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Lehrstuhl-Promotion: Dein Weg zum Doktortitel an der Universität

Erfahre alles zur Lehrstuhl-Promotion: Finanzierung, Aufgaben und Karrierevorteile. Echte Tipps aus über 300 Podcast-Interviews.

12 Fragen beantwortet
15 Podcast-Episoden
17 Experten
Marc OhrendorfVon Marc Ohrendorf · Aktualisiert März 2026

Inhaltsüberblick

Lehrstuhl-Promotion: Der klassische Weg zum Doktortitel

Die Promotion am Lehrstuhl ist der traditionsreichste Weg zum Dr. jur. in Deutschland. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter (WiMi) arbeitet man eng mit dem Doktorvater oder der Doktormutter zusammen, ist in die universitäre Lehre eingebunden und hat idealerweise genügend Freiraum für die eigene Forschung. Doch der Lehrstuhlalltag bringt auch Herausforderungen mit sich.

Vorteile der Lehrstuhl-Promotion

Die Tätigkeit am Lehrstuhl bietet einzigartige Vorteile, die andere Promotionsformen nicht bieten können:

  • Enge Betreuung: Regelmäßiger Austausch mit dem Doktorvater und dem Lehrstuhlteam
  • Zugang zu Ressourcen: Universitätsbibliothek, Fachkonferenzen und akademische Netzwerke
  • Lehrerfahrung: Wertvolle didaktische Kompetenz durch AG-Leitung und Übungen
  • Finanzielle Sicherheit: Regelmäßiges Gehalt als WiMi (TV-L E13, oft 50–65%)
  • Akademische Sozialisation: Einblick in den Wissenschaftsbetrieb

In Episode 282 werden die Vorteile der Tätigkeit am Lehrstuhl aus erster Hand geschildert – einschließlich der Perspektive, über die Promotion hinaus eine wissenschaftliche Karriere bis zur Habilitation anzustreben.

Herausforderungen und Realität

Der Lehrstuhlalltag ist nicht frei von Spannungen. Lehrverpflichtungen, administrative Aufgaben und die Erwartungen des Doktorvaters können die eigene Forschungszeit erheblich einschränken. Wie in Episode 206 thematisiert, sind Schreibblockaden ein häufiges Phänomen – besonders wenn die Doppelbelastung aus Lehrstuhlarbeit und Dissertation zunimmt.

Der Weg zur Professur

Für diejenigen, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, ist die Lehrstuhl-Promotion der logische erste Schritt. Die Habilitation oder die Juniorprofessur bauen direkt auf den Erfahrungen am Lehrstuhl auf. In Episode 282 wird der gesamte Karriereweg von der WiMi-Stelle bis zur Professorin beschrieben.

Auch der Weg in die Lehre an Fachhochschulen ist eine Option: Episode 343 zeigt, wie die Dozententätigkeit an einer Fachhochschule aussehen kann.

Alternative: Externe Promotion

Nicht jeder muss am Lehrstuhl promovieren. Die externe Promotion – etwa berufsbegleitend in einer Kanzlei – bietet mehr Flexibilität, erfordert aber auch mehr Selbstdisziplin. In Episode 304 wird die berufsbegleitende Promotion im Wirtschaftsstrafrecht beschrieben.

Die Tätigkeit als WiMi am Bundesverfassungsgericht stellt eine besondere Variante dar, wie Episode 145 eindrucksvoll zeigt – mit Einblicken in die Arbeit an Verfassungsbeschwerden und Grundrechtsfragen.

Fragen & Antworten

12 Antworten aus Podcast-Episoden

Ich kombinierte eine Lehrstuhl-Viertelstelle mit einem Promotionsstipendium. So hatte ich verlässliches Einkommen, wissenschaftlichen Austausch und trotzdem freie Tage fürs Schreiben – ein Mix, der Sicherheit bot, ohne dass die Dissertation unter Vollzeitbelastung litt.

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Aus Episode #71

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Das sagen unsere Experten

„Die Tätigkeit am Lehrstuhl ist mehr als nur ein Job – sie ist eine akademische Sozialisation. Man lernt, wie Wissenschaft funktioniert, und entwickelt Fähigkeiten, die in jeder Karriere wertvoll sind.“

„Schreibblockaden in der Promotion sind völlig normal. Der Schlüssel ist, sie nicht als Versagen zu sehen, sondern als Teil des kreativen Prozesses. Nachhaltiges Privatrecht hat mich gelehrt, auch beim Schreiben nachhaltig zu denken.“

„Die Promotion und die Lernroutinen, die man dabei entwickelt, prägen die gesamte spätere Karriere. Wer am Lehrstuhl strukturiertes Arbeiten lernt, profitiert davon in jeder beruflichen Situation.“

„Als WiMi am Bundesverfassungsgericht arbeitet man an den fundamentalsten Fragen des Rechts. Diese Erfahrung ist unvergleichlich und prägt das juristische Denken nachhaltig.“

„Die Dozententätigkeit an einer Fachhochschule verbindet Praxis und Lehre auf einzigartige Weise. Nach der Promotion eröffnet sich hier ein Karriereweg, der oft übersehen wird.“

Über den Autor

Marc Ohrendorf

Marc Ohrendorf

Gründer, Irgendwas mit Recht

Marc ist Gründer von Irgendwas mit Recht und hat als Jurist und Podcaster mit über 350 Episoden einzigartige Einblicke in die juristische Berufswelt gesammelt. Für die Karriere-Artikel recherchiert er aktuelle Entwicklungen und spricht mit Expertinnen und Experten aus Kanzleien, Unternehmen und dem öffentlichen Dienst.

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In der 282. Episode von Irgendwas mit Recht begrüßt Marc zwei Gäste, die sich der wissenschaftlichen Laufbahn im juristischen Bereich verschrieben haben: Dr. Henrike von Scheliha, die bereits als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Bundesverfassungsgericht tätig war und nun eine Juniorprofessur für Familien- und Erbrecht an der Bucerius Law School innehat, sowie Dr. Sarah Katharina Stein, Habilitandin am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht in Freiburg. Gemeinsam sprechen sie darüber, wie man Wissenschaftlerin in Jura wird, welche Herausforderungen und Chancen dieser Weg mit sich bringt und warum es vorteilhaft ist, sich schon früh an einem Lehrstuhl zu engagieren. Was bringt einem eine Lehrstuhltätigkeit für das Examen? Welche Rolle spielen Netzwerke und Vorbilder? Warum entscheiden sich viele nach der Promotion gegen eine Habilitation? Wie lassen sich Wissenschaft und Familie vereinbaren? Wie geht man mit dem Druck im Wissenschaftsumfeld um? Wie sehen die Rahmenbedingungen für die Tätigkeit im selbigen aus? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhaltet ihr in dieser Folge von IMR. Viel Spaß!

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In IMR-Episode 279 spricht Marc mit Carina Wirtz, Rechtsanwältin im Arbeitsrecht bei Bird & Bird in Düsseldorf. Carina berichtet von ihrem Weg in die Rechtswissenschaft, der von ihrem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und ihrer Leidenschaft für Politik und Wirtschaft geprägt war. Während ihres Studiums in Frankfurt entdeckte sie ihre Begeisterung für das Arbeitsrecht, arbeitete an einem Lehrstuhl und sammelte wertvolle Erfahrungen durch Tutorien und das Korrigieren von Klausuren. Nach dem Examen entschied sie sich bewusst gegen eine Promotion und für das Referendariat. Besonders spannend war für Carina ihre Wahlstation beim Generalkonsulat in Houston, Texas, wo sie die internationalen Verbindungen Deutschlands hautnah miterleben konnte. Heute arbeitet sie bei Bird & Bird und berät Mandanten in arbeitsrechtlichen Fragen, von einfachen Nachfragen bis zu komplexen Fällen wie Restrukturierungen und der Zusammenarbeit mit Behörden. Zudem ist sie Teil des Social Responsibility Teams der Kanzlei, wo sie mit Projekten wie einer Wunschbaumaktion bedürftigen Kindern und Senioren Weihnachtswünsche erfüllt. Falls Ihr euch für das Arbeitsrecht mit internationalen Bezügen interessiert, hört (erst recht) rein. Viel Spaß mit dieser Episode Eures Jurapodcasts zu allen Karrierethemen!

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Im Interview mit Bianca Scraback. Wir sprechen über ihre Promotion an der Uni Bonn und beleuchten, wie ein Promotionsvorhaben aussieht. Welche Fragen solltet Ihr euch stellen, bevor Ihr loslegt? Wie findet man einen Betreuer und ein passendes Thema? Sollte man die Promotion besser nach em ersten oder zweiten Staatsexamen angehen? Neben Antworten auf diese Fragen erhaltet Ihr Tipps und Beispiele zu effizientem Arbeiten, der Herausforderung Homeoffice sowie der "Magie" von Visualisierungen und Routinen. Viel Spaß beim Reinhören und viel Erfolg bei Eurer nächsten Arbeit!