firm ist eine international tätige Anwaltskanzlei mit Niederlassungen in mehreren Ländern, die multinationale Konzerne in verschiedenen Rechtsgebieten berät. Sie bietet deutschen Juristen attraktive Karrierechancen.
H
I
Eine Inhouse-Abteilung ist eine Rechtsabteilung innerhalb eines Unternehmens, deren Juristen festangestellte Mitarbeiter sind und das Unternehmen in allen rechtlichen Angelegenheiten beraten und vertreten.
Ein Inhouse-Jurist ist ein festangestellter Jurist in einem Unternehmen, der dieses in allen rechtlichen Belangen berät und vertritt. Er konzentriert sich auf die spezifischen Bedürfnisse seines Arbeitgebers.
Das Insolvenzrecht regelt die Verfahren bei Zahlungsunfähigkeit von Schuldnern mit dem Ziel, Gläubiger zu befriedigen oder Unternehmen zu sanieren. Es bietet vielfältige Karrierewege für Juristen.
K
Das Kapitalmarktrecht umfasst Gesetze und Verordnungen, die den Handel mit Wertpapieren und den Schutz der Anleger regeln. Es ist ein wichtiges Feld für Juristen in Kanzleien, Unternehmen und Behörden.
Das Kartellrecht regelt den Wettbewerb, um Beschränkungen zu verhindern und faire Bedingungen für Unternehmen und Verbraucher zu gewährleisten. Es ist ein spannendes Feld für Juristen in Kanzleien, Behörden und Unternehmen.
Ein Klausurenkurs ist eine intensive Vorbereitung auf juristische Staatsexamina durch regelmäßiges Schreiben und Besprechen von Klausuren.
L
Ein Lateral Hire bezeichnet die Einstellung eines erfahrenen Juristen, der bereits in einer anderen Kanzlei, einem Unternehmen oder einer Behörde tätig ist.
Eine Law Clinic ist eine studentische Rechtsberatungsstelle an einer Universität, in der Studierende unter Aufsicht Mandanten beraten und praktische Erfahrungen sammeln.
Legal AI bezeichnet den Einsatz von Künstlicher Intelligenz im Rechtsbereich, von Dokumentenprüfung bis zur Urteilsprognose. Kenntnisse in diesem Bereich eröffnen neue Karrierewege für Juristen.
Legal Due Diligence (LDD) ist die sorgfältige rechtliche Prüfung eines Unternehmens oder Vermögenswerts vor einer Transaktion, um Risiken und Chancen zu identifizieren.
Ein Legal Engineer kombiniert juristisches Fachwissen mit technischem Verständnis, um Rechtsprozesse zu optimieren und zu automatisieren. Die Rolle gewinnt in Deutschland an Bedeutung.
Legal Operations optimiert juristische Prozesse durch Technologie, Datenanalyse und Budgetmanagement, um Effizienz in Rechtsabteilungen und Kanzleien zu steigern.
Ein Legal Project Manager optimiert juristische Projekte durch Anwendung von Projektmanagement-Methoden, vor allem in Kanzleien und Rechtsabteilungen.
Ein Legal Recruiter ist ein Personalvermittler, der sich auf die Suche und Vermittlung von Juristen spezialisiert hat und über fundierte Kenntnisse des juristischen Arbeitsmarktes verfügt.
Legal Tech bezeichnet den Einsatz digitaler Technologien und Softwarelösungen, um juristische Arbeitsprozesse zu automatisieren, zu optimieren oder gänzlich neu
Leverage im juristischen Kontext beschreibt die Optimierung des Verhältnisses zwischen eigenem Einsatz und resultierendem Output, um Karriereziele effizienter zu erreichen, etwa durch Delegation oder Spezialisierung.
"Litigation" bezeichnet die Streitbeilegung vor Gericht, von der Klage bis zum Urteil. Ein zentraler Tätigkeitsbereich für viele Juristen in Kanzleien, Unternehmen und im öffentlichen Dienst.
Lockstep bezeichnet ein Vergütungsmodell in Anwaltskanzleien, bei dem das Gehalt primär oder ausschließlich durch die Dienstjahre des Anwalts in der Kanzlei bestimmt wird, unabhängig von individueller Leistung.
M
M&A (Mergers & Acquisitions) umfasst im deutschen Recht den Kauf, Verkauf, die Fusion und Umstrukturierung von Unternehmen, wobei Juristen bei Due Diligence, Vertragsgestaltung und gesellschaftsrechtlichen Fragen beraten.
Der "Magic Circle" bezeichnet eine Gruppe von fünf international führenden Wirtschaftskanzleien mit Sitz in London, die auch im deutschen Rechtsmarkt für ihre hohen Gehälter und anspruchsvollen Mandate bekannt sind.
Magic Circle Kanzleien sind international tätige, wirtschaftlich erfolgreiche Großkanzleien mit Fokus auf anspruchsvolle Mandate und hochspezialisierte Rechtsberatung, besonders im Wirtschaftsrecht.
Ein Managing Partner ist der geschäftsführende Gesellschafter einer Anwaltskanzlei oder Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, der die operative Verantwortung für die Leitung, Strategie und das Management trägt.
Ein Mandat ist die Beauftragung einer Person (z.B. Anwalt) zur Vertretung der Interessen einer anderen Person (Mandant) in einer bestimmten Angelegenheit.
Als Massenverfahren werden zahlreiche gleichartige Rechtsstreitigkeiten bezeichnet, die von vielen Klägern gegen einen oder wenige Beklagte geführt werden, typischerweise mit standardisierten Sachverhalten.
MDP steht für Multidisziplinäre Partnerschaft und bezeichnet die Zusammenarbeit von Angehörigen verschiedener freier Berufe, z.B. Rechtsanwälten und Wirtschaftsprüfern, in einer gemeinsamen Sozietät.
Eine MDP-Kanzlei (Multi-Disciplinary Partnership) ist eine Kanzlei, die neben juristischen Dienstleistungen auch solche anderer Berufsgruppen wie Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer anbietet, wobei die anwaltliche Unabhängigkeit gewahrt bleiben muss.
Mediation ist ein freiwilliges, strukturiertes Verfahren zur Konfliktbeilegung unter der Leitung eines neutralen Mediators, bei dem die Parteien selbst eine einvernehmliche Lösung erarbeiten.
Ein Mittelstandsberater ist ein Experte (oft Jurist, Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer), der kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) in rechtlichen, steuerlichen und wirtschaftlichen Fragen berät.
Die Mittelstandsberatung umfasst die juristische Beratung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in verschiedenen Rechtsgebieten, oft durch spezialisierte Kanzleien oder Inhouse-Juristen.
Ein Moot Court ist eine simulierte Gerichtsverhandlung, bei der Studierende die Rollen von Anwälten übernehmen, um ihre juristischen Fähigkeiten zu verbessern und sich auf die spätere Berufspraxis vorzubereiten.
N
Ein NDA (Non-Disclosure Agreement) ist eine Geheimhaltungsvereinbarung, die die vertrauliche Behandlung von Informationen regelt und vor unbefugter Weitergabe schützt. Im deutschen Recht dient es dem Schutz von Geschäftsgeheimnissen und Know-how.
NewLaw bezeichnet innovative Ansätze in der Rechtsbranche, die Technologie, flexible Arbeitsmodelle und Mandantenorientierung nutzen, um Rechtsdienstleistungen effizienter zu gestalten.
Ein Non-Equity Partner ist ein hochrangiger Anwalt in einer Kanzlei, der im Gegensatz zum Equity Partner nicht am Gewinn beteiligt und kein Gesellschafter ist.
O
P
Eine Partnerschaftsgesellschaft (PartG) ist eine Personengesellschaft, die primär für Freiberufler wie Rechtsanwälte konzipiert ist, um gemeinsam ihren Beruf auszuüben, wobei oft die Haftungsbeschränkung der PartG mbB genutzt wird.
Ein Prädikatsexamen ist ein juristisches Staatsexamen (Erstes oder Zweites), das mit mindestens 'vollbefriedigend' (9,0 Punkte) bestanden wurde und oft für bestimmte Karrierewege entscheidend ist.
Private Equity bezeichnet Investitionen in nicht börsennotierte Unternehmen mit dem Ziel, deren Wert zu steigern und die Anteile später gewinnbringend zu veräußern.
Pro Bono bezeichnet die unentgeltliche Rechtsberatung und -vertretung von Personen oder Organisationen, die sich diese Leistungen nicht leisten können, und wird von Juristen freiwillig erbracht.
Ein Projektjurist ist ein Jurist, der befristet an juristischen Projekten in Unternehmen, Kanzleien oder Behörden arbeitet und dabei vielfältige Aufgaben übernimmt, von der Recherche bis zur Vertragsgestaltung.
R
Eine Rechtsabteilung ist eine interne Organisationseinheit eines Unternehmens, die für die rechtliche Beratung, Betreuung und Vertretung des Unternehmens zuständig ist und als attraktiver Karriereweg für Juristen gilt.
Das Referendariat ist die zweijährige praktische Ausbildung nach dem ersten Staatsexamen, die zur zweiten juristischen Staatsprüfung und damit zur Volljuristenausbildung führt.
Regulierung bezeichnet staatliche Maßnahmen und Vorschriften, die das Verhalten von Akteuren in bestimmten Bereichen steuern, um unerwünschte Entwicklungen zu verhindern oder faire Bedingungen zu gewährleisten.
Ein Repetitorium ist eine kostenpflichtige, private Ergänzung zum Jurastudium, die auf die intensive Vorbereitung auf das Erste Staatsexamen fokussiert, mit Klausurtraining und Stoffwiederholung.
Ein Retainer ist eine Vorauszahlung an einen Anwalt/Kanzlei, um deren Verfügbarkeit für rechtliche Dienstleistungen sicherzustellen, besonders in Großkanzleien üblich.
S
Ein Sabbatical ist eine vertraglich vereinbarte, längere Auszeit vom Beruf, die Juristen zur Weiterbildung, persönlichen Entwicklung oder beruflichen Neuorientierung nutzen können.
Ein Salaried Partner ist ein Rechtsanwalt, der in einer Kanzlei den Titel "Partner" trägt, aber im Wesentlichen ein Angestellter mit festem Gehalt und ohne direkte Beteiligung am Gewinn/Verlust der Kanzlei ist.
Ein Salary-Partner in einer Anwaltskanzlei ist ein Anwalt mit Partnerstatus, der ein festes Gehalt bezieht, aber nicht am Gewinn und Verlust der Kanzlei beteiligt ist, anders als ein Equity-Partner.
Ein Schiedsverfahren ist ein außergerichtliches Verfahren zur Streitbeilegung, bei dem Schiedsrichter anstelle staatlicher Gerichte entscheiden. Es ist oft schneller, günstiger und vertraulicher.
Ein Secondment ist die zeitweise Abordnung eines Juristen von seinem Arbeitgeber zu einer anderen Organisation, um dort für einen bestimmten Zeitraum zu arbeiten und Erfahrungen zu sammeln.
Der Silver Circle bezeichnet international agierende Großkanzleien, die unterhalb des "Magic Circle" angesiedelt sind und sich durch hohe Spezialisierung, anspruchsvolle Mandanten und ein hohes Gehaltsniveau auszeichnen.
Ein Smart Contract ist ein selbstausführender Vertrag in Code auf einer Blockchain. Für Juristen wichtig im Kontext neuer Technologien.
Ein Spin-Off bezeichnet die Ausgliederung eines Teils eines Unternehmens in eine rechtlich selbstständige Einheit, was vielfältige juristische Tätigkeitsfelder in M&A, Gesellschafts-, Steuer- und Arbeitsrecht eröffnet.
Das Steuerstrafrecht ahndet Steuervergehen und -ordnungswidrigkeiten, primär geregelt in AO und StGB. Karrierewege bieten sich in Kanzleien, Finanzverwaltung und Unternehmen.
Die Strafstation ist ein Pflichtteil des Referendariats, in dem man die praktische Strafrechtsanwendung bei Staatsanwaltschaft oder Gericht kennenlernt.
Ein Syndikusanwalt ist ein festangestellter Rechtsanwalt in einem Unternehmen oder einer Organisation, der diese in allen rechtlichen Fragen berät und dabei dem anwaltlichen Berufsrecht unterliegt.
T
Ein Term Sheet (Eckpunktepapier) fasst die wesentlichen Bedingungen einer geplanten Transaktion zusammen und dient als Basis für die Vertragsverhandlungen. Meist nicht bindend.
Ein Track Partner ist ein Anwalt in einer Kanzlei, der als potenzieller Equity Partner identifiziert wurde und sich in einer Bewährungsphase befindet.
U
V
Venture Capital ist die Bereitstellung von Kapital für junge, wachstumsstarke Unternehmen mit hohem Risiko, wobei Juristen bei Due Diligence, Vertragsgestaltung und gesellschaftsrechtlichen Fragen eine Schlüsselrolle spielen.
Ein Verbandsjurist vertritt die rechtlichen Interessen eines Verbandes und seiner Mitglieder, berät in Rechtsfragen und wirkt bei Gesetzgebungsverfahren mit.
Das Vergaberecht regelt die Vergabe öffentlicher Aufträge, um Transparenz, Wettbewerb und Gleichbehandlung zu gewährleisten und somit einen effizienten Einsatz von Steuergeldern zu sichern.
Die Verwaltungsstation ist ein Pflichtteil des Referendariats, in dem angehende Juristen die Arbeitsweise der öffentlichen Verwaltung durch Mitarbeit in Behörden oder Verwaltungsgerichten kennenlernen.
W
Die Wahlstation ist der letzte Teil des juristischen Referendariats, in dem sich Referendare in einem selbst gewählten Rechtsgebiet spezialisieren und praktische Erfahrungen sammeln.
Der Begriff Wirtschaftsjurist beschreibt eine Berufsbezeichnung für Experten, die an der Schnittstelle zwischen Rechtswissenschaften und Betriebswirtschaftslehr
Ein Wissenschaftlicher Mitarbeiter ist ein akademischer Angestellter an einer Hochschule, der Lehre, Forschung und Verwaltung unterstützt und sich oft wissenschaftlich weiterqualifiziert (z.B. Promotion).
