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Effiziente Lernmethoden für das Jura Staatsexamen: Tipps von Experten

Optimiere deine Examensvorbereitung mit exklusiven Insider-Tipps aus dem IMR-Podcast.

4 Fragen beantwortet
5 Podcast-Episoden
5 Experten
Marc OhrendorfVon Marc Ohrendorf · Aktualisiert März 2026

Inhaltsüberblick

Lernmethoden für das Jura-Staatsexamen: Was wirklich funktioniert

Die richtige Lernmethode kann den Unterschied zwischen einem befriedigenden und einem prädikatswürdigen Examen ausmachen. Dabei gibt es nicht die eine perfekte Methode – entscheidend ist, den eigenen Lerntyp zu kennen und Techniken zu finden, die zu den individuellen Stärken passen. Von aktiver Fallbearbeitung über Karteikartensysteme bis hin zu didaktischen Ansätzen aus der Wissenschaft: Wer seine Lernmethoden bewusst wählt und regelmäßig reflektiert, lernt nicht nur effizienter, sondern auch nachhaltiger.

Aktives Lernen statt passives Lesen

Die wichtigste Erkenntnis der Lernforschung ist klar: Aktives Lernen schlägt passives Lesen. Wer Lehrbücher nur durchliest und markiert, behält einen Bruchteil des Stoffs. Wesentlich effektiver ist es, mit Fällen zu arbeiten, Schemata selbst zu erstellen und Gelerntes in eigenen Worten zusammenzufassen. Professor Jan Eickelberg erläutert in Episode 43, warum gute Didaktik gerade im Jurastudium so wichtig ist und wie Lehrende aktives Lernen fördern können.

Bewährte aktive Lernmethoden für Jurastudierende umfassen:

  • Fallmethode: Regelmäßiges Lösen von Fällen unter Zeitdruck – die beste Vorbereitung auf Examensklausuren
  • Spaced Repetition: Wiederholung in wachsenden Abständen, z. B. mit Anki oder Karteikarten
  • Elaboration: Neue Informationen mit bekanntem Wissen verknüpfen und in eigenen Worten erklären
  • Retrieval Practice: Aktives Abrufen statt Nachlesen – sich selbst testen, bevor man die Lösung anschaut

Didaktische Erkenntnisse für die Examensvorbereitung

Auch die Art, wie man an den Stoff herangeht, macht einen Unterschied. Professor Martin Maties zeigt in Episode 158, dass unkonventionelle Lehrformate – von Knigge-Kursen bis hin zu praxisnahen Projekten – das Verständnis vertiefen. Die Übertragung auf die Examensvorbereitung bedeutet: Wer den Stoff mit realen Kontexten verbindet, versteht besser und vergisst weniger.

Professor Susanne Gössl betont in Episode 79 zudem den Wert von Auslandserfahrung für die juristische Ausbildung. Wer während des Studiums andere Rechtssysteme kennenlernt, entwickelt ein tieferes Verständnis für das eigene – und das zahlt sich spätestens in der Examensvorbereitung aus, wenn es darum geht, Zusammenhänge zu erkennen statt Einzelwissen abzurufen.

Lernmethoden für unterschiedliche Rechtsgebiete

Nicht jedes Rechtsgebiet lässt sich mit den gleichen Methoden optimal lernen. Während im Zivilrecht die Anspruchsgrundlagenmethode und das systematische Durcharbeiten von Falllösungen im Vordergrund stehen, erfordert das Öffentliche Recht ein tiefes Verständnis für Verfassungsprinzipien und Verwaltungsverfahren. Im Strafrecht ist das Beherrschen der Deliktsaufbauten und das sichere Navigieren durch Irrtumslehre und Konkurrenzen entscheidend.

Auch die Fähigkeit, sich erfolgreich im beruflichen Umfeld zu behaupten, beginnt mit soliden Lernmethoden. Pantea Farahzadi erzählt in Episode 198, wie die Disziplin und Strukturiertheit der Examensvorbereitung sie auch auf die Anforderungen der Strafverteidigung vorbereitet hat.

Die Rolle von Schreibtraining

Eine oft unterschätzte Lernmethode ist das gezielte Schreibtraining. Professor Jan-Erik Schirmer berichtet in Episode 206 von seinen Erfahrungen mit Schreibblockaden und der Promotion – Herausforderungen, die im Kleinen auch jeder Examenskandidat kennt. Wer früh lernt, präzise und strukturiert zu schreiben, hat in der Klausursituation einen enormen Vorteil. Denn im Examen wird nicht nur Wissen abgefragt, sondern die Fähigkeit bewertet, Gedanken klar und gutachterlich sauber zu formulieren.

Fragen & Antworten

4 Antworten aus Podcast-Episoden

Aktives Mitdenken in der Vorlesung, konsequentes Arbeiten mit Gesetzestexten, regelmäßiges Wiederholen – mindestens ein Viertel der Lernzeit – sowie elaboriertes Üben durch Probeklausuren und genaue Analyse der Korrektur. Diese Kombination erhöht Effizienz spürbar und macht Wissenslücken sichtbar, bevor es ernst wird.

IMR043: FH-Professur und Didaktik | Interview Professor

Aus Episode #43

IMR043: FH-Professur und Didaktik | Interview Professor

mit Prof. Dr. Jan Eickelberg

Das sagen unsere Experten

„Gute Didaktik bedeutet, Studierende zum eigenständigen Denken zu bringen. Nicht das Auswendiglernen von Definitionen macht den guten Juristen aus, sondern die Fähigkeit, Probleme zu erkennen und Lösungen zu strukturieren.“

„Die Strafverteidigung hat mir gezeigt: Wer im Examen gelernt hat, unter Druck klar zu denken und zu argumentieren, bringt die wichtigste Kompetenz für den Berufsalltag bereits mit.“

„Schreibblockaden überwindet man nur durch Schreiben. Das gilt für die Promotion genauso wie für Examensklausuren – wer regelmäßig übt, verliert die Angst vor dem leeren Blatt.“

„Wer im Auslandsstudium andere Rechtssysteme kennengelernt hat, versteht das eigene Recht auf einer tieferen Ebene. Diese vergleichende Perspektive macht Klausurantworten differenzierter und überzeugender.“

„Unkonventionelle Lehrformate wie Moot Courts, Planspiele oder praxisnahe Projekte aktivieren ganz andere Hirnregionen als das Lehrbuch. Im Examen profitierst du davon, weil du den Stoff wirklich verstanden hast.“

Über den Autor

Marc Ohrendorf

Marc Ohrendorf

Gründer, Irgendwas mit Recht

Marc ist Gründer von Irgendwas mit Recht und hat als Jurist und Podcaster mit über 350 Episoden einzigartige Einblicke in die juristische Berufswelt gesammelt. Für die Karriere-Artikel recherchiert er aktuelle Entwicklungen und spricht mit Expertinnen und Experten aus Kanzleien, Unternehmen und dem öffentlichen Dienst.

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IMR198: Faszination Strafverteidigung, Lügende Mandanten erkennen, Sich erfolgreich im Job behaupten
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mit Pantea Farahzadi

In der neuesten IMR-Episode begrüßen wir die faszinierende Pantea Farahzadi, eine Strafverteidigerin aus Köln. Marc und Pantea tauchen tief in ihre unerwartete Reise von den Medienwissenschaften zum Jura-Studium ein. Pantea erzählt, wie Professor Kress mit seinen außergewöhnlichen Lehrmethoden ihre Leidenschaft fürs Strafrecht weckte und wie eine persönliche Klausurbewertung alles veränderte. Aber was brachte Pantea dazu, trotz der Herausforderungen und der anfänglichen Unsicherheit am Jura-Studium festzuhalten? Pantea teilt ihre spannenden Erlebnisse als studentische Hilfskraft im Kachelmann-Fall und verrät, warum sie sich trotz der Risiken für eine Karriere als Strafverteidigerin entschied. Wie meisterte sie die finanziellen und sozialen Herausforderungen während ihres Referendariats? Und was motivierte sie, letztendlich ihre eigene Kanzlei zu gründen? Erfahrt, wie Pantea mit Mobbing und sexistischen Kommentaren in einer männerdominierten Branche umgegangen ist und warum sie glaubt, dass Frauen gerade im Sexualstrafrecht eine strategische Rolle spielen. Seid gespannt auf Panteas authentische Einsichten, ihre ungewöhnlichsten Fälle und ihre Leidenschaft für die Wahrheit. Wie baut sie Vertrauen zu ihren Mandanten auf und wie geht sie mit den Herausforderungen der Selbstständigkeit um? Dies und vieles mehr in einer Folge, die einmal mehr zeigt, dass anwaltliche Arbeit viel mehr als nur Paragraphen sind. Viel Spaß!

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In dieser Episode erläutert unser Gast, wie der Beruf des FH-Professors als Jurist aussieht. Wir sprechen über seinen Karriereweg, warum er sich gegen das Notariat entschieden hat und wie gute Lehre aussieht. Anschließend gibt's einige Buch- und Lerntipps für Euer Jurastudium, Staatsexamen und Referendariat.

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mit Prof. Dr. Jan-Erik Schirmer

Folge 206 Eures Jurapodcasts mit spannenden Vorbildern und Persönlichkeiten, heute mit Dr. Jan-Erik Schirmer. Wie kam er dazu, sich mit nachhaltigem Privatrecht zu beschäftigen? Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die Haftung juristischer Personen? Sollten Hersteller für ihre Angaben zur Nachhaltigkeit haften? Was ist eine Klimaklage? Wie schätzt er die Aussichten im Verfahren des peruanischen Landwirts vor dem OLG Hamm ein? Wie wurde er Privatdozent? Was macht die Mitarbeit an seinem Lehrstuhl aus? Antworten auf diese und viele weitere Hintergründe zu einem spannenden und stark wachsenden Querschnitts-Rechtsgebiet erhaltet ihr in dieser Folge. Viel Spaß!

IMR158: eSport-Recht, Twitch-Streaming, Knigge-Kurse
#158

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mit Prof. Dr. Martin Maties

In der neuesten Folge unseres Karriere-Podcasts haben wir einen besonderen Gast, Prof. Dr. Maties. Er ist Professor an der Universität Augsburg und Mitgründer der Forschungsstelle eSportrecht. Er schilder seinen Werdegang und wir besprechen seine Forschungsbereiche des Bürgerlichen Rechts, Arbeits- und Sozialrechts sowie der Methodenlehre. Aber wie passt das alles in den Kontext der wachsenden eSport-Industrie? Wo stehen eSportler in Bezug auf Arbeitsschutz und wie werden Minderjährige in der Gaming-Szene berücksichtigt? Ist das Zocken in der Freizeit als Arbeitszeit zu werten? Wie wird Streaming rechtlich betrachtet und welche Herausforderungen bringt es mit sich? Warum verstößt das Streamen von Computerspielen eigentlich gegen das deutsche Urheberrecht? Wie gehen Publisher damit um und welche Fragestellungen ergeben sich für die Depublizierung von – möglicherweise monetarisiertem – Content? Antworten auf all diese Fragen und viele weitere Tipps für eure Karriere gibt es in dieser Podcastfolge. Schließlich erläutert Prof. Maties den Sinn und Zweck der Knigge-Regeln und warum es ihm viel Freude bereitet, Studierende in Knigge-Kursen auszubilden. Viel Spaß beim Zuhören!